OBL
als Startseite | Lesezeichen
setzen Deutschlands größte Orlando Bloom, Legolas und Will Turner Seite
- die beste Adresse zum Thema. Bilder, Downloads, Artikel, Community und noch
vieles mehr
Den Jäger erlegen
-eine Fanfiction von Sleepy
Tiger
Anmerkungen der Verfasserin:
An alle HdR Kenner: Ich gehe sehr unbefangen
und unbekümmert mit diesem heiligen Stoff um (heißt: Ich
hab' die Bücher noch gar nicht gelesen *geht in die Ecke und
schämt sich*). Seid mir nicht böse!!!! Ich bin nur eine
völlig verstörte, gelangweilte, lebensmüde, erbärmlich
verarmte, faule, vergeßliche, doofe Studentin, die keine Ahnung
von Rechtschreibung und Grammatik hat...leider will mich meine Irrenanstalt...
Disclaimer: Herr der Ringe habe ich
mir nicht ausgedacht, nein, das war Mr. Tolkien persönlich, deswegen
verdiene ich mit dieser kleinen Geschichte kein Geld...so 'n Mist
aber auch...
Kapitel 4
Ungewöhnliche
Gäste
Gandalf schmauchte gemütlich
ein Pfeifchen, während er von der Plattform hoch in den Bäumen
auf das rege Kommen und Gehen unter ihm beobachtete. Birel und Merron,
die beiden jungen Elben, die hier Dienst taten, erzählten ihm,
daß diese Plattform für Wachen während einer Belagerung
Loriens gebaut wurde. Von hier aus konnte ein Elb bis zu den Bergen
sehen. Aber sie wurde bis zum heutigen Tage noch nie benutzt. Nicht
nur, weil Lorien noch nie belagert wurde, sondern auch, weil dieser
Wachposten vom Feind nur allzu leicht zu entdecken war.
Wegen der großen Feier hatten die Elben die Sicherheitsvorkehrungen
verstärkt und vor allem an den Waldrändern hatte sich
die Zahl der Wachen verdoppelt. Frieden hin oder her, Orks gab es
immer noch viel zu viele. Zumindest dachte man so in Lorien.
Mit den Händen hinter dem Rücken verschränkt und
der Pfeife zwischen den Lippen blickte sich der Zauberer um. Lorien
aus dieser Höhe zu sehen, war schon etwas anderes. Außerdem
hatte er mit diesen beiden Elben eine fröhliche Gesellschaft
und hin und wieder winkte er Haldir zu, der diesen Abschnitt unter
seinem Kommando hatte. Was könnte entspannender sein, als eine
Pfeife zu rauchen, den leisen Liedern der Elben zu lauschen, die
sie zwischendurch sangen, und die wärmende Sonne auf sein Haupt
zu spüren...
"Elb! Wie oft muß ich dir noch sagen, daß du meinen
Bart nicht anfassen sollst?" rief eine tiefe Stimme empört
in diese Idylle hinein.
Der Zauberer stutzte etwas. Das hörte sich doch sehr nach Gimli
an. Neugierig wandte er sich um und entdeckte einen dritten Elben
am Rand der Plattform knien. Es war Legolas. Merron und Birel hatten
die Bögen sinken lassen und verbeugten sich angesichts des
hohen Besuchs. Es erstaunte den Zauberer nicht weiter. Wahrscheinlich
hatten sie die beiden Neuankömmlinge schon lange vor ihm bemerkt.
"Aber Gimli, ich will dir doch nur helfen", erwiderte
Legolas freundlich, aber das Lachen in seiner Stimme war unüberhörbar.
Gandalf lachte leise in sich hinein. Auch die beiden Elben grinsten
und bemühten sich, nicht laut aufzulachen. Ein Zwerg auf einem
Baum war für einen Elben schon grotesk.
"Dann hilf mir anders!" gab der Zwerg wütend zurück.
Legolas seufzte tief. "Dann gib mir endlich deine Hand, Gimli."
"Nein!" rief der Zwerg entsetzt. "Wenn ich das tue,
werde ich noch fallen. - Ich denke, am besten gehe ich wieder hinunter."
"Aber Gimli, wir sind doch schon da", entgegnete der Elb
heiter. "Nun komm, ich lasse dich schon nicht fallen."
Gandalf schüttelte den Kopf über die Beiden und stopfte
erneut seine Pfeife, während Gimli sich murrend und knurrend
von Legolas helfen ließ.
Merron und Birel verbeugten sich noch tiefer vor den Prinzen, als
dieser aufstand und sich ihnen zuwandte. "Herzlich willkommen,
Prinz Legolas. Herzlich willkommen, Herr Gimli."
"Danke sehr", erwiderte der Prinz freundlich. Gimli nickte
schroff. Er schien von der ganzen Kletterei immer noch etwas verstimmt
zu sein.
"Gandalf!" rief Legolas erfreut. "Wie schön,
Euch hier anzutreffen."
"Ach, ich ruhe hier nur meine alten Knochen aus", erwiderte
Gandalf lächelnd und umarmte die beiden.
"In so luftiger Höhe?" fragte Gimli etwas sarkastisch
hinzu, aber sein Lächeln drückte reine Freude und Wärme
aus.
"So schlimm war es doch nicht", meinte Legolas mit einem
feinen Lächeln.
Gimli schnaubte. "Erinnere mich bloß nicht daran, Elb!
Ich dachte, es gibt hier eine Art Aufzug. Statt dessen mußte
ich diesen verflixten Baum hochklettern."
"Aber, aber, Gimli", lachte Gandalf und breitete die Arme
aus. "Seht doch, Eure Mühen werden großzügig
belohnt. Ist dieser Anblick nicht wunderbar."
Immer noch murrend blickte sich der Zwerg um. Es dauerte nicht lange,
bis er die frische Luft tief in seine Lungen sog und alles griesgrämige
aus seinem Gesicht verschwand.
"Das ist ja unglaublich!" platzte es aus Gimli heraus.
Vorsichtig ging er auf der Plattform hin und her, während er
den Anblick in sich hinein sog.
Gandalf und Legolas lächelten nachsichtig über die überschäumende
Freude ihres Freundes bei Loriens Anblick aus den erhabenen Höhen
seiner Bäume.
"Was ist denn das?" rief Gimli leise. Er sperrte die Augen
weit auf und deutete auf eine Gruppe von Reitern, die sich dem Wald
näherte.
"Neue Gäste würde ich meinen", sagte Legolas
lächelnd und blickte Merron und Birel freundlich an, die die
ganze Zeit damit beschäftigt waren, drei der großen Helden
Mittelerdes anzustarren. Als der Prinz höchstpersönlich
ihnen zuwandte, blinzelten sie erschrocken und erinnerten sich errötend
an ihre Pflicht als Wachen. Schnell drehten sie sich zu dem eigentlichen
Geschehen um.
Zwanzig Reiter kamen langsam auf die Waldlichtung zu. Eine von ihnen
war eine alte weißhaarige Frau, die gebeugt im Sattel saß.
Die anderen 19 Reiter schienen, ihrem Körperbau und -haltung
zu urteilen, alle Krieger zu sein. Sie trugen lange, schwarze Umhänge,
die sie auf einer Seite über die Schulter geworfen hatten,
so daß jeder sehen konnte, daß sie unbewaffnet Lorien
betreten wollten. Darunter trugen sie alle dunkelrote Gewänder
mit aufwendigen Stickereien. Der Schnitt ihrer Kleidung war immer
der gleiche, aber die Stickereien unterschieden sich in der Farbe.
Einige hatten weiße oder silberne, aber nur zwei hatten goldene.
Auf ein Zeichen einer der beiden Reiter mit goldenen Stickereien
blieb die Gruppe stehen. Schweigend wartete sie in der Lichtung.
Keiner regte sich.
"Wer sind denn diese Leute bloß?" fragte Birel stirnrunzelnd.
"Denen bin ich noch nie begegnet."
"Wie denn auch, wenn du Lorien nie verläßt?"
grinste Merron spöttisch. Birel wollte ihm eine bissige Antwort
geben, als plötzlich Haldir sein Posten verließ und sich
dieser Gruppe in den Weg stellte.
Merron reagierte sofort, in dem er eine Hand über Birels Mund
legte und ihn auf ihren Kommandanten aufmerksam machte. Er und Birel
spannten ihre Bögen. Jeder hatte einen der Reiter im Visier.
Legolas suchte unterdessen nach einem Bogen, aber Gandalf legte
eine Hand auf seinen Arm.
"Das wird nicht nötig sein", flüsterte Gandalf
so leise, daß es nur er hören konnte. Der Elb entspannte
sich wieder und stellte sich neben den Zauberer, um die Szene zu
beobachten.
Haldir überraschte seine Untergebenen, weil er sich gänzlich
unbewaffnet diesen Leuten zeigte. Noch mehr überraschte es
sie, als die alte Frau ihr Pferd langsam vortraben ließ.
Haldir verneigte sich tief vor der Alten und sagte etwas in einer
fremden Sprache. Die Elben um ihn herum blickten sich oder Haldir
erstaunt an. Keiner hatte ein Wort verstanden. Es klang nach einem
Gemisch aus den Sprachen der Elben, aber irgendwie hörte sich
der Ton nach dem einer Menschensprache an. Waren da nicht auch einige
Silben aus der Zwergensprache?
Die Alte lächelte und nickte bedächtig. Mit einer heiseren
und nicht mehr sehr sicheren Stimme erwiderte sie: "Ich danke
im Namen des Clan Ifreys für die Einladung zu der Hochzeit
der Tochter Eurer Herrscher. Es ist eine große Ehre für
uns."
Wieder hielten die Elben den Atem an. Einige ließen bereits
die Bögen wieder sinken. Diese alte Frau sprach ihre Sprache!
Mit einem Akzent einer Einheimischen Loriens.
"Seid uns herzlich willkommen, Mutter der Ifreys. Eure Ankunft
wurde mit Freude erwartet", sagte Haldir und gab einigen Elben
ein Zeichen, die neuen Gäste nach Lorien zu begleiten.
Wieder nickte die alte Frau und überließ einen der Elben
die Zügel ihres Pferdes. Genauso bereitwillig händigten
die anderen Reiter die Zügel an die Elben aus. Sie lehnten
sich sogar zurück und blickten entspannt in die Gegend, während
sie geführt wurden.
Oben auf der Plattform hatte sich Gandalf an den Rand gestellt und
blickte rauchend auf die kleine Gruppe, die langsam an ihm vorbeizog.
"Ifrey?" Gimli senkte den Kopf und sein Gesicht verschwand
beinahe im Bart, wobei nur noch seine blitzenden Augen zu sehen
waren. "Den Namen habe ich schon einmal gehört."
"Es heißt 'Alles böse'", sagte Legolas stirnrunzelnd.
"Wie kann das ein Name sein?"
"Aber heißt es nicht 'böse Kreatur'?" wagte
Birel zu sagen. Er blickte zu Merron. "Oder?"
"Weder noch, meine Lieben", mischte sich Gandalf ein,
ohne dabei aufzusehen. "Es heißt 'Verstoßene'."
Gimli hob erstaunt die Brauen. "Und die stehen auf der Gästeliste?"
Der Zwerg sah mit einem spöttischen Lächeln zu Legolas
hoch. "Ihr Elben seit wahrhaftig ein seltsames Volk."
Was Legolas darauf antwortete, hörte Gandalf nicht mehr. Seine
gesamte Aufmerksamkeit galt der alten Frau. Plötzlich hob sie
ihren Kopf und sah zu ihm hoch. Er sah ihre weißen Augen,
die auf Blindheit hindeuteten, aber er wußte, daß sie
ihn trotzdem sah. Sie hob grüßend die Hand. Er erwiderte
ihren Gruß.
"Wie schön, daß sich unsere Wege wieder kreuzen,
Maja", flüsterte er in den Wind. Die alte Frau nickte
nur und wandte dann ihren Blick ab.
Hinter ihm gingen Merron und Birel wieder ihrem Dienst nach und
diesmal schien es auch einen Grund zu geben.
"Birel", sagte Merron leise und deutete mit einer knappen
Geste in die Ferne. "Siehst du das?"
Birel runzelte nachdenklich die Stirn. "Wer mag das wohl sein?"
"Es ist ein Reiter", erklärte Legolas Gimli und Gandalf,
als er ihre fragende Blicke auf sich spürte. Er stellte sich
neben Merron und blickte ruhig in die Ferne. "Schwarzer Umhang
und Kapuze."
"Ist ein Wappen sichtbar?" fragte Gandalf beiläufig.
"Ich sehe nichts", meinte Birel.
"Ich ebenfalls nicht", sagte auch Merron. "Alles
wird verdeckt."
"Eine Frau." Legolas hatte seine Augen nicht wie Birel
oder Merron mit der Hand abgeschirmt. Er hielt sich an einem Ast
fest, während er sich etwas vorbeugte um sich die schnell nähernde
Reiterin genauer anzusehen. "Kein Elbe. Ein Mensch."
"Vielleicht eine Reisende", vermutete Birel, der Legolas
etwas ungläubig aus dem Augenwinkel betrachtete. "Hier
kommen viele vorbei."
"Nein, sie lenkt ihr Pferd geradewegs auf uns zu", erwiderte
Legolas. "Sie gibt ihm jetzt die Sporen."
Birel wechselte mit Merron einen verdutzten Blick. Der Prinz aus
Düsterwald hatte wirklich gute Augen. Nur Gimli und Gandalf
schien es nicht weiter zu beeindrucken.
Der Reiter zügelte das Pferd erst vor der Lichtung und brachte
es dann zum Stehen. Sie blickte hoch und rief: "Elben Loriens!
Hört Ihr mich? Ich erbitte Einlaß in diese Wälder."
Legolas' Hand umklammerte den Ast und Merron und Birel blickten
alarmiert auf, als sie ein leises Knirschen des Holzes hörten.
Irgendwie schien der Prinz auf einmal sehr angespannt zu sein. Es
erstaunte sie noch mehr, als der Prinz aus Düsterwald plötzlich
vortrat und sich der Reiterin zeigte.
"Gebt Euch zu erkennen", verlangte er in einem höflichen
Ton. Merron und Birel zuckten hilflos mit den Schultern, als sie
Haldirs etwas verärgerten Blick kreuzten. Ihr Kommandant gab
ihnen ein Zeichen und sie und alle anderen Elben spannten geräuschlos
ihre Bögen, die Reiterin im Visier behaltend.
Die Reiterin sah abrupt zu ihm hoch und schien erstaunt über
seine Anwesenheit. Leider konnte man nicht sehen, ob sie es tatsächlich
war. Die Kapuze war zu tief ins Gesicht gezogen worden. Als sie
den Kopf hob, konnte man von ihrem Gesicht nicht mehr die untere
Partie sehen.
Wortlos nahm sie die Kapuze ab, schlug den Umhang auf einer Seite
über die Schulter und blinzelte in die helle Sonne. Sie schirmte
ihre Augen mit der Hand ab, aber unterbrach den Blickkontakt zu
Legolas nicht.
"Sieh mal einer an", murmelte Gandalf. Wie jeder andere
auch, sah er, daß sie eine Art Uniform aus dunkelrotem Stoff
mit goldenen Stickereien trug.
"Noch ein Ifrey?" fragte Gimli erstaunt.
"Da hat sich wohl jemand verspätet", schmunzelte
Gandalf.
Legolas hatte währenddessen das Gefühl, daß er gleich
von dem Baum fiel. Da war sie! Das Mädchen im roten Kleid.
Die kleine schmutzige Hure mit dem Schwert. Nur diesmal bedeckte
diese Uniform sie züchtig vom Hals ab und sie hatte ein Bad
genommen. Auf ihrer Haut sah er keinerlei Schmutzspuren und ihre
schwarzen Locken waren sorgfältig frisiert und glänzten
im Licht.
Er spürte ein Lachen in sich aufschäumen. Er empfand pure
Freude und unendliche Erleichterung bei ihrem Anblick. Alle seine
Fragen schienen beantwortet. Sie war wohlbehalten aus diesem Chaos
entkommen. Sie lebte und saß auf einem Pferd vor ihm. Aber
eine Frage war immer noch offen...
"Bitte nennt uns Euren Namen, Fräulein", forderte
er freundlich.
"Mein Name?" Ihr Pferd schnaubte und tänzelte etwas
zur Seite. Sie ließ die Hand sinken und lächelte schelmisch.
Dann erwiderte sie laut und deutlich: "Asani mo Ifrey ti Yanca
no An vom Clan der Ifreys."
Ende des 4. Kapitels
***********************************************************************
Langer Name, ne?
Und wenn ihr euch fragt, was bitte sind "Birel" und "Merron"
für Namen. Nun, ich habe ein Rezept von Barilla vor mir: Nudeln
mit angemachten Maronen. Die Kreativität geht schon seltsame
Wege... -.-