Da es inzwischen scheinbar zum Volkssport geworden ist, die
Tagebücher unerlaubt für die eigene Seite zu klauen - nochmals sei
betont, dass die Copyrights für die deutsche Version einzig und allein
bei OBL liegen!!!
Erster Tag:
Heute mit Aragorn Schluss gemacht. Er wollte mir unbedingt eine Tonpfeife
und ein Paar Kniehosen zum Valentinstag schenken, wo ich doch ausdrücklich
ein Nachthemd wollte. Habe ihn aus Bruchtal rausgeworfen.
Zweiter Tag:
Gelangweilt und einsam. Bereue, dass ich Aragorn fortgeschickt habe. Was
ist schon dabei, wenn ich mir in intimen Momenten eine Lockenperücke
aufsetzen und auf meinen Knien herumrutschen musste? Ich bin mir sicher, dass
andere Menschen ähnlich seltsame Macken haben. Wünschte, dass ich
mich noch für Elbenmänner interessieren könnte, aber seit dem
Debakel mit Glorfindel im Zweiten Zeitalter, als er mich beschuldigte, seine
Frisur nachzuahmen, habe ich meine eigene Spezies wirklich satt.
Dritter Tag:
Jemand probiert schon wieder meine Kleider an. Alle ausgeleiert, besonders
das rosafarbene.
Sechster Tag:
Legolas wurde stinkwütend, als ich ihn beschuldigte, meine Kleider zu
probieren. Er sagt, ich würde seine Männlichkeit anzweifeln. Bitte?
Welche Männlichkeit?
Elfter Tag:
Legolas schmollt noch immer. Behauptet, dass die anderen Elben ihn jetzt
nach dem Zwischenfall mit der Kleiderprobe auslachen. Sagt, er würde
nicht länger als Mann ernst genommen. Er muss verpasst haben, dass Daddy
ihn auf dem letzten Ratstreffen den "schwulsten schwulen Elben, der jemals
den Flur runtergetänzelt ist" genannt hat. Oder vielleicht hat er's
auch einfach nicht kapiert. Er ist schrecklich schön, aber nicht besonders
helle.
Dreizehnter Tag:
Öde, öde, öde. Vielleicht werde ich Bruchtal auf der Suche
nach Abenteuern verlassen. Oder shoppen gehen.
Fünfzehnter Tag:
Bin den ganzen Weg zum "Gap of Rohan" ( eigentlich Pforte von Rohan,
GAP ist aber auche in Modegeschäft) gegangen, nur um festzustellen, dass
es ja in Rohan gar keinen Gap gibt. Nicht mal einen H&M. Irreführende
Werbung!
Siebzehnter Tag:
War in Bree. Fragte Butterblume, ob er in letzter Zeit Aragorn gesehen hätte.
Butterblume sagte: "Was, den perversen Hobbitliebhaber?" Erklärte
ihm, dass er wohl einen anderen Aragorn, Sohn von Arathorn, meint. Er fragte:
"Der Immer noch nicht König'-Typ, oder?" Habe nichts
mehr gesagt, manche Menschen sind meiner Aufmerksamkeit nicht würdig.
Achtzehnter Tag:
Folge Aragorn jetzt seit zwei Tagen. Habe noch niemals zuvor Hobbits aus
der Nähe gesehen. Plötzlich ergibt die Sache mit der Lockenperücke
und den Fußprothesen Sinn. Total verärgert. Fange langsam an zu
kochen.
Zwanzigster Tag:
Wäscht er eigentlich niemals seine Haare, wenn ich nicht in der Nähe
bin?
Vierundzwanzigster Tag:
Tatsache, jetzt ist's offiziell! Aragorn ist ein komplett perverser Hobbitliebhaber.
Ganz offensichtlich will er was von dem kleinen, blauäugigen Hobbit Frodo.
Sam wird ihn umbringen, wenn er irgend etwas versucht.
Fünfundzwanzigster Tag:
Habe Sam abgefangen, als er Kräuter suchte. Erklärte ihm ganz genau,
wie man einen Menschen schnell und lautlos umbringen kann, nur mit einer Gabel
und einem Gummiband. Drehte ihn herum und gab ihm einen kleinen Schubs in
Aragorns Richtung... blöderweise wollte er nicht: "Aber wir brauchen
ihn doch, um Frooodo zu beschützen, unheimliche Elbenfrau!"
Jammerlappen von einem Hobbit! Ich habe überhaupt keine Geduld.
Sechsundzwanzigster Tag:
Habe endlich beschlossen, mich selbst um Aragorn zu kümmern. Wollte
gerade seinen betrügerischen Hals durchschneiden, da wurde ich vom Schmerzensgejaule
des Ringträgers abgelenkt. Habe mich entschlossen, es Aragorn heimzuzahlen,
indem ich diese halbe Portion von einem Helden hobbitnappe und auf einen ausgedehnten
Ponyritt entführe.
Der kleine Hobbit ist wirklich verdammt schnuckelig. Hol ihn der Teufel!
Kann es nicht glauben, dass ich für einen Hobbit schwärme. Sage
mir immer wieder: "Ganz ruhig, bereits vergebene Elben-Prinzessin. Immer
ruhig bleiben, bereits vergebene Elben-Prinzessin." Kann es im Besonderen
nicht glauben, dass ich wirklich ein Faible für einen grünlichen,
halbtoten Hobbit entwickle.
Siebenundzwanzigster Tag:
Von Ringgeistern gejagt. Das ist so langweilig. Jetzt auf dem Weg nach Bruchtal.
Neunundzwanzigster Tag:
Aber ehrlich! Ich komme nicht mal in die Nähe des Ringträgers,
weil Sam immer bei ihm ist. Außerdem hab ich Aragorn dabei erwischt,
als er im Gebüsch bei den Hobbitquartieren rumschlich. Behauptet, er
suche ein Stück von Narsil, das er verlegt hat.
Dreißigster Tag:
Hobbits sind eine Landplage! Küchenpersonal in Aufruhr, keine Karotten
mehr. Badpersonal wütend, kein keine Erdbeerduftseife mehr. Legolas meckert
rum, will mich nicht zum Ratstreffen gehen lassen, weil er dann nicht mehr
der Schönste ist. Daddy ist offensichtlich gestresst. Fragte mich gestern
total geschafft, ob ihm rosa steht. Sagte ihm, natürlich nicht, er ist
ganz offensichtlich ein Herbst-Typ.
Zweiunddreißigster Tag:
Habe den ganzen Tag damit verbracht, auf der Brücke rumzuhängen
und hübsch auszusehen, bevor Aragorn auftauchte. Habe ihm ins Gesicht
gesagt, dass er ein Hobbitliebhaber ist. Er erklärte mir, dass schon
Isildur ein perverser Hobbitliebhaber gewesen sei und er einfach nur versuche,
seinem Ahnen nachzueifern. Sagte ihm: "Du bist Isildurs Erbe und nicht
Isildur selbst." Darauf antwortete er: "Wenn Du nur ein wenig kleiner
wärst und größere Füße hättest!"
Vierzigster Tag:
Habe fast die ganze Nacht mit Gimli verbracht. Diese Zöpfe! Diese Axt!
Ich schmelze dahin. Keine Hobbits mehr für mich, ab jetzt nur noch Zwerge.
Naja, vielleicht werde ich noch ein letztes Mal vorbeischauen, wenn Sam Frodo
badet. Immerhin habe ich den Badezimmerschlüssel dann nicht vergebens
aus Aragorns Tasche gemopst.
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~ Vielen Dank an Anja für die Übersetzung!!!