OBL als Startseite | Lesezeichen setzen Deutschlands größte Orlando Bloom, Legolas und Will Turner Seite - die beste Adresse zum Thema. Bilder, Downloads, Artikel, Community und noch vieles mehr
 


Dienen

-eine Fanfiction von Gillian

Disclaimer:
Alle Charaktere Tolkiens gehören Tolkien. Alle Orte und historischen Ereignisse aus Tolkiens Welt gehören Tolkien. Ich verdiene mit dieser Geschichte kein Geld. Allerdings erhebe ich Anspruch auf das Urheberrecht aller meiner eigenen Charaktere, Orte und Handlungen. Ich möchte gefragt werden, bevor sie für eine andere Geschichte weiterverwendet werden.


~ ~ ~ Kapitel 17 ~ ~ ~
„Herz zu verschenken“

 

Shanya rannte. Sie rannte und rannte, doch mit jedem Meter kam er näher. Sie schrie vergeblich um Hilfe, denn niemand half ihr. Tränen liefen über ihr Gesicht, als er sie zu Boden riss.

„Nein, bitte, lass mich.“ Sie flehte, doch ihr Onkel lachte nur.

Unbarmherzig zog er sie hoch und schleppte sie in die Mitte des Dorfes. Dort schleuderte er sie zu Boden.
Angstvoll blickte sie zu ihm auf: „Bitte, lass mich gehen.“

Thramos schien einen Moment zu überlegen und sie schöpfte etwas Hoffnung. Doch dann, plötzlich, zog er sein Schwert und rammte es ihr mit aller Kraft in den Bauch.

Shanya schrie…

~ * ~ * ~

… und erwachte schweißnass in ihrem Bett. Während sie verzweifelt versuchte, zu verstehen, was so eben geschehen war, flog ihre Zimmertür auf und Legolas stürmte ins Zimmer. Er hatte anscheinend auch schon im Bett gelegen. Er trug nur eine weite Hose und seine Haare waren offen.

Legolas sah sich im Zimmer um, begriff aber sofort, dass Shanya nur geträumt hatte. Er setzte sich zu ihr aufs Bett und nahm sie in die Arme. Sie zitterte heftig und schluchzte.

„Ganz ruhig, es war nur ein Traum, Shanya. Es geschieht dir nichts, beruhige dich.“ Legolas wog die Halbelbin, die langsam ihre Erinnerung wieder fand und begriff, dass sie in Minas Tirith in Sicherheit war, in seinen Armen hin und her.

Nach einer Weile sah er sie an: „Geht’s wieder?“
Shanya nickte.

„Gut. Dann geh ich mal wieder rüber.“ Legolas drückte ihr einen kurzen Kuss auf die Lippen und wollte sich erheben.
Doch Shanya schloss die Arme um ihn und sah ihn an: „Nein, bitte. Geh nicht. Bleib. Ich… ich möchte jetzt nicht alleine sein.“

Legolas sah sie erstaunt an: „Bist du sicher?“
Shanyas zögerliches Nicken war ihm Antwort genug und er kletterte zu ihr ins Bett. Rasch zog er sie in seine Arme und drückte sie fest an sich.

So lagen die Beiden lange Zeit nebeneinander. Shanyas Kopf ruhte an seiner Brust und ihr heißer Atem strich über seine nackte Haut. Ihr Zittern erstarb und ihre Atmung beruhigte sich.

Grade, als Legolas sich fragte, ob sie womöglich eingeschlafen war, spürte er, wie sie zaghaft mit ihren Fingern die Konturen seiner Brustmuskeln nachzog. Seine Muskeln zuckten unter ihren Berührungen zusammen und sein Herz schlug beinah augenblicklich etwas schneller.

„Es war ein Ork.“ Shanyas Stimme war nur ein Flüstern und doch verstand Legolas jedes einzelne Wort. Er nahm ihre Hand in seine und drückte sie zärtlich.

„Der Tod deiner Mutter?“

Shanya nickte langsam und erzählte leise weiter.
„Meine Eltern betrieben in Rohan eine kleine Pferdezucht. Sie war nicht groß, aber wir waren zufrieden. Ich war mit meinem Vater auf dem Weg zur Koppel, als wir meine Mutter schreien hörten. Es… es war ein entsetzlicher Schrei. Ich kann ihn noch immer hören, wenn ich an den Tag zurück denke. Wir… wir rannten zurück, aber es war zu spät. Als wir den Hof erreichten, war meine Mutter bereits tot. Von hinten in den Rücken geschossen. Sie hatte wohl ins haus laufen wollen, aber es nicht mehr geschafft. Innerhalb von ein paar Minuten war uns alles genommen worden.“

Während Shanya erzählte, hatte Legolas sie fest an sich gedrückt und seine Hand strich gefühlvoll über ihren Rücken.

„Ihr Tod traf uns hart. Meinem Vater ging es von Tag zu Tag schlechter. Er verkaufte schließlich alle Tiere bis auf Camaro, der damals noch ein Fohlen war. Er wollte mich nach Bruchtal bringen, aber dazu hatte er nicht mehr die Kraft. Ich konnte nichts tun, Legolas. Ich konnte ihn mit meiner Liebe nicht auffangen. Er ist einfach gestorben. Und ich habe nie verstanden, wieso.“

„Elben binden sich in ihrem Leben nur ein Mal, Shanya.“

Shanya sah den Elben an und setzte sich auf. Verständnislos blickte sie auf ihn hinunter und er erklärte es ihr: „Wir Elben verschenken unser Herz in unserem Leben nur ein einziges Mal. Und wenn derjenige stirbt, dem wir unser Herz, unsere Liebe, gegeben haben, dann sterben auch wir. Wir werden nicht krank und wir sterben nicht, weil wir älter werden. Entweder sterben wir in der Schlacht oder an gebrochenem Herzen. Es war nicht deine Schuld, Shanya. Du hättest ihn nicht retten können. Dazu hat dein Vater deine Mutter zu sehr geliebt.“

Shanya dachte über das nach, was Legolas ihr grade gesagt hatte. Elben verschenken ihr Herz nur ein einziges Mal. Sie sah ihn an und tief in ihrem Innern hatte sie Angst vor der Frage, die sie ihm nun stellen wollte. Sie hatte Angst vor der Antwort.

„Hast du dein Herz bereits verschenkt?“

Legolas sah sie einen kurzen Moment ausdruckslos an, dann aber wurde sein Blick warm und liebevoll. Er lächelte. „Ich… ich weiß es nicht genau. Ich bin mir nicht sicher. Aber es gibt da jemanden, der mir viel bedeutet.“

Shanya wurde schlecht. Also hatte sie sich doch in ihm getäuscht.. Sie spürte Traurigkeit in sich aufsteigen, als sie den Blick von ihm abwendete und aufstehen wollte. „Tja, dann solltest du zu ihr gehen, findest du nicht auch?“

Legolas’ Arm schnellte vor und packte sie. Sie sah ihn überrascht an, als er sie am Gehen hinderte.

„Ich finde, ich bin hier genau richtig“, meinte er leise.

„Wa… was?“ Shanya verstand nicht. Sie sah ihn völlig irritiert an, sich der Elb schenkte ihr einen Blick, der Erklärung genug war. „Ich… ich bin es?“, fragte sie ungläubig.

Legolas sah sie lächelnd an. Dann nickte er zur Bestätigung und sie strahlte über das ganze Gesicht.

„Ich weiß nicht, was uns noch erwartet, Shanya. Aber ich kann einfach nicht aufhören, an dich zu denken. Ich… ich schätze, ich habe mich verliebt.“

Shanya erwiderte seinen Blick ehrlich. „Ich mich auch, Legolas.“ Einen Augenblick noch sahen sie sich schweigend an. Dann lachten beide.

Shanyas Herz machte Freudensprünge, als er sie zu sich hinunterzog und sie ihr Gesicht an seinen Hals drückte. Sie hielt ihn fest, als wollte sie ihn nie wieder gehen lassen.
Und das musste sie ja auch nicht. Er würde bei ihr bleiben, das wusste sie nun.

Shanya spürte, wie sich etwas in ihr veränderte. Wie Legolas etwas in ihr veränderte. Durch seine Liebe. Noch konnte sie nicht einschätzen, was es war. Aber sie hatte ein gutes Gefühl dabei. 

~ * ~ * ~

In dieser Nacht gab es keine schlechten Gedanken mehr. Keine Sorgen oder Ängste wurden in dieses Zimmer gelassen. Kein einziger Gedanke an Thramos wurde verschwendet.

In dieser Nacht gab es nur sie zwei.

Zärtlich küsste Legolas Shanya, als er sie an sich zog und sie ihren Körper gegen seinen presste. Er hatte ihr so viel geschenkt. Freiheit, ein neues Leben ohne Angst. Und nun vermutlich auch noch sein Herz. Wie konnte sie sich ihm da noch verweigern?

~ * ~ * ~

Legolas drückte Shanya sanft in die Kissen, während er sich mit seinem Körper auf sie bettete. Ihre Oberschenkel rieben an den seinen und sein Herzschlag beschleunigte sich von Sekunde zu Sekunde.

Er hinterließ tausende kleine Küsse an ihrem Hals, während sich sein Mund einen Weg zu ihrem suchte. Ihre Lippen waren so weich und warm. Er spürte ihren heißen, schnellen Atem an seiner Wange, als ihre Zungen, ineinander verschlungen, miteinander spielten und sich gegenseitig neckten.

Shanya stieß kleine, wohlige Seufzer aus, als er sich mit seinen Lippen zu ihren Ohren bewegte. Zärtlich knabberte er daran und spürte, wie Shanya erschauerte.

Er sah sie an und lächelte: „Ach, Shanya, wenn du dich doch nur endlich für dein elbisches Dasein entscheiden würdest – du hast ja keine Ahnung, wie empfindsam Elbenohren sind.“

Shanya lächelte ihn an: „Wer weiß, vielleicht werde ich es eines Tages erfahren.“

Legolas nickte, dann schob er seine Arme unter ihren Rücken, setzte sich auf und zog sie mit sich. Kraftvoll hob er sie hoch, platzierte sie auf seinen Oberschenkeln und küsste sie stürmisch.

Shanya wusste nicht, wie ihr geschah. Ihr Verstand verabschiedete sich, als sie seine Hände unter ihrem Nachthemd spürte. Zärtlich strichen sie an ihrem Bauch entlang, erkundeten geduldig ihren Rücken und strichen dann nah an ihrem Busen entlang. Shanya zuckte kurz. Darauf war sie nicht gefasst gewesen. Zu sehr hatte Legolas sie mit seinen Küssen abgelenkt.

Er löste sich von ihr und sah sie an. Seine Hände rutschten nach unten und umfassten ihr Nachthemd. „Bist du sicher, dass du dafür bereit bist?“

Er betete, dass sie nicken würde. Nur ungern hätte er nun von ihr abgelassen. Zu viel versprach diese zarte, weiche Haut unter seinen Händen. Zu gern würde er sie heute Nacht lehren, was es bedeutete, von einem Elben geliebt zu werden.
Aber er wollte sie ebenso zu nichts drängen.

Shanya sah ihn an. Er wartete auf ihre Antwort. Sie wusste, wenn sie nun „Nein“ sagen würde, würde er es lassen. Aber wollte sie, dass er es ließ? Nein. Nein, sie war bereit für die Liebe.

Shanya lächelte, als sie ihn sanft küsste: „Ich bin bereit. Wenn du mich führst.“

~ * ~ * ~

(Anmerkung der Autorin:
Dieses Kap ist für Leser unter 18 Jahren gedacht. Allzu erotische Szenen und Beschreibungen wurden daher raus gelassen. Ist aber eigentlich auch gar nicht so interessant… Damit sich jetzt aber niemand fragt, was geschieht, kurze Antwort: Legolas und Shanya schlafen miteinander.)

~ * ~ * ~

„Wie geht es dir?“ Seine Stimme war nur ein Flüstern, für mehr hatte er keine Kraft. Er hielt sie einfach nur in seinen Armen.
Shanya lächelte, als sie leise antwortete: „Maer. [Gut.]“

Legolas sah sie überrascht an: „Du kannst Sindarin?“

Shanya lachte: „Ein bisschen, ja. Ich bin ja schließlich eine Halbelbin, oder?“

Legolas betrachtete Shanya. Sie sah glücklich aus. Ihre Augen glänzten und ihre Wangen waren leicht gerötet. Seine Stimme klang ehrlich, als er leise sagte: „Milin cen, Shanya. [Ich liebe dich, Shanya.]“

Die Halbelbin sah ihn einen Augenblick verwirrt an, dann lächelte sie. „Milin den, Legolas.“

Legolas lächelte glücklich, als er seine Geliebte an sich zog, um ihr einen langen Kuss zu geben. Dann kuschelte sie sich an ihn, zog die Decke über ihre Schultern und war beinahe augenblicklich eingeschlafen.

Legolas hingegen beobachtete sie noch eine Weile und lauschte ihrem Atem, bis auch er schließlich seiner Erschöpfung zum Opfer fiel.

 

~ ~ ~ tbc ~ ~ ~

Kapitel 18





 

 

 nach oben

Wir sind nicht Orlando Bloom, gehören nicht zu seinem Management und stehen auch sonst in keinerlei Kontakt zu ihm. Briefe und Mails an ihn können von uns nicht weitergeleitet werden. || Disclaimer | Impressum
Texte, Layout und Grafiken Copyright © 2002-2010 OBL.
Design & Inhalte by Verena und dem OBL Team

Seite optimiert für: [Firefox] [1024x768] [JavaScript] [Muchos Colores] [Verdana]

Proudly Hosted by All-Inkl.com

Besucher seit dem 6. Februar 2002

 

 

nach oben