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Haben und Halten Disclaimer: Mir gehört weder Legolas, Thranduil oder Düsterwald im Allgemeinen, aber Nessa gehört mir, so wie Evelyn, Kes, Malhon und all die anderen Elben die ihr in dieser kleinen fröhlichen Geschichte treffen werdet. Anmerkung der neuen Übersetzerin: Oh mein Gott,
ich wurde mit Reviews überschüttet! (duckt sich und wartet
bis die Luft wieder rein ist) Danke, danke, DANKE! Um meinen Dank auszudrücken
ist hier das 16. Kapitel. Ja, ich denke, wahrscheinlich war Legolas
gar nicht so ein großer Trottel, immerhin ist er verrückt
nach ihr. Vielleicht findet sie das ja bald heraus... Kapitel 31
Das Festival wurde noch um einige weitere Tage verschoben, bis der König Gandalf los wurde, dem die ganze Sache überhaupt nicht gefiel. Aber schließlich schickten wir ihn, seine Zwerge und seinen Dieb zurück über die Berge, und es sah so aus, als könnte das Leben endlich wieder in seinen Normalzustand zurückkehren. Der lang erwartete Morgen brach hell und irgendwie früher als normal an. Aber ich stand nicht mit der Sonne auf. Tatsächlich lungerte ich bis zum späten Morgen in meinem Flett herum. Ich zog mich ohne die Sorgfalt an, die ich sonst üblicherweise für ein Festival walten ließ, und kletterte griesgrämig meinen Baum hinunter, um mich auf den Weg zu den Hallen zu machen. Ich hatte beinahe den Hauptweg erreicht, als ich plötzlich anhielt. Zur Hölle mit allem! Ich war ja vor neun Tagen mit mehr Enthusiasmus in diese Schlacht gerannt! Ich änderte die Richtung und ging stattdessen zur Lichtung, wo ich mich auf dem umgefallenen Baumstamm setzte. Es war lächerlich, so weiter zu machen, ich wollte nicht so weiter machen. Ich wollte so sein wie ich gewesen war, als ich mich über Evies und Kes' Heldentaten bezüglich des anderen Geschlechts amüsiert, mit Freunde Malhon geneckt, und schamlos mit allem männlichen geflirtet hatte, wann immer ich Lust dazu hatte. Von allen Leuten, in die ich hätte hineinrennen können – war es wirklich schon ein Jahr her? - hatte ich gerade in den Kronprinz rennen müssen, und mein ganzes Leben hatte sich um seine eigene Achse gedreht. Im Moment hörte ich die fröhlichen Rufe und das Lachen der rennenden Elben und kauerte mich auf der anderen Seite des Baumstammes nieder um von niemandem entdeckt zu werden. Aber nichtsdestotrotz hörte ich bald das Geräusch leichter Schritte in lockerem Lauftempo auf der Lichtung und biss die Zähne zusammen. Das Wichtigste war nun, nicht in seine verdammten großen braunen Augen zu schauen. Ich stand auf und drehte mich um. Legolas grinste albern und wollte mich in seine Arme ziehen aber ich schubste ihn fort. Er neigte den Kopf fragend zur Seite. „Was ist los, Nessa?“ „Du wirst jemand anderen zum Fangen finden müssen.“ Sagte ich, meinen Blick fest auf seine Nase richtend. Seine Schultern sackten sichtbar zusammen und er machte einen Schritt vorwärts. „Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, du willst mich auf den Arm nehmen.“ „Aber du weißt es besser.“sagte ich, verwundert, dass meine Stimme so sicher klang. „Dies wird nicht passieren, Legolas. Ich will nicht mehr, dass es passiert!“ „Was meinst du?“ fragte er ungläubig. Ich versuchte die Argumente, die in meinem Kopf so logisch erschienen, zu sammeln und in stimmige Sätze zu fassen, mit irgendwie nur mäßigem Erfolg. „Ich will nicht gebunden sein,Legolas, nicht Teil eines Paares sein, ich will Nessa sein und nicht die Hälfte von Nessa und Legolas. Wenn ich gedacht hatte, dass er seinen verzweifelten Dackelblick an mir versuchen würde, so hatte ich mich gründlich getäuscht. Er schaute mich an, als hätte ich den Verstand verloren. Ungeachtet dessen machte ich weiter, versuchte, wenigstens einen kleinen Teil meiner Beweggründe rüberzubringen und scheiterte kläglich. „ ...und wenn es ein „wir“ gibt, gibt es weniger von einem “ich“ und ich könnte niemals mit dir für längere Zeit irgendwohin gehen und – und ich will mein altes Leben zurück“ endete ich lahm. Du meine Güte, das war entsetzlich. Ich wartete, während ich mein Herz gegen den trostlosen Appell dieser tiefgründigen Augen verhärtete, das Versinken des hübschen Gesichtes in Verzweiflung, sein langsames und zögerliches Abwenden. „Was?“ sagte Legolas, mich anstarrend, als sei mir ein zweites Paar Ohren gewachsen. Er hatte offensichtlich kein Wort meines (ungeeigneten) Gefasels verstanden. Ich beschloss, das Ganze stark zu vereinfachen, damit er es begriff. „Es ist aus.“ Sagte ich so laut und deutlich wie ich konnte, allen Ärger des vergangenen Jahres, der auch nur entfernt mit ihm zusammenhing, hervorholend und diese Erinnerung nutzend, Hohn und Sarkasmus in meinen Ton zu legen. Ich winkte mit einer Hand Richtung Pfad. „Geh. Geh und mach dich an Núrenoi ran.“ „Núrenoi hat sich in ihrem Zimmer eingeschlossen.“sagte er. „Niemand hat sie gesehen, bevor wir gingen – Nessa, du kannst das nicht ernst meinen. Aber ich versichere dir, es ist nicht besonders lustig.“ „Es ist mir ernst und ich bin froh, dass du es nicht lustig findest,“sagte ich. „Meine Güte, mal ganz ehrlich Legolas, du bringst mich dazu, merkwürdige Dinge zu tun und das habe ich satt.“ Er schaute beiseite und starrte mich dann mit stählernem Blick an. „Du hasst es, dich nicht unter Kontrolle zu haben, stimmt´s?“ „Entschuldige mal, ich habe mich perfekt unter Kontrolle. Was nicht dir zu verdanken ist.“ „Macht dir das hier Spass ?“schnappte er. „Magst du es, mich zu verletzen? Lachst du innerlich jedes Mal wenn du siehst, dass ich mich still abwende? Genießt du es zu wissen, dass du mit mir umspringen kannst wie du willst, weil du die einzige Frau bist, die ich jemals lieben werde?“ „Es interessiert mich kein bisschen, was du tust,“gab ich zurück, während mein Ärger anschwoll. „Ich kümmere mich um mich, Nessa Redsfoil, und du kannst meinetwegen gehen und dich aufhängen, du fürstliche Blondheit, auch wenn ich es hassen werde zu sehen, wie all die Ladies sich die Augen nach dir ausheulen, weil es keine Greenleaves mehr gibt um ihnen das Bett zu wärmen.“ Das saß. Er reckte das Kinn und seine Augen blitzten. „Nun geh schon und probiere deine königlichen Vorrechte an jeman anderem aus,“ kam ich zum Ende, ihn zum Antworten zwingen wollend. „Ich habe nicht bemerkt, dass du dich auf dem Schlachtfeld um dich gekümmert hast,“ sagte er flach. „Was denkst du denn,warum ich das hier sonst beenden würde?“ schoss ich zurück. „Nur damit ich es endlich in meinen Kopf bekomme, niemals wieder so etwas dummes zu tun.“ „Hast du dir jemals wirklich etwas aus mir gemacht?“ fragte er. Ich kümmerte mich nicht darum, eine Antwort auf diese Frage zu finden. Nicht dass das irgendetwas ausmachte. Mein Temperament ging mit mir durch. „Nicht das kleinste bisschen!“ fauchte ich. „Warum sollte ich? Weil du anhänglich und Mitleid erregend warst? Gut anzufassen?“ „Ich dachte immer, Leute die sich lieben, machen das so! Aber du hast von solchen Dingen keine Ahnung, nicht wahr Nessa, mit einem Herzen aus Stein und einer Gesinnung aus Schlamm? Du wüsstest doch nicht einmal, wie es ist, sich um ein anderes Lebewesen zu kümmern, denn du kennst nichts außer Verachtung und beißender Spottlust. Du weißt nicht, was Wärme ist, du weißt nicht, was Mitgefühl ist und ganz sicher weißt du nicht, was Liebe ist!“ „Du verwöhntes Balg!“ schrie ich, alle Vernunft in den Wind schreibend, „Du Abschaum! Du wehleidiger, königlicher Abfall!“ „Schlampe!“ gab er mit beeindruckender Geschwindigkeit zurück. „Gemeiner, armseliger Wildfang!“ „Hornochse!“ „Dirne!“ „Rüpel!“ „Hure!“ „Ich hasse dich!“ „Ich hasse dich!“ „Fein!“ „Fein!“ „Fein!“ Er wirbelte herum und stolzierte von der Lichtung. Ich plumpste auf den Baumstamm und holte tief und beruhigend Luft. Also wirklich. Mir war klar, was nun von mir erwartet wurde. Aber zur Hölle damit. Ich würde nicht den ganzen Tag in meinem Flett schmollen, nur wegen Legolas. Also ging ich hinauf zu den Hallen und nahm am Festival teil so wie jedes Jahr seit meinem „Nicht-fangen-lassen-Schwur“. Immer noch ungebrochen, dachte ich stolz. Malhon war anwesend, versteckte sich aber wie immer und es machte ihm nichts aus mit mir zu sprechen, obwohl er dabei angestrengt das Thema Flussufer vermied. Kes und Ranok waren zusammen, ebenso Evie und Mihall, also würde es morgen viel zum Ratschen geben. Und was noch besser war, es gab keinerlei Zeichen der Kichererbsen von Mordor. Ich erblickte Denía auf der anderen Seite des Tanzplatzes und erhob mein Glas in ihre Richtung. Sie lächelte und winkte kurz zurück, sah aber verwirrt aus, weil ich allein war. Oh gut. Sie würde es früh genug herausfinden. Ich sah Winara und winkte herzlich – Und da trat Núrenoi in Erscheinung. Ich ließ beinahe mein Getränk fallen, als ich sie sah. Ihre Nase war gut verheilt, wenn man die Umstände in Betracht zog, mit wenigen oder fast keinen Narben, aber offensichtlich war sie nicht mehr so gerade und perfekt wie früher. Es genügt zu sagen, dass immer noch sehr deutlich wurde, dass ihre Nase gebrochen war. Ihre Freundinnen waren hinter ihr, aber ich könnte nicht sagen, ob sie versuchten nicht zu lachen oder nicht zu weinen. Die Versammelten wurden etwas leiser. Da bemerkte ich Legolas, der mit Evie und Mihall zusammensaß und schockiert auf Núrenoi starrte, wie alle anderen auch, während sie langsam zu mir herüberkam. Ich erlaubte mir ein träges Grinsen und erhob mein Glas zu einem stillen Toast. Sie schickte mir einen einzigen wütenden Blick und ging an mir vorbei, die Hände an ihren Seiten zu Fäusten geballt. Mihall lehnte sich zu Evie hinüber und verlangte eine Erklärung. Sie gab diese, denn es gab an diesem Tag nicht eine einzige Frau im Wald, die nicht darüber Bescheid wusste, und ich sah Legolas ungläubig blinzeln, der zurückweichenden Núrenoi kurz nach schauen und dann seinen Blick auf mich heften. Das Feuer, das ihn vorher ergriffen hatte, war erloschen und ich konnte nichts als Zärtlichkeit und Reue in seinen Augen finden. Ich streckte ihm die Zunge heraus und zog los, um mir mehr Wein zu holen.
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