Disclaimer: Mir gehört weder Legolas, Thranduil
oder Düsterwald im Allgemeinen, aber Nessa gehört mir, so
wie Evelyn, Kes, Malhon und all die anderen Elben die ihr in dieser
kleinen fröhlichen Geschichte treffen werdet. Und für alle
die das lesen und denken „was zur Hölle ist los mit dieser
Idiotin von Elbin“, macht euch keine zu großen Sorgen, mir
ging’s genauso, als ich’s geschrieben hab. Also hier für
euch.
Ich fand Malhon schnell, er versuchte sich in einer
Ecke unsichtbar zumachen, falls ihm etwas absolut schreckliches widerfahren
sollte - das hieß, falls sich ihm eine Frau nähern sollte.
Ich habe noch nie einen so schüchternen Elben gekannt. Er bekam
panische Angst, als er sah wie ich mich ihm näherte, weshalb
meine Begrüßung nur mit Gestotter erwidert wurde.
„Wieder mal ganz allein, Malhon?“
Mehr Gestotter.
„Ich will keinen Anspruch auf dich erheben, dich nicht essen
oder mit dir tanzen.“ Sagte ich. „Es ist ganz sicher.“
Danach beruhigte er sich etwas und ich konnte etwas mit ihm führen,
dass einer normalen Konversation nahe kam. Das Hauptthema war die
Anzahl der Paare, von denen es dieses Jahr scheinbar mehr gab.
„V-v-viele v-v-von den M-m-mädchen st-st-stolperten direkt
v-v-vpr m-mir. „ Sagte Malhon nervös. „Ich m-m-mußte
ü-ü-über sie sp-sp-springen, u-um z-z-zu v-v-vermeiden
eine z-z-zu f-fangen.“
„Also, du bist wohl kaum hässlich.“ Sagte ich ihm.
Es war wahr. Ich könnte mich in ihn verlieben, wenn er nicht
so vollkommen hilflos mit anderen Elben wäre. „Kein Wunder,
dass alle hofften, von dir gefangen zu werden!“
„I-ich w-w-will n-n-nächstes J-j-jahr n-n-icht l-l-aufen.“
Klagte er. Er sagte das Selbe an jedem Fest.
„Nun, die einzige Möglichkeit, wie du da raus kommst,
ist zu heiraten.“
Dieser Vorschlag brachte ihn so durcheinander, dass er wieder Kauderwelsch
stotterte. Ich seufzte und nippte an meinem Drink. Mir war wohl bewusst,
dass das einer vernünftigen Gesellschaft für den Rest des
Abends am Nächsten kam. Dann entdeckte ich meine zwei besten
Freundinnen, Kes und Evelyn, und winkte. Sie verließen ihre
Partner und kamen miteinander redend herüber. Sie nickten Malhon
zu, der irgendetwas stammelte und floh.
„Armer Kerl.“ Sagte Kes. „Jemand sollte ihn wirklich
aus seinem Elend befreien. Du hast eine Gefangenahme wieder vermieden,
nicht wahr?“
„Ja“ sagte ich, klugerweise jedoch entschied ich mich,
nicht von dem Vorfall mit dem Prinz zu erzählen. „Und du
bist wieder vor Benaren hingefallen, stimmt’s?“
„Nein, irgendjemandem von den Wachen. „Aber ich habe
Ulyiss gefunden. Sie sind da drüben und kommen wieder zu Atem.“
Ich sah hinüber zu den zwei Elben, deren Verfassung am Besten
mit verwelkt beschrieben werden konnte. Ich beneidete keine meiner
Freundinnen, das würde später zweifellos eine enttäuschende
Vorstellung werden.
„Sie beobachten nicht gerade jede einzelne eurer Bewegungen.“
sagte ich. „Ich würde wieder hinübergehen, sonst stielt
sie euch noch jemand, der vergessen hat zu stolpern.“
„Oooh, du bist so zynisch, “ sagte Kes „Warum findest
du nicht jemanden für dich selbst?“
„Lieber nicht.“ Sagte ich. „Sie sind alle zu erschöpft,
um noch für irgendwas gut zu sein.“
„Wie es dir beliebt.“ Sagte Evelyn. „Aber zumindest
wärmen sie einem das Bett.“
Ich schnaubte, als sie gingen und sah mich nach Malhon um. Er mochte
etwas verrückt sein, aber er war besser als gar nichts. Stattdessen,
wie auch immer, erblickte ich Legolas über das Gras eilen, unglücklicherweise
auf dem kürzesten Weg zu mir. Schnell gab ich vor, irgendwo anders
hinzusehen, so als hätte ich ihn nicht bemerkt. Nicht, dass es
irgendeinen Unterschied machte. Er setzte sich neben mich und bewegte
sich etwas, so dass sein Bein an meines gepresst war. Damit waren
wir beide uns so nahe, dass ich sein Herz schlagen hörte. Außerdem
erkannte ich, dass es keine Einbildung war – es schlug schneller,
wenn ich ihn ansah.
„Guten Nachmittag, meine Lady.“ Sagte er atemlos.
„Ich bin nicht eure Lady.“ Schnappte ich, nun wahnsinnig
verwirrt von ihm.
„Noch nicht.“ Sagte er mit einem frechen Grinsen. „Aber
der Tag ist noch jung, und die Nacht kommt noch ...“
„Muss ich es euch auf die Stirn gravieren, damit ihr es versteht?“
sagte ich. „ Ich … bin … nicht … interessiert.“
„Noch immer neckt ihr mich.“ Lachte er – du meine
Güte – er glaubte sich wirklich. „Wie viel länger
wollt ihr mich noch durch dieses Zeitalter der Folter schleifen?“
„Unendlich lang.“ brummelte ich. Allem Anschein nach
hörte er nicht zu, er legte seine Arme um meine Taille um mich
näher zu ihm zu ziehen.
„Kennt ihr überhaupt meinen Namen?“ fragte ich.
„Natürlich kenne ich ihn.“ Sagte er. „Du bist
Nessa Redsfoil.“
Das schockte mich so, dass ich aufhörte, mich zu wehren.
„Woher weißt du, wie ich heiße?“
„Weißt du, ich bin der Sohn des Königs. Und es ist
meine persönliche Pflicht die Namen aller hübschen und ungebundenen
Elbinnen im Düsterwald zu kenne. Und du stehst, natürlich,
ganz am Anfang meiner Liste – „
Oh, bitte.
„Damit kannst du keinen zum Narren halten.“ Sagte ich.
„Am allerwenigsten mich. Jetzt geh weg und finde jemanden, der
deiner unerwiderten Liebe wert ist, sonst trete ich dich wieder.“
„Du erniedrigst dich selbst?“ rief er. „Du denkst
– oh! – du denkst du wärst meiner Liebe nicht wert?
Liebste, süße Elbe, nichts könnte weiter von der Wahrheit
entfernt sein! Und sicher schließen meine Wünsche alle
Hemmungen aus, die du haben könntest – wäre ich nicht
dein Prinz, wärest dann du etwas – „ sein Lächeln
wurde etwas schief „ – etwas ermunternder?“
Das war, wie ich zugeben musste, eine gute Frage. Legolas war sehr
viel intelligenter als er im Moment aussah, mit diesem idiotischen
Ausdruck in seinem hübschen Gesicht.
„Ich bezweifle es.“ Sagte ich. „Es ist nichts persönliches,
verstehst du, ich bin nur gerade wirklich nicht in der Stimmung.“
„Vielleicht kann ich da Abhilfe schaffen.“ Murmelte er,
als er seinen Kopf beugte. Ich versuchte, mich zurück zu lehnen,
doch er hatte mich ganz und gar gefangen. Seine Lippen fielen heiß
und hungrig über meinen Hals her. Und ich muss zugeben, dass
seine Berührung so geschickt war, dass ich ernsthaft erwog, nachzugeben
– wenigstens zehn Sekunden lang. Bis sich mein Gesunder Menschenverstand
und Irritation wieder durchsetzten. Ich wölbte meinen Hals so
weit weg von seinem forschenden Mund, wie ich konnte. Aber ich glaube,
dass er das unglücklicherweise als Vergnügen missverstand.
Seine Zunge leckte aufreizend an meiner Kinnlinie entlang, dann sanfte
Bisse, bis er an der sensiblen Haut hinter meinem rechten Ohr saugte.
Ich machte eine Art von stranguliertem und ärgerlichem Laut,
der, wie ich sicher war, absolut lächerlich geklungen haben muss.
Aber das hatte nur zur Folge, dass er mich noch fester hielt und mit
seinen Zähnen leicht an meinem Ohrläppchen zog. Ich drehte
mich in seiner Umarmung, schlug mit beiden Beinen gleichzeitig aus
und hämmerte mit meinen Händen gegen seine Brust, bis sich
sein Griff nachließ und ich mich davon schlängeln konnte.
„Du folterst mich“ keuchte Legolas. „Bitte, nicht
mehr – „ er griff wider nach mir.
„Geh weg von mir!“ kreischte ich. „Ich bin nicht
interessiert! Und ich will sicher nicht den Rest der Nacht damit verbringen,
von dir in mehrfacher Weise belästigt zu werden!“
Ich floh dann endgültig und verlor mich in dem glücklichen
Gedränge von Elben Paaren. Warum zum Teufel versuchte Legolas
so verzweifelt, mich herumzukriegen? Ich hatte ihn noch niemals vorher
getroffen! Und sicher gab es jede Menge sehr viel kooperativer Mädchen,
die über eine solche Beachtung durch den Prinzen glücklich
wären. Warum verschwendete er Zeit mit mir, wo doch so offensichtlich
war, das ich kein Interesse hatte? War er schwachsinnig oder was?
Mag eigentlich irgendjemand Nessa? Woah, ich glaube,
sie ist ein Miststück. Aber Legolas lechzt nach ihr, was glaube
ich das Wichtigste ist. Kennt ihr das Gefühle, wenn ihr gerne
ein Charakter in eurer FF wärt? Ich denke, ich wäre gerne
sie.
Kapitel 3
Anmerkung: Wenn du Lady Rheena, der ursprünglichen
Autorin, Feedback zukommen lassen willst, kannst du das hier
per eMail tun und ihr hier
ein Review hinterlassen. Aber bitte auf Englisch, die gute Frau spricht
kein Deutsch.
Für Feedback an die Übersetzerin Piquedame schick bitte eine
Mail an Pique@OBLonline.de
Die englische Originalfassung der FF findet sich hier
auf fanfiction.net