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National Post
14. Dezember

Die Gefährten des Ringes

Ein Tolkien- Elb: Der Schauspieler Orlando Bloom ist der Meinung, Legolas sei ein sehr würdevoller Elb.

Orlando Bloom möchte gleich etwas von den Elben erzählen. Sie kommen ausschließlich in den „Der Herr der Ringe“- Büchern vor und sind nicht so zerbrechliche, ätherische, schadenfrohe Wesen, wie feenhafte Kreaturen oft in Geschichten beschrieben werden. Elben kann man eher als edel, redegewandt und magisch beschreiben. Sie haben einen scharfen Verstand und wissen genau, wo sie in Mittelerde, der imaginären Welt, die J.R.R Tolkien erschuf, ihren Platz einnehmen.


„Sie sind eine sehr interessante Rasse, die älteste von Mittelerde.“, erklärt der junge, erstklassig ausgebildete britische Schauspieler. „Elben sind so magisch und haben übermenschliche Kräfte und Fähigkeiten. Außerdem besitzen sie eine Reaktionsfähigkeit wie kein anderer, weil sie immer so aufmerksam sind.“

Doch Elben können durchaus auch Kämpfer sein, die töten. Deshalb verbrachte Bloom Wochen mit der Vorbereitung auf das Bogenschießen, denn darin ist der furchtlose Legolas ein Meister. Legolas wird ein Verbündeter des heldenhaften Hobbits Frodo (Elijah Wood), der sich gegen Sauron behaupten muss.

Im Januar wird Bloom als eine andere Art von Kämpfer zu sehen sein, nämlich in Ridley Scotts Film „Black Hawk Down“, der von einer fehlgeschlagenen U.S. –Mission in Somalia handelt. Aber Orlando sagt, dass der blondhaarige Elb immer einen besonderen Platz in seiner Karriere einnehmen wird. Während der Dreharbeiten zu „HdR“, fing er sogar langsam an, wie ein Elb zu denken und zu handeln. Nebenbei wurde er noch ein Profi der elbischen Sprache, die sich ebenfalls Tolkien ausgedacht hatte.

 

„Am Anfang begannen wir mit Bewegungstraining, reiten und Bogenschießen.“
Wie man in den Filmen sehen kann, ist Legolas ein hervorragender Bogenschütze.
„All diese Sachen halfen mir, mich in meine Rolle hineinzuversetzen. Es half mir, wie ein Elb zu fühlen...und die Welt der Ringe zu verstehen.“

Bloom beschäftigte sich viel mit der Kultur der Elben. Er entdeckte, dass er einen Charakter spielte, der zwar an gebrochenem Herzen sterben konnte, aber nicht das Opfer von Zeit und Krankheit war. Trotzdem sind die Elben in Mittelerde eine aussterbende Spezies. Die Zeit ist abgelaufen für sie, so dass sie im Laufe der Jahre zu einem Mythos werden.


„Elben wurden als engelhafte Geister erschaffen, mit großer Lebensfreude, aber ebenso tiefer Trauer. Ihre Bewegungen und das, was sie tun, sind sehr überlegt. Ich arbeitete daran, genau das zu verkörpern. Dabei spielten die körperlichen Fähigkeiten eine große Rolle.“

Bloom denkt, dass er ein bisschen zu jung war, als er die Bücher das erste Mal zu lesen versuchte, doch trotzdem vergaß er nie, welchen Eindruck sie auf ihn gemacht hatten.
„Als ich ein Kind war, habe ich „Der Hobbit“ durchgelesen (Tolkiens Prolog der Ringe- Trilogie) und die Hälfte von „Der Herr der Ringe“. Natürlich habe ich es wieder hervorgeholt, als die Castings begannen.


Nachdem er die drei Bücher als Erwachsener gelesen hatte, bemerkte er, wie stark sich die Charakter, besonders Legolas, bei ihm eingeprägt hatten und wie wichtig das Filmprojekt für ihn war.

„Man wollte die ganzen Fans berücksichtigen. Ich wusste auch noch, wie viel mir die Bücher als Kind bedeuteten, auch wenn ich sie nicht vollständig gelesen hatte. Es war richtig gut, an so einem Projekt zu arbeiten und unglaublich nützlich. Die Figuren, die man sonst nur aus dem Buch kannte, wurden auf einmal wirklich.
Bloom bewies sich in seinen Szenen als glänzender Schauspieler. Aber auch Neuseeland, wo die drei Teile 18 Monate lang gedreht wurden, gefiel Orlando sehr gut.

Am schwierigsten war wohl für ihn, dass die ganze Trilogie gleichzeitig gedreht wurde.
„Ich empfand das als die größte Herausforderung. Eine Szene aus dem dritten Teil konnte zum Beispiel am Nachmittag gedreht werden und eine andere Szene des ersten Teiles am Morgen. Ein bisschen wie jonglieren. Es war ein Alptraum, alles im Kopf zu behalten und eine klare Vorstellung von deiner Rolle zu bekommen, nahezu unmöglich.“
Man versuchte, sich nach Tolkiens Vorstellungen zu richten und natürlich nach dem Buch.
„Wir hatten das Buch immer bei uns. Es wurde unsere Bibel.“

Vielen Dank an Katharina für die Übersetzung!!

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