Disclaimer: Mir gehört weder Legolas, Thranduil
oder Düsterwald im Allgemeinen, aber Nessa gehört mir, so
wie Evelyn, Kes, Malhon und all die anderen Elben die ihr in dieser
kleinen fröhlichen Geschichte treffen werdet. Und für alle
die das lesen und denken „was zur Hölle ist los mit dieser
Idiotin von Elbin“, macht euch keine zu großen Sorgen, mir
ging’s genauso, als ich’s geschrieben hab. Also hier für
euch.
Unnötig zu sagen, dass ich danach nicht mehr in
der Laune war, zu feiern, und zog mich bald in meine Räume zurück.
Ich verreigelte die Tür und rollte die Strickleiter auf, denn
dies war die eine Nacht, in der man sicher sein konnte, dass ein Idiot
in seiner weinversursachten Trunkenheit den falschen Baum fand. Am
nächsten Morgen war ich eine der Wenige, die aus ihren Heimen
traten, ohne einen noch immer erregten Partner um den Hals zu haben.
Ich nahm ein Buch und setzte mich unter meinen Baum, mein Lieblingsplatz
zum nachdenken, doch bald schloßen sich mir Evely und Kes an.
„Also, wie war die letzte Nacht?“ fragte ich.
Das rief unterschiedliche Schwärmerei hervor, vor der ich das
meiste nicht hörte. Ich war sehr gut darin geworde, nicht zuzuhören,
wenn Leute mit mir redeten.
„Ich habe gemerkt, dass du früh verschwunden bist - „
begann Kes, dann fiel ihr Blick auf meinen Nacken. „Oh –
ho, aber nicht allein! Evie, sieh dir das an, es scheint, als wäre
die Einzelgängerin letzte Nacht nicht ganz allein gewesen, egal
was sie sagt!“
Woraufhin mein Hals vorsichtig untersucht wurde.
„Was ist es? Was seht ihr euch an?“
Evelyn holte ihren Taschenspiegel heraus und hielt ihn so, dass ich
es sehen konnte. Ich fühlte wie ich vor Scham scharlachrot anlief,
und versuchte, mich wieder zu sammeln.
„Oh, ein Mückenstich.“
„Das ist kein Mückenstich.“ sagte Evelyn. „Das
ist ein Knutschfleck! Und ich könnte schwören – sieht
das nicht aus wie Bissspuren, Kes? Auf ihrem Ohrläppchen, schau,
genau da - „
„Dieser elendige Prinz!“ schrie ich, bevor ich mich zurückhalten
konnte. Oh Mann, jetzt war ich dran.
„Prinz?“ wiederholte Kes.
„Du meinst Legolas?“ rief Evely. „Er hat dir die
gemacht? Oooh, du hast so ein Glück!“
„Wie war es?“ fragte Kes, knallrot vor Neid.
„Es war nichts Besonderes.“ sagte ich. „Gleich
nachdem ihr zwei gegangen wart, noch vor dem Tanz, war er scharf auf
mich. Ich schlug mir den Weg frei und suchte nach Malhon, aber ich
konnte ihn nicht finden, also bin ich heimgegangen. Das ist die ganze
Geschichte.
„Du hast den Prinzen geschlagen?“ fragte Evelyn beeindruckt.
„Wieso?“ quietsche Kes. „Oh, wenn ich es gewesen
wäre ...“
„Ich glaube, er war betrunken.“ log ich. „Ihr wisst
ja, wieviel Wein die alle trinken – er hielt mich wohl für
jemand anderen oder so was in der Art.“
„Das macht doch nichts, du hättest immer noch mit ihm
im Bett landen können.“ sagte Kes. „der schönste
Elb im ganzen Düsterwald ... ich würde töten, um seine
Hände auf mir zu spüren, von seinem Mund ganz zu schweigen!“
„Und Zähne“ murmelte ich, wobei ich in dem sinnlosen
Bestreben, es zu beseitigen über das Mal rieb. „Und Zunge.
Igitt. Na wenigstens hat er mich nicht geküsst.“
Kes fiel bei dem bloßen Gedanken beinah in Ohmacht, also gab
ich auf, und erzählte den Beiden alles. Evelyn musste sich den
Mund zuhalten, um ihr Lachen zu unterdrücken.
„Wirklich? Und er ist dir wieder gefolgt – oh, Nessa,
du kannst wirklich so einfältig sein. Aber er ist offensichtlich
nicht gerannt – ich frage mich warum? Das wirkt ziemlich merkwürdig.“
„Zu beschäftigt mit trinken?“ entgegnete ich. „Er
wird jetzt alles vergessen haben und wieder mit irgendeiner Schlampe
aus den Hallen füßeln.“
„Siehst du, jetzt benimmst du dich eifersüchtig.“
sagte Kes. „Und es ist dein eigener blöder Fehler. Ehrlich
gesagt, ich wäre so schnell auf ihm gewesen, dass er gar nicht
gewußt hätte, wie ihm geschieht - „
„So oder so, Kes“ sagte ich. „Ich denke, das er
sogar fähig gewesen wäre, dir zu entkommen.“
„Schau, Nessa“ sagte Evelyn „Gestern habe ich eine
der Wachen ergattert, Ranok – er ist auch noch absolut herzig
– jedenfalls hat er mich gefragt, ob ich heute kommen und ihn
sehen möchte. Wenn du möchtest,könnte ich ihn bitten,
eine Nachricht weiterzugeben.“
Ich konnte es nicht glauben. Meine zwei besten Freundinnen spielen
Ehestifter für mich und den erben von Düsterwald.
„Ich möchte nicht, aber es ist nett von dir, dass du das
anbietest.“ sagte ich. „Ich lebe in der Hoffnung, dass
er es komplett vergessen hat. Wirklich, Evie, wenn du dagewesen wärst
– es war wirklich nur peinlich. Ich will nie mehr davon sprechen.“
„Nessa, er ist genauso alt wie du,“ fing Kes an, „Er
ist schlichtweg wunderschön, er ist der Sohn des Königs
und er ist total in dich vernarrt. Was könnte eine Elbin noch
wollen?“
„Ich bin nicht in der Stimmung.“sagte ich, die gute alte
Ausrede. „Außerdem, ich glaube wirklich, dass Malhons
Stotterei besser wird.“
„Ach, du.“ ärgerte sie sich.
Auf den zweiten Blick ist Kes recht langweilig, nicht?
Ja, vielleicht versuche ich, ihre Rolle klein zu halten, oder jemanden
einzuarbeiten, der sie umbringt – Legolas vielleicht ... (bösartiges
Grinsen)
Kapitel 4
Anmerkung: Wenn du Lady Rheena, der ursprünglichen
Autorin, Feedback zukommen lassen willst, kannst du das hier
per eMail tun und ihr hier
ein Review hinterlassen. Aber bitte auf Englisch, die gute Frau spricht
kein Deutsch.
Für Feedback an die Übersetzerin Piquedame schick bitte eine
Mail an Pique@OBLonline.de
Die englische Originalfassung der FF findet sich hier
auf fanfiction.net