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Disclaimer: Alles gehört Tolkien, außer Ravena
und Siägä außerdem hab ich die Idee mit den Äpfeln
aus dem Film "Auf immer und ewig" in nächsten Kapiteln
werd ich dann mit meinen eigenen Ideen aufwarten:) Kapitel 1
Ravena streckte sich, mit einem herzhaften Lachen im Gesicht, der Sonne entgegen, während sie ihre immer noch müden Glieder streckte. Tatsächlich zeigte sich Gadara, eine Hafenstadt im südlichen Gondor, heute von seiner besten Seite. Die Sonne schien, ohne auch nur von einer einzigen Wolke gestört zu werden, auf die Stadt hernieder und hüllte sie in ein träumerisches Licht. Schon jetzt, am frühen Morgen, war es angenehm warm und gegen Mittag, da war sich Ravena sicher, würde es erst richtig heiß werden. „Endlich. Nach dem vielen Regen in den letzten Wochen hat sich die Erde wieder mal ein bisschen Sonnenschein verdient. Vor allem da schon bald der Herbst vor der Tür stehen wird und wir dann noch mehr als genug Regen spüren werden.“ Mit solchen oder so ähnlichen Gedanken wanderte Ravena fröhlich
hinter das Gasthaus „zum bellenden Hund“, indem sie nun
schon seit beinahe einem Jahr angestellt war. Dort erstreckte sich
eine Große Plantage voller Apfelbäume, die noch zum Gasthaus
gehörte. Zu dieser frühen Stunde badeten die Bäume
noch im Tau, was der ganzen Szenerie etwas Geheimnisvolles verlieh.
Sie machte sich daran einige, bereits reife Äpfel in ihrer Schürze
zusammeln um später den Gästen mit frischem Obst eine Freude
machen zu können. Verträumt biss sie in einen besonders
schönen Apfel und dachte dabei an den vor ihr liegenden Tag.
Drei Jahre nach der Zerstörung des Rings und der damit einhergehenden Thronbesteigung König Elessars gedieh die Stadt mehr und mehr. Aufgrund seiner weisen Regentschaft und seines entschlossenen Handelns wagte es kaum noch ein Pirat den Schiffsverkehr und damit auch den Handel zu stören, auf den sich ein Großteil des beträchtlichen Reichtums der Stadt begründete. Gemeinsam mit den Piraten schienen glücklicherweise auch die Orks verschwunden zu sein, die noch einige Jahre vorher, nicht zuletzt während den Ringkriegen, eine ständige Bedrohung vom Festland darstellten. Ravena seufzte. Weiß Gott, sie hatte in ihrem noch jungen Leben schon allzu viele dieser schrecklichen Kreaturen gesehen. Doch heute würde sie sich von diesen schmerzhaften Erinnerungen
nicht ihre gute Stimmung verderben lassen. Morgen sollte schließlich
das Fest beginnen, das eine ganze Woche andauern würde. Das kleine
Gasthaus, das sich etwas außerhalb der Stadt befand war schon
seit Wochen bis auf das letzte Bett belegt und auch in der Stadt war
es kaum noch möglich ohne Beziehungen eine Übernachtungsmöglichkeit
zu finden. „Meine Güte, der König, hier in Gadara!“ Ravena konnte es noch immer nicht fassen. Vielleicht würde sie sogar einen Blick auf ihn oder die Königin
erhaschen können. So abwegig waren diese Gedanken gar nicht,
da das königliche Paar heute eintreffen sollte und Ravena, wie
es der Zufall so wollte, noch auf dem Markt zu tun haben würde. „...vielleicht...“, dachte sie „...ja es würde wirklich ein wundervoller Tag werden.“
Mit dem großen Fest kamen leider auch die Diebe und Betrüger
in die Stadt, die hofften, sich im allgemeinen Treiben, unbemerkt
ihren illegalen Tätigkeiten widmen zu können. Das war nun
schon der zweite Versuch unbemerkt die Bäume um ihre Äpfel
zu erleichtern um sie dann meistbietend auf dem Markt zu versetzen,
denn erst letzte Woche gelang es dem Wirt und seinem ältesten
Sohn Siägä ein Diebespaar zu stellen, das gerade im Begriff
gewesen war eben dieses zu tun- und nun diese beiden. Schnell griff sie sich zwei Äpfel aus ihrer Schürze und
zielte, gerade als die beiden Pferde auf ihrer Höhe waren, auf
deren Reiter. Dabei verlor sie zwar die bereits aufgesammelten Äpfel,
doch die beiden, in Wurfobjekte umfunktionierten Exemplare trafen
mit voller Wucht ihr Ziel. Immerhin hatte Ravena nicht umsonst Jahre
harter Arbeit hinter sich, die ihr einiges an Muskeln und Kraft verliehen
hatten. Diese beiden würden nicht ungestraft durch die Plantage
preschen und damit die wertvollen Bäume und die Ernte zerstören.
„Ihr werdet es nicht noch einmal wagen durch euer ungeschicktes Reiten die Ernte zu zerstören.“ Doch plötzlich hielt sie inne. Hatte sie da gerade etwa richtig
gesehen? Dem ersten, braunhaarigem, Reiter war es während Ravenas
Apfelbombardement gelungen sich etwas aus seinem Umhang zu schälen,
wobei das Mädchen einen Blick auf ein Wappen erhaschte- das königliche
Wappen! Na toll, jetzt beschuldigte sie den König auch noch vorsätzlich die Ernte zu zerstören. Nicht genug dass sie ihn gar für einen Dieb gehalten hatte. Immerhin hatte sie DAS nicht laut gesagt. „Ich...ich meine, ich wusste doch nicht...“ setzte sie erneut an um einen weiteren Versuch zu unternehmen lebend aus dieser Situation herauszukommen. Immerhin hatte sie den König angegriffen- wenn auch nur mit Äpfeln. Doch das war schon Grund genug sie in den Kerker zu werfen...wenn sie Glück hatte. Doch ihr Gestammel wurde von einem herzhaften, tiefen Lachen unterbrochen. Ravena hörte, dass sich mittlerweile ein drittes Pferd genähert hatte. Ihre Verwirrung nahm stetig zu, allerdings wagte sie es noch immer nicht ihre Augen zu heben um den Neuankömmling zu betrachten, der die sich ihm bietende Szene ohne Frage zu genießen schien. „Ho Aragorn, dass lasse ich mir gern gefallen“, vernahm Ravena eine sehr vergnügt klingende Stimme, die sie dem Neuankömmling zuordnete, „noch nie war es mir vergönnt gewesen den Elb vom Pferd fallen zu sehen und das geschieht nun ausgerechnet durch das Zutun eines Menschen.“ Der Redefluss wurde durch einen erneuten Lachanfall unterbrochen. Ravena war sich indessen nicht ganz klar darüber, was sie von
dieser Situation halten sollte. Hatte sie da eben etwa richtig gehört?
Ein Elb? Aber das konnte doch nicht...oder doch? Die Attacken des Zwerges anscheinend schon gewohnt, antwortete der Elb, in einer, nur seinem Volke zueignen melodischen Stimme: „Nun, dann halte das Bild fest bis Parn dich das nächste mal in die Brennnesseln wirft. Oder hast du die Brandblasen schon vergessen, Gimli Gloinssohn?“ Den Seitenhieb des Elben ignorierend brach der Angesprochene lediglich
in erneutes Lachen aus. „Schau mich an“ Zögernd hob Ravena, immer noch in kniender Position, den Blick und sah zu ihrem König auf, ihre Strafe erwartend. Plötzlich wusste sie nicht mehr wie sie überhaupt auf den Gedanken kam diesen Mann für einen Dieb zu halten, so erhaben wie er auf seinem Ross aussah. „Wie ist dein Name?“ Die Stimme klang alles andere als hart, aber dennoch wagte Ravena es noch nicht auf eine Begnadigung zu hoffen. „Ravena Dunkirk, Eure Majestät“ ,ein leichtes Zittern hatte sich in ihre Stimme eingeschlichen. „Nun Ravena du hast definitiv eine enorme Kraft für eine junge Frau deines Alters.“ Verblüfft schaute sie ihren König an, der, zwar immer noch sehr erhaben aussah, dessen Gesicht jetzt aber ein schelmisches Grinsen zierte. Hatte er etwa gerade ein Witz über sie gemacht? „Und, du hast großen Mut bewiesen.“ Was? Die Wendung hatte Ravena jetzt allerdings nicht erwartet. Doch aus dem Gesicht des Königs sprach purer Ernst. „Wie bitte Eure Majestät?“ Mittlerweile hatte sie ihre Stimme wiedergefunden. „Nicht jeder in deiner Situation hätte solch einen Mut bei der Verteidigung seines Grund und Bodens gezeigt. Wenn alle Frauen dieser Stadt so sein sollten, dürfte das ein interessanter Aufenthalt werden.“ Damit nickte er ihr ein letztes mal zu, und galoppierte in Richtung
Stadt. Der Elb, der mittlerweile ebenfalls wieder aufgestiegen war
und der Zwerg Gimli, immer noch lachend, folgten ihm, nachdem sie
ihr auch zum Abschied zugenickt hatten. „Ravena, alles in Ordnung? Mir war als hätte ich Pferde gehört und du siehst aus als wäre dir gerade ein Geist über den Weg gelaufen.“ „Nein“, antwortete sie noch immer abwesend, „nein alles in Ordnung.“ Nun zumindest war jetzt die Frage geklärt ob sich die Gefährten wirklich in der Stadt befanden. Wenn dieser Zwerg Gimli war, dann konnte der Elb, den sie vom Pferd gestoßen hatte, niemand anderes sein als Legolas Grünblatt, der Prinz des Düsterwaldes. Finda kannst du deine
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