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Black Hawk Down Review Zu allererst sollte ich vielleicht eins klarstellen: Ich mag Kriegsfilme
nicht. Wirklich, seit "Der Soldat James Ryan" habe ich eine starke
Abneigung gegen dieses Genre entwickelt. Deshalb war ich recht angenehm von Black Hawk Down überrascht. Zumindest am Anfang. Ich will niemandem von euch Einzelheiten der Story etc. verraten, denn vielleicht seht ihr euch den Film ja noch selbst an und wenn ich da schon alles vorwegnehme ist's nicht mehr so toll. Der Film beginnt mit einem schwarzen Hintergrund, dann taucht
ein Zitat von Platon auf. Der antike Philosoph meinte einst "Nur die Toten
haben das Ende des Krieges erlebt." Untermalt wird das ganze von trauriger, afrikanisch-orientalisch anmutender Musik von Hans Zimmer, der schon in "Gladiator" großartige Arbeit leistete. Die Musik ist es auch, die einen großen Teil zur Spannung und zur Stimmung des Films beiträgt. Der Zuschauer wird schnell in die Handlung mit hereingerissen,
ob er will oder nicht. Die weitere Handlung der Story dürfte weitläufig bekannt
sein: Die US-Marines bekommen den Befehl, Adid ein für alle Mal den Gar
aus zu machen, und alles geht schief. Geht schief mit Todd Blackburns Sturz
aus einem "Black Hawk", einem der Helikopter. Der junge Soldat, der
mit dem Satz "I'm here to kick some ass" ("Ich bin hier, um so
richtig zu kämpfen" könnte man es auf Deutsch sagen) seinen Dienst
antritt ist vor allem eins: Jung. Unerfahren. Orlando taucht zum ersten Mal in der 10. Minute des Films auf, und gleich mit einem Zitat, dass den wissenden Fan zumindest zum Schmunzeln bringen muss: Er erkundigt sich nach dem Wasser des angrenzenden Meers, es wäre ja in netter Strand dort unten.... Was natürlich auch perfekt zum "realen" Orlando passt, der bekannter Weise gerne surft. Nun, kurz darauf folgt seine erste längere Einstellung, er meldet sich bei seinem ihm zugeordneten Offizier. Ansonsten ist der Kerl kaum im Film zu sehen, seine Figur wird zwar immer wieder kurz gezeigt, aber es wird nicht oft näher darauf eingegangen. Ein Zitat, dass mir wirklich im Gedächtnis hängen blieb
stammte vom von Josh Hartnett verkörperten Sergeant: Darauf angesprochen,
dass er ja was für die "Skinnies" ("Haut und Knochen, gemeint
sind die Somalier) übrig habe meint er: Überhaupt wird das ganze Leben der Soldaten recht realistisch dargestellt, in den Helikoptern spielt beruhigende Musik aus der Heimat (Elvis!) während man sich darüber streitet, ob "Limo" jetzt denn ein Wort sei oder nur eine Abkürzung für Limonade, und deshalb gar nicht als Wort zu zählen sei. Kleine Belanglosigkeiten, die aber wohl zum Leben gehören. Auch habe ich selten einen Film gesehen, in dem das Wort "Fuck" so oft verwandt wurde wie in BHD. Insgesamt ist der Film technisch extrem gut gemacht, die Kameraführung
ist absolut genial, Ridley Scotts Regie und Inszenierung ist wie gewöhnlich
gut und schon angesprochene Musik von Hans Zimmer gut. Auch die Schauspieler
sind wie erwähnt in Topform, und zwar allesamt. Krieg hat der Zuschauer schon, wenn er sich nur dazu bequemt, um 20 Uhr die Tageschau einzuschalten. Brauch man das dann wirklich auch noch im Kino? Es ist natürlich die Sache des Einzelnen, dies zu entscheiden.
Wer aber trotz allem immer noch fähig ist, sich über zwei Stunden Elend und Krieg anzusehen, der sollte sich diesen wirklich brillant gemachten Film anschauen gehen. Aber letztendlich ist das ja wie gesagt jedem selbst überlassen.
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