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Den Jäger erlegen
-eine Fanfiction von Sleepy
Tiger
Anmerkungen der Verfasserin:
An alle HdR Kenner: Ich gehe sehr unbefangen
und unbekümmert mit diesem heiligen Stoff um (heißt: Ich
hab' die Bücher noch gar nicht gelesen *geht in die Ecke und
schämt sich*). Seid mir nicht böse!!!! Ich bin nur eine
völlig verstörte, gelangweilte, lebensmüde, erbärmlich
verarmte, faule, vergeßliche, doofe Studentin, die keine Ahnung
von Rechtschreibung und Grammatik hat...leider will mich meine Irrenanstalt...
Disclaimer: Herr der Ringe habe ich
mir nicht ausgedacht, nein, das war Mr. Tolkien persönlich, deswegen
verdiene ich mit dieser kleinen Geschichte kein Geld...so 'n Mist
aber auch...
Warnung: FLUFF!!! (das wird jetzt so
peinlich..)
Kapitel
9
Das Geschenk
Legolas seufzte tief und lang bei
Asanis aufsässigen Blick. "Asani, nun seid doch nicht
so stur."
"Ich bin nicht stur!" erwiderte sie trotzig. "Ihr
seid es! Das dürft Ihr nicht tun!"
"Und warum nicht?"
"Weil...weil....", Asani blickte ihn böse an und
verzog mißmutig ihren Mund, während sie verzweifelt in
alle Richtungen sah und nach Worten suchte. "Das...das ist
zu...ach Legolas, versteht doch...ich kann einfach nicht...."
Legolas seufzte wieder. Er hätte wirklich nie gedacht, daß
Frauen so schwierig waren. Vor allem Asani, der er gerade gegenüber
saß. Sie waren in der großen Halle und nahmen zusammen
das Frühstück ein. Es war der letzte Tag der großen
Hochzeitsfeier in Lorien und es war eine großartige Feier
gewesen.
Er fühlte sich ein wenig ausgelaugt, um mit Asani zu streiten,
die wie jeder Ifrey trotz des Feierns und Trainings voller Energie
war. Der Ifrey Clan machte seinen Ruf alle Ehren. Zumindest wurden
diese Gruppe diesen Ruf gerecht. Sie feierten bis tief in die Nacht
und wachten noch vor der Sonne auf, um zu trainieren. Einige Elben
und Zwerge fanden diese Einstellung bewundernswert genug, um diesem
Vorbild zu folgen. Dadurch fühlten sich auch einige Ritter
aus Gondor herausgefordert und zogen mit den Ifreys gleich. Legolas
war von Anfang dabei gewesen.
Er hatte sich am Tag nach dem kleinen Bankett auf die Suche nach
Asani gemacht, um sie nach dem ominösen Schwert zu fragen,
das sie im Gefängnis aus dem Nichts gezogen hatte. Gefunden
hatte er sie dann auf dem Trainingsplatz. Die gesamte Gruppe, die
in Lorien den Clan repräsentierte, war dort. Sogar die blinde
Maja saß am Rand und ließ sich von Goleyn die Fortschritte
der Krieger beschreiben.
Zuerst fand Legolas, daß es wie jedes Training aussah. Einige
übten den Schwertkampf und sogar den Bogen, aber fünf
von ihnen machte etwas ganz anderes. Unter ihnen war Asani und das
allein machte ihn neugierig genug, um sich das genauer anzusehen.
Es handelte sich um eine Art waffenloser Kampf. Legolas war begeistert
von diesen schnellen und effektiv gesetzten Schlägen und Tritten,
um den Gegner zu entwaffnen oder etwas zu brechen. So etwas hatte
er noch nie gesehen. Ein waffenloser Kampf, der trotz so wenig Körperkontakts
so gefährlich sein konnte.
Die Ifreys schienen seine leuchtenden Augen bemerkt zu haben und
hatte ihn gefragt, ob er es ausprobieren wollte. Legolas hatte sofort
zugesagt. Er lernte die Grundlagen sehr schnell und die Ifreys fingen
an, seine Kraft und Anmut zu besingen, was ihn herrlich amüsierte.
Nur Asani hielt sich zurück.
Erst drei Tage später stand sie vor ihm. Beide waren etwas
überrascht, als Goleyn sie gegenüberstellte. Es war das
erste Mal seit dem Bankett, daß sie sich so nah waren. Legolas
bedauerte es sehr, daß er seitdem keine Gelegenheit hatte,
sie zu sprechen. Er sah sie zwar bei dem morgendlichen Training,
aber danach verschwand sie und tauchte erst am nächsten Tag
wieder auf.
Das Training fing sehr zögernd und vorsichtig an, aber wurde
bald ernst. Sie war schnell und sehr stark, aber er war ein Elb.
Dennoch brauchte es seine Zeit, bis er sie mit einem kleinen Stoß
zu Fall brachte. Sie schrie erschrocken auf, als sie nicht sehr
elegant auf ihren Hintern fiel. Statt aber wieder aufzustehen und
weiterzumachen, blieb sie sitzen und starrte ihn mit einer Mischung
aus Wut und Erstaunen an.
"Geht es Euch gut?" hatte er zögernd gefragt und
streckte ihr seine Hand entgegen, um ihr aufzuhelfen.
Sie ignorierte seine helfende Hand und rief erbost: "Wie zum
Teufel habt Ihr das angestellt?"
Legolas hatte sie verdutzt angesehen. Das erste Wort seit langem,
das sie an ihn richtete und es klang dermaßen böse und
anklagend, daß er nicht großartig über seine Antwort
nachdachte. "Es war leicht. Ihr habt nicht aufgepaßt."
Sie sah ihn so beleidigt an, daß er seine patzige Antwort
bereute. Aber Goleyn rettete diese unangenehme Situation. Mit verschränkten
Armen stand er über Asani und sagte nur: "Ab jetzt wirst
du nur noch mit Seiner Hoheit trainieren."
"Warum?" entfuhr es ihr und sie sprang sofort auf die
Beine.
"Man trainiert immer mit den besten, wenn man Fortschritte
machen will", erwiderte er knapp und wandte sich zu Legolas.
"Seid Ihr damit einverstanden?"
Legolas nickte nur. Natürlich war er einverstanden, mit ihr
zu trainieren. Goleyn dankte ihm und ging dann wieder. Legolas und
Asani sahen sich stumm an. Dann machte sie einen Schritt auf ihn
zu und flüsterte drohend: "Wenn ich merke, daß Ihr
mich nur auch eine Sekunde sanft behandelt, schneide ich Euch die
Ohren ab."
Sie machte danach kehrt und verließ in langen Schritten den
Platz. Legolas' Herz sank. Es traf ihn, daß sie ihn so wütend
verließ. Das hatte er nun wirklich beabsichtigt.
Einer der Ifrey Krieger schlug ihm tröstend auf die Schulter.
"Keine Sorge, sie mag Euch. Sie schneidet nicht jedem die Ohren
ab."
Legolas war eher besorgt als geehrt von dieser Aussicht und ging
etwas bedrückt vom Platz. Von dem Bankett am Abend blieb er
diesmal fern. Am nächsten Morgen erwartete ihn eine ziemlich
Überraschung. Genau wie in den letzten drei Tagen auch, verließ
Legolas vor Sonnenaufgang seine Gemächer. An diesem Morgen
jedoch lehnte Asani neben der Tür und sah ihn schweigend an.
"Guten Morgen", sagte er höflich und lächelte
sie an. Aber statt dieses böse Starren beizubehalten, hörte
er sie leise nach Luft schnappen. Sie schluckte. Ja, sie wich sogar
etwas vor ihm zurück. Was war los?
"Guten Morgen", erwiderte sie schließlich und es
klang etwas zögernd. "Seid Ihr soweit?"
Legolas sah sie fragend an. "Wofür?"
"Nun, wir sind doch jetzt Waffenbrüder", erklärte
sie. "Es gehört zur Sitte, daß wir den Tag gemeinsam
beginnen und beenden. - Ist das bei euch nicht so?"
"Doch, doch", erwiderte er schnell und lächelte strahlend.
Er hatte nur ein Wort verstanden: gemeinsam. Er folgte ihr durch
den Gang und ihre Worte sickerten langsam durch die anfängliche
Freude in seinen Verstand. "Wir sind Brüder?"
"Ihr seid nicht gerade eine Schwester", erwiderte sie
trocken.
"Und Ihr nicht gerade ein Bruder", entgegnete er lachend.
"Ich...bin...Euer Bruder." Sie blickte ihn streng an,
aber er grinste nur.
Waffenbrüder...Er fand diese Sitte überaus interessant,
obwohl er sie gar nicht kannte und nicht wußte, was er verpaßt
hatte, daß ihn zu ihrem "Waffenbruder" gemacht hatte.
Aber ihm fiel ein, daß Goleyn ihr praktisch befohlen hatte,
daß sie von nun an nur noch mit ihm trainieren sollte. Wurde
man bei den Ifreys so zu "Waffenbrüdern"? Er war
sich nicht sicher. Aber wie hieß es doch? Andere Länger
andere Sitten...Es machte ihm nichts aus, sich zu fügen.
Seit dem Morgen holte sie ihn jeden Tag von seinen Gemächern
ab und sie begleitete ihn nach Sonnenuntergang zurück. Das
Training mir ihr war sehr hart. Asani bestand darauf. Er fühlte
sich danach immer wie zerschlagen, aber es machte Spaß und
er lernte sie immer besser kennen. Außerdem bekam er endlich
öfters ihr Lächeln zu sehen.
Dank seiner Selbstheilungskräfte blieben ernsthafte Verletzungen
aus. Aber seine Arme schmerzten zuweilen, weil man sehr oft mit
ihnen harte Schläge abblocken mußte. Er fragte sich,
wie Asani sich danach fühlen mußte. Er hatte zwar nie
ihre Unterarme gesehen, aber sie mußten grün und blau
sein. Sie ließ sich zwar nie anmerken, ob sie tatsächlich
Schmerzen hatte, aber er sah sie nach solchen Kämpfen immer
die Arme rieb und gelegentlich verzog sie gequält das Gesicht.
Gern hätte er ihr gesagt, daß sie nicht so dumm sein
sollte und ruhig zugeben konnte, daß auch sie Schmerzen hatte.
Es wäre keine Schwäche, dies einzugestehen. Aber Legolas
war nicht so engstirnig, um nicht zu erkennen, daß jede andere
Kultur ihre Eigenheiten hatte. Die Ifreys waren sehr stolz und verabscheuten
Schwäche in jeder Form. Sie reagierten beleidigt, wenn man
sich um sie sorgte. Ein Ifrey kannte kein Schmerz.
Dennoch machte er sich Sorgen um sie. Also suchte er einen Weg,
um sie vor weiteren Schmerzen zu bewahren, ohne ihren Stolz zu verletzen,
und fand bei seinen Spaziergängen in Lorien bei einem Schmied
die beiden Armschienen aus Mithril. Sie waren sehr einfach und eher
für einen Mann gemacht worden, aber Legolas ließ sie
umarbeiten und mit einem weichen Stoff füttern, damit das Metall
nicht auf ihrer Haut scheuerte. Zuletzt gab er eine Gravur in Auftrag.
Es gab das Wappen der Königsfamilie Düsterwalds in einer
abgewandelten Form wieder. Man würde sie zwar nicht für
ein Mitglied der Familie halten, aber man würde sie als jemand
erkennen, der unter ihrem Schutz stand.
Nun lagen diese Armschienen vor ihr auf dem Tisch. Er war so überzeugt
gewesen, daß sie ihr gefallen würden, daß er überrascht
auf ihre verzweifelte Ablehnung reagierte. Aber eigentlich war es
zu erwarten gewesen. Anders als die übrigen Ifreys, die in
Waffen vernarrt waren und die Waffenschmiede in Lorien geradezu
belagerten, schien sie nicht eine Klinge ihr eigen zu nennen.
Legolas war zu müde, um sie zu verstehen und verlegte sich
auf eine andere Taktik. Er legte sein Kinn auf seine gefalteten
Hände und sah sie unter seinen langen Wimpern an. Ein schmeichelndes
Lächeln auf den Lippen und mit samtener Stimme flüsterte
er: "Gebt es zu. Ihr wollt sie doch haben."
Ihr Blick verfinsterte sich, aber er schenkte ihr ein wissendes
Lächeln, das sie zum Erröten brachte. Er lachte in sich
hinein. "Findet Ihr sie denn nicht schön?"
"Doch schon", räumte sie langsam ein und nahm eins
zögernd hoch. Sie biß sich auf die Unterlippe, als sie
bemerkte, wie exquisit diese Arbeit war. Es war leicht wie jedes
Stück aus Mithril und die Gravur war wirklich nur als schön
zu bezeichnen. Die Armschienen wurden an der Innenseite nicht mit
Bändern gehalten, wie es üblich war, sondern hatte Schnallen,
die zuschnappten.
"Es wäre sehr schade, wenn Ihr sie nicht nehmt",
schmeichelte er weiter. "Sie würden keinem anderen passen.
Außerdem haben sie mich ein kleines Vermögen gekostet."
"Ihr seid ein Verschwender", murrte sie, klang aber nicht
sehr tadelnd.
Legolas lächelte inwendig, als Asani mit einem sehnsüchtigen
Blick die Armschiene in ihre Hand wog. Sie befühlte zögernd
das Innere und zog die Brauen erstaunt hoch, als sie es gefüttert
vorfand. "Wollt Ihr sie nicht wenigstens anprobieren?"
"Nein, danke", erwiderte sie. Für seinen Geschmack
kam die Antwort viel zu schnell. Außerdem hielt sie die Armschiene
immer noch in der Hand.
"Ach, kommt, Asani", lockte er lächelnd. "Es
wird Euch nicht beißen."
"Das habe ich auch nicht gedacht", schnappte sie. Dann
blickte sie ihn streng an. "Habt Ihr eigentlich nichts zu tun?"
"Nein", entgegnete er fröhlich.
"Wieso nicht?" fragte sie so empört, daß er
lachen mußte. "Ihr seid ein Prinz! Habt Ihr nicht irgendwelche
wichtigen Pflichten?"
"Elben haben keine Pflichten, wenn sie feiern", behauptete
er und lächelte entwaffnet. Sie schmollte beleidigt und errötete
wieder. Sie tat es ziemlich häufig, wenn er sie neckte. Aber
es störte ihn nicht. Die Röte machte sie hübscher.
Das Zusammensein mit ihr war geradezu erfrischend. Sie verbeugte
sich nicht ständig vor ihm und entschuldigte sich auch nicht
für alles. Überhaupt behandelte sie einen Thronerben und
Helden wie ihn auch außerhalb des Trainings sehr respektlos.
Daher amüsierte es ihn unheimlich, Asani so hilflos stammeln
zu sehen. Die sonst so starke und unerschütterliche Kriegerin
wurde angesichts eines Geschenks verlegen und suchte nach Worten,
um das ablehnen zu können. Leider gelang es ihr nicht so gut
und sie versuchte sich mit aller Macht aus dieser Situation herauszuwinden.
Aber diesmal wollte er sich nicht so leicht abfertigen lassen. Er
zog ihren Arm zu sich und blickte sie sanft tadelnd an, als sie
ihn zurückziehen wollte. Dann nahm er die lederne Armschiene
ab und rollte ihren langen Ärmel hoch. Während er all
dies tat, gab sie kein Widerspruch von sich.
Als ihr Unterarm nackt vor ihm lag, stutzte er. Der Arm war makellos
und hatte nicht eine Narbe, geschweige einen blauen Fleck. Schweigend
tastete er ihren Arm ab. Da war auch nie etwas gebrochen gewesen.
Als er sich ihre Hand ansah, war er noch überraschter. Er hattegesehen
und selbst zu spüren bekommen, wie oft sie mit der Faust zugeschlagen
hatte. Aber da war nicht ein Kratzer auf ihren Knöcheln. Die
Haut war, abgesehen von den Schwielen, die jeder Schwertkämpfer
hatte, samtweich. Wie war das möglich? Als er aufsah, um sie
nach Verletzungen zu fragen, bemerkte er, daß ihre Wangen
glühten.
Sie blickte ihn böse an. "Wie legt man das nun an?"
Legolas ließ sich seine Überraschung über ihren
ärgerlichen Tonfall nicht anmerken und umfaßte ihr Handgelenk.
Es erstaunte ihn allerdings noch mehr, ihren rasenden Puls zu fühlen,
als er ihren Unterarm in die Armschiene packte. Dann drückte
er eins der vielen Schnallen zusammen. Ein Mechanismus setzte sich
in Gang und ließ alle auf einmal zuschnappen.
Asani zuckte erschrocken zusammen. Zuerst starrte sie verblüfft
auf diese Vorrichtung und sah dann strahlend zu Legolas hoch. "Das
ist ja wundervoll!"
"Es ist so eingerichtet, daß es gleichgültig ist,
welches der Schnallen Ihr zusammendrückt", erklärte
er lächelnd. "Die Wirkung ist die gleiche."
Er lachte leise, als sie ihren Arm etwas drehte und diese Armschiene
betrachtete.
"Oh, Legolas, es ist so schön", hauchte sie entzückt
und fing sogar an zu schnurren. Der Blick, mit dem sie ihn dann
ansah, brachte sein Herz zum Zerspringen. Aus einem Impuls heraus
nahm er ihre Hand und drückte einen schnellen Kuß auf
ihren Puls. Das hätte er besser sein gelassen, denn sie erschrak
und zog ihre Hand zurück, als hätte sie sich verbrannt.
Sie blinzelte ihn mehrmals an und ihr Brustkorb hob und senkte sich
etwas heftig. Legolas war etwas erstaunt über sich. Was hatte
er sich dabei gedacht?
"Asani...", flüsterte er kaum hörbar.
"Oh nein, bitte nicht", wisperte sie und verzog gequält
das Gesicht.
Legolas sah sie betroffen an und setzte zur einer Entschuldigung
an, wobei er unbewußt wieder nach ihrer Hand griff. Als er
ihr in die Augen sah, bemerkte er, daß sie ihn gar nicht ansah.
Etwas verwirrt sah er über die Schulter und entdeckte Aragorn
und Goleyn auf ihren Tisch zukommen. Wobei der junge König
eine recht düstere Miene zur Schau trug. Legolas meinte Trauer
dahinter zu spüren, aber er wüßte nicht, weswegen
Aragorn trauern sollte. Herzog Yuk folgte den beiden.
Natürlich zog Legolas' Geschenk die Blicke der drei Männer
sofort auf sich, als sie bei ihnen ankamen und kurz einige Höflichkeitsfloskeln
tauschten.
"Mithril?" fragte Goleyn plötzlich.
"Ja", erwiderte Asani knapp.
"Von wem?" fragte der Herzog knurrend.
"Von dir, Legolas?" fragte Aragorn freundlich, der das
Wappen trotz der Abwandlungen erkannte.
"Stimmt das?" Herzog knurrte wieder.
Asani zögerte und erwiderte fest den Blick ihres Vaters. Aber
das war auch alles. Eine Antwort schien sie nicht heraus zu bekommen.
Legolas bemerkte ihre Faust, die sie zusammen geballt hatte und
legte eine Hand beruhigend darauf. Lächelnd sah er zu dem Herzog
auf, der seine Tochter immer noch prüfend ansah.
"Sie sind von mir", bestätigte Legolas. "Ich
wollte ihr für das danken, was sie für uns getan hat."
"So?"
Legolas blieb ruhig, als der Herzog ihn plötzlich feindselig
ansah. Aber der Elb nickte nur. Beide bemerkte nicht, daß
Asani ihr Gesicht mit ihrer freien Hand bedeckte und unterdrückt
stöhnte.
"Aber Yuk", mischte sich Goleyn lächelnd ein, und
legte eine Hand auf die breite Schulter des Herzogs. Es sah aus,
als würde er einen Wolf von seinem Opfer zurück reißen.
"Deswegen sind wir doch nicht hier."
"Ach, wolltet Ihr mit Asani sprechen?" fragte Legolas
höflich.
"Eigentlich wollte ich Fräulein Asani sprechen",
antwortete Aragorn statt dessen. Seine Miene war immer noch ernst
und verschlossen. "Ich hörte, daß Ihr eine außergewöhnliche
Schwertkämpferin seid. Ich würde Euch gerne zu einem kleinen
Duell herausfordern, um mir die ifreyschen Techniken anzusehen."
Sie sah zweifelnd zu Goleyn und ihrem Vater hoch, aber nur Goleyn
nickte. Ihr Vater verzog keine Miene, um seine Mißbilligung
oder seine Zustimmung zu zeigen. Dann sah sie Legolas an, der nur
mit den Schultern zuckte. Erst danach nickte sie und lächelte
leichthin. "Aber auf eigene Gefahr, Majestät."
Dies entlockte dem König ein kleines Lächeln. "Ich
erwarte Euch in einer Stunde auf dem Trainingsplatz."