Willamette Week
Interview - Kanada
Der britische Schauspieler Orlando Bloom,
25, spielt Legolas Greenleaf, einen Elbenkrieger und
einen der "Gefährten", die einst schwuren,
Frodo Beutlin zu beschützen. Mit seiner ersten
großen Filmrolle wird Bloom, der im Frühjahr
diesen Jahres in Ridley Scotts "Black Hawk Down"
zu sehen sein wird, gleich an den Rand des Super-Stardom
katapultiert. WW hat ihn kurz sprechen können
und mit ihm über seine Beteiligung an dem Filmprojekt,
dass sicherlich das moderne Kino grundlegend aufwühlen
wird, gesprochen.
Willamette Week: Wie fühlt es sich
an, Teil von etwas zu sein, dass Kinogeschichte schreiben
wird?
Es ist wirklich schwer einzuschätzen
wie dieser Film abschneiden wird. Offensichtlich aber
reagiert man ganz fantastisch darauf. Aber es ist
eben schwer, abzuschätzen, wie man damit umgehen
kann, was passieren wird. Ich fühle mich geehrt,
und glücklich an diesem Projekt mitarbeiten zu
können, Teil davon zu sein. Ich liebte den Film.
Ich hab ihn jetzt schon ein paar Mal gesehen und ich
bin einfach so stolz darauf. Ich fühle mich so
- hm, wenn ich es sonst zu nichts mehr bringe, zumindest
hab ich den "Herr der Ringe" gemacht.
Wie war es, mit Regisseur Peter Jackson
zu arbeiten?
Wirklich toll. Er ist ein Genie. Er
hat das Herz eines Hobbits, er ist so cool wie ein
Elb, so verrückt wie ein Zauberer und er hat
den Kampfgeist einer dieser Menschen. Er ist wie alle
Charaktere vereint, und er hat den Stein erst zum
Rollen gebracht. Er hatte keine Angst. Und er hat
nie die Geduld verloren. Ich hab nie seine Fähigkeit,
die Effekte zu setzen oder die richtige Reaktion hervorzurufen
in Frage gestellt, und hab immer mich darum bemüht,
im das zukommen zu lassen was er brauchte.
Wie hat es sich angefühlt, als
du zum ersten Mal den fertiggestellten Film sahst?
Alles in dem Film ist real. Es ist den
Büchern so ähnlich wie es sein kann. Die
einzige Sache, die er [Jackson] nicht machen konnte,
war alles unterzubringen. Also mussten ein paar Sachen
eben weggelassen werden, denn man kann nicht all die
Informationen reinstopfen. Aber er hat einen fantastischen
Film geschaffen, der die besten Teile des Buchs enthält
um es so real wie möglich zu machen. Es war ein
Film, der von Fans für Fans gedreht wurde. Es
steckt Herzblut darin - wirklich - und wir haben soviel
Energie darin verwandt, und es war soviel positive
Energie, die aus Liebe zum Projekt stammte. Jetzt
hoffen wir, dass die Fans uns mit dem gleichen entgegenkommen.
Was würdest du Fans von Tolkiens
Büchern sagen wenn sie Bedenken hätten?
Die Aufmerksamkeit fürs Detail
war extrem. Die Art, wie dieser Film entstand, war
eine so reale wie möglich. Und die Fans wissen
- obwohl das alles Fantasy ist - dass Tolkien eine
Welt geschaffen hat, an die du wirklich glauben kannst,
denn es ist alles so detailliert und mit soviel Geschichte
versehen. Und Pete war und ist sich dessen bewusst.
Pete sagte: "Ich will, dass die Fans sich vorstellen
dass sie ein Erste-Klasse-Ticket nach Mittelerde gekauft
haben."