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Haben und Halten
eine Fanfiction von Lady Rheena, übersetzt von Piquedame

Disclaimer: Mir gehört weder Legolas, Thranduil oder Düsterwald im Allgemeinen, aber Nessa gehört mir, so wie Evelyn, Kes, Malhon und all die anderen Elben die ihr in dieser kleinen fröhlichen Geschichte treffen werdet. Und für alle die das lesen und denken „was zur Hölle ist los mit dieser Idiotin von Elbin“, macht euch keine zu großen Sorgen, mir ging’s genauso, als ich’s geschrieben hab. Also hier für euch.

Kapitel 2

Die falsche Idee

Ich fand Malhon schnell, er versuchte sich in einer Ecke unsichtbar zumachen, falls ihm etwas absolut schreckliches widerfahren sollte - das hieß, falls sich ihm eine Frau nähern sollte. Ich habe noch nie einen so schüchternen Elben gekannt. Er bekam panische Angst, als er sah wie ich mich ihm näherte, weshalb meine Begrüßung nur mit Gestotter erwidert wurde.

„Wieder mal ganz allein, Malhon?“

Mehr Gestotter.

„Ich will keinen Anspruch auf dich erheben, dich nicht essen oder mit dir tanzen.“ Sagte ich. „Es ist ganz sicher.“

Danach beruhigte er sich etwas und ich konnte etwas mit ihm führen, dass einer normalen Konversation nahe kam. Das Hauptthema war die Anzahl der Paare, von denen es dieses Jahr scheinbar mehr gab.

„V-v-viele v-v-von den M-m-mädchen st-st-stolperten direkt v-v-vpr m-mir. „ Sagte Malhon nervös. „Ich m-m-mußte ü-ü-über sie sp-sp-springen, u-um z-z-zu v-v-vermeiden eine z-z-zu f-fangen.“

„Also, du bist wohl kaum hässlich.“ Sagte ich ihm. Es war wahr. Ich könnte mich in ihn verlieben, wenn er nicht so vollkommen hilflos mit anderen Elben wäre. „Kein Wunder, dass alle hofften, von dir gefangen zu werden!“

„I-ich w-w-will n-n-nächstes J-j-jahr n-n-icht l-l-aufen.“ Klagte er. Er sagte das Selbe an jedem Fest.

„Nun, die einzige Möglichkeit, wie du da raus kommst, ist zu heiraten.“

Dieser Vorschlag brachte ihn so durcheinander, dass er wieder Kauderwelsch stotterte. Ich seufzte und nippte an meinem Drink. Mir war wohl bewusst, dass das einer vernünftigen Gesellschaft für den Rest des Abends am Nächsten kam. Dann entdeckte ich meine zwei besten Freundinnen, Kes und Evelyn, und winkte. Sie verließen ihre Partner und kamen miteinander redend herüber. Sie nickten Malhon zu, der irgendetwas stammelte und floh.

„Armer Kerl.“ Sagte Kes. „Jemand sollte ihn wirklich aus seinem Elend befreien. Du hast eine Gefangenahme wieder vermieden, nicht wahr?“

„Ja“ sagte ich, klugerweise jedoch entschied ich mich, nicht von dem Vorfall mit dem Prinz zu erzählen. „Und du bist wieder vor Benaren hingefallen, stimmt’s?“

„Nein, irgendjemandem von den Wachen. „Aber ich habe Ulyiss gefunden. Sie sind da drüben und kommen wieder zu Atem.“

Ich sah hinüber zu den zwei Elben, deren Verfassung am Besten mit verwelkt beschrieben werden konnte. Ich beneidete keine meiner Freundinnen, das würde später zweifellos eine enttäuschende Vorstellung werden.

„Sie beobachten nicht gerade jede einzelne eurer Bewegungen.“ sagte ich. „Ich würde wieder hinübergehen, sonst stielt sie euch noch jemand, der vergessen hat zu stolpern.“

„Oooh, du bist so zynisch, “ sagte Kes „Warum findest du nicht jemanden für dich selbst?“

„Lieber nicht.“ Sagte ich. „Sie sind alle zu erschöpft, um noch für irgendwas gut zu sein.“

„Wie es dir beliebt.“ Sagte Evelyn. „Aber zumindest wärmen sie einem das Bett.“

Ich schnaubte, als sie gingen und sah mich nach Malhon um. Er mochte etwas verrückt sein, aber er war besser als gar nichts. Stattdessen, wie auch immer, erblickte ich Legolas über das Gras eilen, unglücklicherweise auf dem kürzesten Weg zu mir. Schnell gab ich vor, irgendwo anders hinzusehen, so als hätte ich ihn nicht bemerkt. Nicht, dass es irgendeinen Unterschied machte. Er setzte sich neben mich und bewegte sich etwas, so dass sein Bein an meines gepresst war. Damit waren wir beide uns so nahe, dass ich sein Herz schlagen hörte. Außerdem erkannte ich, dass es keine Einbildung war – es schlug schneller, wenn ich ihn ansah.

„Guten Nachmittag, meine Lady.“ Sagte er atemlos.

„Ich bin nicht eure Lady.“ Schnappte ich, nun wahnsinnig verwirrt von ihm.

„Noch nicht.“ Sagte er mit einem frechen Grinsen. „Aber der Tag ist noch jung, und die Nacht kommt noch ...“

„Muss ich es euch auf die Stirn gravieren, damit ihr es versteht?“ sagte ich. „ Ich … bin … nicht … interessiert.“

„Noch immer neckt ihr mich.“ Lachte er – du meine Güte – er glaubte sich wirklich. „Wie viel länger wollt ihr mich noch durch dieses Zeitalter der Folter schleifen?“

„Unendlich lang.“ brummelte ich. Allem Anschein nach hörte er nicht zu, er legte seine Arme um meine Taille um mich näher zu ihm zu ziehen.

„Kennt ihr überhaupt meinen Namen?“ fragte ich.

„Natürlich kenne ich ihn.“ Sagte er. „Du bist Nessa Redsfoil.“

Das schockte mich so, dass ich aufhörte, mich zu wehren.

„Woher weißt du, wie ich heiße?“

„Weißt du, ich bin der Sohn des Königs. Und es ist meine persönliche Pflicht die Namen aller hübschen und ungebundenen Elbinnen im Düsterwald zu kenne. Und du stehst, natürlich, ganz am Anfang meiner Liste – „

Oh, bitte.

„Damit kannst du keinen zum Narren halten.“ Sagte ich. „Am allerwenigsten mich. Jetzt geh weg und finde jemanden, der deiner unerwiderten Liebe wert ist, sonst trete ich dich wieder.“

„Du erniedrigst dich selbst?“ rief er. „Du denkst – oh! – du denkst du wärst meiner Liebe nicht wert? Liebste, süße Elbe, nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein! Und sicher schließen meine Wünsche alle Hemmungen aus, die du haben könntest – wäre ich nicht dein Prinz, wärest dann du etwas – „ sein Lächeln wurde etwas schief „ – etwas ermunternder?“

Das war, wie ich zugeben musste, eine gute Frage. Legolas war sehr viel intelligenter als er im Moment aussah, mit diesem idiotischen Ausdruck in seinem hübschen Gesicht.

„Ich bezweifle es.“ Sagte ich. „Es ist nichts persönliches, verstehst du, ich bin nur gerade wirklich nicht in der Stimmung.“

„Vielleicht kann ich da Abhilfe schaffen.“ Murmelte er, als er seinen Kopf beugte. Ich versuchte, mich zurück zu lehnen, doch er hatte mich ganz und gar gefangen. Seine Lippen fielen heiß und hungrig über meinen Hals her. Und ich muss zugeben, dass seine Berührung so geschickt war, dass ich ernsthaft erwog, nachzugeben – wenigstens zehn Sekunden lang. Bis sich mein Gesunder Menschenverstand und Irritation wieder durchsetzten. Ich wölbte meinen Hals so weit weg von seinem forschenden Mund, wie ich konnte. Aber ich glaube, dass er das unglücklicherweise als Vergnügen missverstand. Seine Zunge leckte aufreizend an meiner Kinnlinie entlang, dann sanfte Bisse, bis er an der sensiblen Haut hinter meinem rechten Ohr saugte. Ich machte eine Art von stranguliertem und ärgerlichem Laut, der, wie ich sicher war, absolut lächerlich geklungen haben muss. Aber das hatte nur zur Folge, dass er mich noch fester hielt und mit seinen Zähnen leicht an meinem Ohrläppchen zog. Ich drehte mich in seiner Umarmung, schlug mit beiden Beinen gleichzeitig aus und hämmerte mit meinen Händen gegen seine Brust, bis sich sein Griff nachließ und ich mich davon schlängeln konnte.

„Du folterst mich“ keuchte Legolas. „Bitte, nicht mehr – „ er griff wider nach mir.

„Geh weg von mir!“ kreischte ich. „Ich bin nicht interessiert! Und ich will sicher nicht den Rest der Nacht damit verbringen, von dir in mehrfacher Weise belästigt zu werden!“

Ich floh dann endgültig und verlor mich in dem glücklichen Gedränge von Elben Paaren. Warum zum Teufel versuchte Legolas so verzweifelt, mich herumzukriegen? Ich hatte ihn noch niemals vorher getroffen! Und sicher gab es jede Menge sehr viel kooperativer Mädchen, die über eine solche Beachtung durch den Prinzen glücklich wären. Warum verschwendete er Zeit mit mir, wo doch so offensichtlich war, das ich kein Interesse hatte? War er schwachsinnig oder was?

Mag eigentlich irgendjemand Nessa? Woah, ich glaube, sie ist ein Miststück. Aber Legolas lechzt nach ihr, was glaube ich das Wichtigste ist. Kennt ihr das Gefühle, wenn ihr gerne ein Charakter in eurer FF wärt? Ich denke, ich wäre gerne sie.

Kapitel 3

Anmerkung: Wenn du Lady Rheena, der ursprünglichen Autorin, Feedback zukommen lassen willst, kannst du das hier per eMail tun und ihr hier ein Review hinterlassen. Aber bitte auf Englisch, die gute Frau spricht kein Deutsch.
Für Feedback an die Übersetzerin Piquedame schick bitte eine Mail an Pique@OBLonline.de
Die englische Originalfassung der FF findet sich hier auf fanfiction.net





 

 

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