Disclaimer: Alle Charaktere gehören ihren rechtmäßigen
besitzern, uns gehört nichts.
Freund oder Feind
Der Angriff endete schlagartig, als die ersten Reihen der Orks einfach
tot zu Boden fielen. Ihre Hintermänner standen bewegungslos um
ihre Toten herum, sahen ratlos zu den Bergen herauf und suchten vergebens
die Schützen. Ein kaum vernehmbares Zischen war zu hören
und eine weitere Reihe von Orks sank röchelnd auf die Knie und
stieß erstickte Schreie aus. Panisches Kreischen hallte zu den
Gefährten hinauf und sie atmeten erleichtert auf, als
sie sahen, dass die Orks in alle Richtungen flohen und sich verstreuten.
Erst jetzt konnten Aragorn, Belag und die Hobbits erkennen, dass Pfeile
in den Kehlen der Feinde steckten. Sie waren alle in einem Grauton,
der sie im Hintergrund der Berge praktisch unsichtbar machte.
„Grund Gütiger, die Legende ist wahr!“ hörten
sie Meradeths Stimme wispern.
Alle Augen folgten seinem Blick.
„Was soll da denn sein? Ich sehe nur Felsen und Berge“,
wollte Pippin wissen, der ganz verwirrt in die Runde schaute.
„Es sind Schatten, direkt am Flügel des Drachen“,
erklärte Aragorn, aber bis auf die beiden Elben sahen sich auch
die anderen nur ratlos um.
Es waren tatsächlich kaum mehr als dunkle Schatten, aber so schnell
sie sich auch zeigten, so waren sie auch schon wieder verschwunden.
Legolas horchte auf, schritt aber kein Stück zurück. Obwohl
er fühlte, dass sie auf sie zukamen war da nichts Böses.
Er konnte an die Zwanzig zählen.
Merry schrie auf vor Schreck, als eine dieser seltsamen grauen Gestalten
direkt neben ihm auftauchte. Doch anstatt einer Klinge oder einem
Pfeil legte sich nur eine besänftigende Hand auf seine Schulter.
Da der Hobbit nicht aufhörte zu zittern und immer mehr Furcht
in seine Augen schoss, nahm das Wesen wieder einen Schritt Abstand.
Die Kapuze wurde soweit zurückgezogen, dass man zumindest ein
Gesicht im Schatten erkennen konnte. Merry beruhigte sich zusehends
und allen wurde klar, dass es kein Ork oder sonst etwas grausiges
sein musste. Trotz, dass alle Anspannung aus seinen Schultern wich,
war Merry nicht in der Lage auch nur ein Wort zu sprechen. Verwunderung
und Staunen war in seinem Gesicht mehr als deutlich zu lesen.
Erst in diesem Moment wich Legolas etwas von Gimlis Seite.
Er sah auf die Gestalt vor ihm. Eigentlich konnte er nur einen bis
zum Boden reichenden langen grauen Mantel sehen, welcher aus einem
sehr feinen und leichten Stoff bestand. Dieser erinnerte ihn an den
Umhang, den er auf seiner Reise, als Mitglied der Gemeinschaft des
Ringes in Lothlorien bekommen hatte. Die Kapuze war zwar immer noch
tief ins Gesicht gezogen, doch er konnte dieses schemenhaft erkennen.
Es war eindeutig weiblich und zart . Der Prinz wurde von einem funkelnden
Augenpaar neugierig gemustert. Sein Blick wanderte weiter über
die Gestalt abwärts. Die Ärmel fielen ihr bis über
die Finger, welche in passenden Handschuhen steckten. Sie waren ebenfalls
schmal und zierlich, doch gleichzeitig auch kraftvoll. Der Bogen den
sie bei sich hatte, war Mann groß und auch mit dem grauen Tuch
umbunden. Die Verhältnismäßig langen Pfeile waren
kaum zu sehen.
Er spürte kein Missbehagen, sondern zu seiner Verwunderung starke
Vertrautheit. Eine freudige Ahnung machte sich in seinem Herzen breit.
„Wie können wir uns für eure Rettung bedanken?“,
fragte der Prinz mit freundlichem Tonfall.
„Wer seid ihr und was habt ihr hier in den dunklen Ebenen zu
suchen?“ ignorierte die Gestalt seine Frage.
Legolas Beherrschung versagte, als er die feste und doch harmonisch
weibliche Stimme hörte. Sein Mund stand offen und sah wie erstarrt
auf das Wesen vor ihm. Er war zu keiner Antwort fähig, als ihm
klar wurde, dass diese Frau eindeutig vom elbischen Volk war und er
bereits ihre Bekanntschaft gemacht hatte.
„Sprecht“, mahnte sie nun in einem Dringären Ton.
„Bitte verzeiht, dass wir ungefragt in euer Land eingedrungen
sind, aber uns blieb keine Wahl, wie ihr seht“, antwortete Aragorn,
der als erster seine Sprache wieder gefunden hatte und mit einer Handbewegung
in Richtung der toten Orks zeigte.
„Nun gut, aber das beantwortet nicht meine Frage!“, kam
es nur zurück.
„Mein Name ist Legolas Grünblatt Sohn von Thranduil, dem
König der Elben des nördlichen Düsterwaldes“,
der Prinz hatte sich wieder unter Kontrolle und stellte nun alle nach
einander vor. Als letztes zeigte er auf den Zwerg am Boden. „Dies
ist Gimli Gloins Sohn vom Einsamen Berg. Er wurde schwer verwundet.
Wir sind nicht in der Lage ihn ordentlich zu versorgen. Könnt
ihr….“.
Noch bevor er weiter sprechen konnte, sank das Wesen zu Boden und
begutachtete die Schwere der Wunde. Ein kleines Trinkfläschchen
kam zum Vorschein und eine bernsteinfarbene Flüssigkeit wurde
dem Zwerg in den Mund gegossen. Augenblicke später regten sich
seine Lebensgeister wieder.
„Wir sind auf der Suche nach einem Elbenvolk, das in diesen
Östlichen Hochebenen leben soll“, plapperte Merry lauthals
dazwischen. Er hatte im Gegensatz zu Legolas, nicht den leisesten
Verdacht.
„Und was glaubt ihr dort zu finden?“ schmetterte diesmal
eine männliche Stimme zurück „Ich habe nie von Elben
gehört, die auf Schatzsuche sind und dann noch in einer so seltsamen
gemischten Gruppe!“
„Wir sind nicht auf der Suche nach Schätzen! Meine Heimat
ist in Gefahr und ich wurde gesandt, um einen Gefallen zu erbitten“,
zischte Legolas, dessen Geduld langsam schwand.
„Könnt ihr uns zu diesem Volk führen?“
„Könnten wir vielleicht auch erfahren, mit wem wir die
Ehre haben“, murrte Belag ironisch dazwischen, der sämtliche
Geduld verloren hatte.
„Mein Name ist Aryalon“, antwortete der Elb schlicht „Was
für einen Gefallen wollt ihr denn erbitten?“
„Diese Bitte ist allein für einen Elben namens Geritor!“
blieb der Elbenprinz stur „Wist ihr nun wo ich dieses Volk finden
kann?“
Die Gestalt schwieg lange, nickte dann aber zustimmend.
Dann drehte er sich um und sprach in einer rauen Sprache zu einigen
der Wachen über ihnen. Fünf von ihnen wandten sich ab und
verschwanden genau so lautlos wie sie gekommen waren unter einem der
Felsüberhänge.
In dieser seltsamen schroffen Sprache waren einige entfernte elbische
Ansätze zu hören, doch ließ sie ihnen kalte Schauer
über den Rücken laufen.
„Verdammt das tut weh“, brummte es von ihren Füssen
und holte sie aus ihren Gedanken zurück.
„Wenn ihr zulasst, dass die Wunde aufhört zu bluten, würde
es auch nicht mehr so weh tun“, zischte die weibliche Gestalt
zurück.
„ Der Verband löst sich ja ständig, wie soll es da
auch aufhören“, knurrte Gimli weiter.
„Bleibt halt einmal ruhig liegen, dann könnte ich ihn auch
straf ziehen“, zischte es erneut, dann fasste sie Gimli bei
den Schultern und drückte ihn unsanft aber dennoch vorsichtig
auf den Boden zurück.
Der Zwerg öffnete den Mund um zu protestieren, aber außer
einem brummenden Ton kam nichts weiter heraus. Gimli kam diese Art
in der sie mit ihm umsprang sehr bekannt vor!
„Na bitte, geht doch“, grinste das Mädchen, während
sie die Leinen fester um die Rippen des Zwerges zog.
Ihr Patient zog dabei scharf den Atem ein, doch nicht ein Laut war
zu vernehmen.
„Woher kommt ihr? Aus dem Düsterwald? “wollte er
wissen und fragte sich insgeheim ob es wirklich sein könnte.
Gimli hatte in den letzten Jahren viel Zeit in der Heimat seines elbischen
Freundes verbracht und hatte diese Art wie sie sich aufführten
besser mitbekommen als ihm lieb war. Auch sie hatte diesen einzigartigen
unnachgiebigen Nachdruck in ihrer Stimme.
Legolas der amüsiert dieses herrliche Spektakel verfolgt hatte,
fiel auf dass, dieses ihn noch immer bezaubernde weibliche Wesen bei
der Frage für einen kurzen Moment erstarrte. Es kam ihn vor,
als wenn ein Anflug von Unsicherheit über sie fuhr, aber ihre
Selbstsicherheit kehrt umgehend wieder.
„Wir haben nicht mehr viel Zeit“, rief es über ihnen.
Die Gruppe, welche vor ein paar Minuten in den Felsen verschwunden
war, kam wieder zum Vorschein. Sie hatten Mäntel in ihren Armen,
gleich denen die sie trugen. Jedem wurde einer über die Schultern
gelegt. Die Hobbits waren erstaunt, dass ihre wie angegossen passten.
Sie zogen sich die Kapuzen tief ins Gesicht und machten sich begeistert
„unsichtbar“.
Ein lautes und ihnen nur zu gut bekanntes Geschrei drang über
die Ebene.
„Die Orks haben sich wieder gesammelt und dieses mal werden
sie sich nicht so einfach verscheuchen lassen“, rief Aryalon
ihnen zu.
Legolas musste Gimli stützen, da er sich alleine kaum auf den
Beinen halten konnte. Das Mädchen ging schweigend und wachsam
hinter ihnen her, aber schon nach ein paar Schritten schüttelte
sie leicht den Kopf. In derselben rauen Sprache rief sie den Führenden
etwas zu und deutete auf Gimli. Sie schien besorgt zu sein. Ein Nicken
war anscheinend ihre Antwort und ohne eine Erklärung zu bekommen,
wurde die kleine Gruppe weitergeführt.
Legolas war dankbar, das man seinem Freund geholfen hatte, doch es
war recht ungewöhnlich, das Elben einem Zwerg so selbstverständlich
halfen. Legolas war bewusst, dass Gimli jetzt eigentlich viel Ruhe
brauchte und dieser Marsch alles andere als gut für ihn war.
Es blieb ihnen aber kaum eine Wahl, es war die einzige Chance und
der Zwerg wusste das!
Als sie unter dem Drachenflügel hindurchgingen, sahen sie eine
Art Grotte vor sich, welche tief in den Berg hinein zu führen
schien. Kaum das der Eingang hinter ihnen verschwunden war, hatten
selbst die beiden Elben Mühe sich zu Recht zu finden.
„AUTSCH!“, schrie Pippin als er über etwas Hartes
stolperte. Doch noch bevor er zu Boden fiel, fingen ihn ein paar starke
Arme auf.
„Seid vorsichtig!“ flüsterte sein Helfer kaum hörbar.
Das Echo schallte noch lange durch die Gänge und alle Augen waren
mit einmal entsetzt auf ihn gerichtet und Aragorn schüttelte
nur seinen Kopf. Irgendwie kam dem Hobbit das alles sehr bekannt vor
und selbst seine Ohren liefen knallrot an.
Ein leichter Silberschein leuchtete auf, als ihre Führer kleine
kunstvoll gearbeitete Lämpchen hervorholten. Diese waren kaum
größer als eine Hand und gaben auch kein wirkliches Licht
ab, aber man konnte zumindest ungefähr erkennen, in welche Richtung
es ging.
Schweigend liefen sie weiter.
Selbst Aragorn, der eigentlich ein sehr gutes Zeitgefühl hatte,
konnte nicht mehr sagen, wie lange sie schon unterwegs waren.
Alle waren erschöpft und selbst Meradeth und Legolas hätten
gegen eine kurze Rast nichts einzuwenden gehabt, doch es ging ohne
Pause und in einem sehr eiligen Tempo weiter. Ein endlos scheinender
Irrgarten erstreckte sich vor ihnen.
Ein Grollen und Trampeln wurde immer lauter und klang bald schon sehr
nah.
„Verdammt, sie haben uns gefunden“, sagte die harte männliche
Stimme äußerst wütend und blickte durchbohrend auf
Pippin, der erneut spürte, dass seine Ohren wieder brannten.
Abermals verschärfte sich ihr Schritt.
So sehr Gimli auch versuchte sich zusammen zu reißen, er konnte
nicht mehr mithalten und brach trotz Legolas stützender Arme
kraftlos zusammen.
Bevor er auf einem der überall liegenden Steine aufschlug, wurde
von der Elbe aufgefangen, die nicht von seiner anderen Seite gewichen
war.
„Himmels Willen, Gimli“, der Elb sank auf die Knie und
Furcht zog sich in seinen Blick.
„Wir müssen weiter“, drängte ihr Führer.
„Ich lasse ihn nicht zurück, das kommt gar nicht in Frage!“
fuhr Legolas hoch und auch alle anderen seiner Gefährten stimmten
geschlossen zu.
Das weibliche Wesen war anscheinend auf ihrer Seite, aber die Gefährten
konnten nicht verstehen was sie und Aryalon miteinander sprachen.
Nach einem kurzen Disput nickte der Mann zögernd und wandte sich
zum Gehen.
„Euer Freund wird einen anderen Weg gehen, seid unbesorgt! Aber
nun kommt“, versuchte Aryalon die aufgebrachten Fremden zu beruhigen.
Das Grölen war schon sehr nah und man konnte jetzt schon die
Stimmen hören, die nicht gerade positive klangen.
Legolas sah sich ein letztes Mal zu Gimli um. Die Elbe nickte dem
Prinzen beschwichtigend zu und aus einem Grund, den er selbst nicht
erklären konnte, vertraute er ihr. Eine der Wachen half ihr den
halb ohnmächtigen Zwerg in einen kleinen Gang zu tragen und verschwand
so aus seinem Blickfeld.
Sie kamen an eine tiefe Schlucht. Der dichte Nebel, der aus ihr hervorquoll,
ließ sie nur ahnen, dass es wahrscheinlich sehr tief hinunter
ging. Es war kein Pfad oder sonst ein anderer Übergang zu finden.
Die Schlucht war so breit wie der Anduin. Selbst für einen Elben
wäre ein Sprung unmöglich gewesen.
„Toll und wie sollen wir nun da rüber kommen“ knurrte
Belag, dessen Laune sich immer noch nicht verbessert hatte.
Er sollte keine Erklärung bekommen.
Aryalon stieß einen leisen melodischen Pfiff aus, der sogleich
beantwortet wurde.
Ein ebenfalls „unsichtbares“ Wesen kam vor und warf ein
Seil zu ihnen herüber, an dem eine Art Strickleiter angebracht
war. Sie wurde zwischen zwei Steinen befestigt, während ein weiters
einfaches Seil zu ihnen geworfen wurde. Pippin staunte nicht schlecht,
als die Wesen über das Seil liefen, als wäre es die breiteste
Brücke. So etwas hatte er bis jetzt nur einmal gesehen. Das war
in Lothlorien .Es mussten also Elben sein.
„Beeilt euch, aber seid vorsichtig“, flüsterte Aryalon
ihnen leise aber bestimmend zu.
Es blieb ihnen auch kaum eine Wahl.
Einer nach dem anderen gingen die beiden Menschen und Hobbits über
die wackelige, aber doch stabile Strickleiter, wobei nur Merry sein
Blick nicht von dem Nebel unter seinen Füßen ablassen konnte
und sogar einmal stehen blieb. Er klammerte sich panisch an die beiden
Seile, welche sich in Höhe seiner Schultern befanden und weigerte
sich stur auch nur noch einen Fuß vor den anderen zu setzten.
Das wieder immer lauter werdende Geschreie war dann aber doch schließlich
Ansporn genug für ihn, um weiterzugehen!
Währenddessen wurde das Seil schon wieder zusammengerollt.
Die letzte Gestalt auf der anderen Seite, welche eine der Wachen war,
bekam von Aryalon einen Befehl, den die Gefährten wieder nicht
verstanden. Diese nickte nur und machte die Brücke auf ihrer
Seite los und warf sie zurück, bevor sie kehrtmachte und verschwand.
Sie versteckten sie hinter einem Felsen. Kaum, dass sie in Deckung
waren, stürmten auch schon die Orks auf die Schlucht zu. Die
Ersten stürzten in die Tiefe und außer einem Schrei war
nichts mehr von ihnen zu hören oder zu sehen. Diejenigen die
es geschafft hatten zum Stehen zu kommen, schossen vergebens noch
ein paar Pfeile ab. Aryalon machte sich nicht die Mühe, das Feuer
zu erwidern, da sie in ihren Verstecken sicher waren und keiner ihrer
Gegner die Chance hatte sich weiter zu nähern.
Ein erleichtertes Lachen ging nun umher und sie setzten ihren Marsch
fort, als die Orks resigniert hatten und den Rückweg angetreten
waren.
Die Gänge wurden breiter und waren bei weitem nicht mehr so Furcht
einflößend. Sogar Fackeln waren von Zeit zu Zeit angebracht
und gaben den Gefährten etwas Licht. Eine kurze Weile später
merkten sie, dass das Licht weiter zunahm und die ersten Sonnenstrahlen
wurden wie ein Stern in der Nacht sichtbar.
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„Warum muss ein Zwerg nur so schwer sein“, knurrte das
Mädchen, als sie zusammen mit ihrem Helfer Gimli in eine kleine
Seitenhöhle schleppt. Sie setzten sich in eine Ecke und drückten
sich an die Wand.
„Seid ruhig, egal wie nahe sie uns auch kommen und bewegt euch
nicht“, wurde Gimli angewiesen, als sie wieder ihre Kapuze etwas
zurückzog.
„Als wenn ich gerade in der Lage wäre in eine Schlacht
zu ziehen“, brummte er leise missmutig zurück.
Schon wieder war dieses seltsam vertraute Lächeln in ihren Mundzügen
und er konnte zum ersten Mal ihr ganzes Gesicht sehen. Zwei grüne
Augen blickten ihn freundlich an und er konnte deutlich ihre Ohren
erkennen. Ihre spitzen Ohren.
„Ein Elb, was auch sonst“, stöhnte Gimli.
Doch sie zog den Mantel wieder ruckartig vor und das Lämpchen
erlosch, als ein gut bekanntes Geräusch hörbar wurde.
Die Orks schienen direkt an ihnen vorbeizugehen, denn die Drei konnten
noch das Stampfen ihrer Schritte fühlen.
Sie wurden nicht entdeckt.
Der Zwerg kauerte sich noch tiefer in die Felsen, doch die Geräusche
wurden immer leiser obwohl sie keine fünf Meter neben ihnen her
trampelten.
Langsam verlor er vor Erschöpfung und Blutverlust das Bewusstsein.
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