Orlando Bloom - Movieline
Mit seinem warmen, leicht schläfrigen
Canterbury-Akzent, seiner ruhigen Selbstsicherheit und
einem Gesicht, dass aussieht als hätte man es geradewegs
aus italienischem Marmor gemeißelt, mit all dem
ist es wirklich ein Wunder, dass Orlando Bloom nach seinen
ersten Jobs als Schauspieler nicht gleich auf eine steile
Karriere als Kinostar zugestrebt ist. Anstatt dessen trat
der 24-jährige in Rollen wie der Britischen Soap
"Casualty" und dem 1998 erschienen, hochgelobten
Film "Wilde" (an der Seite von Jude Law, ebenfalls
ein Brite) auf. Außerdem studierte er drei Jahre
lang noch an der Guildhall Schoool of Music and Drama.
"Ich hatte einen Agenten bevor ich dort eintrat",
sagt er, "aber ich wollte noch weiter lernen."
Die Erfahrungen dort haben sich jetzt augenscheinlich
ausgezahlt, denn kurz nach seinem Abschluss gelang es
Bloom, die wichtige Rolle des Elbenkriegers Legolas in
der heißerwarteten "Herr der Ringe" Trilogie
für sich zu gewinnen, dessen erster Teil im Dezember
in die Kinos kommt. Nicht nur musste er reiten, Bogenschiessen
und den Kampf mit dem Schwert lernen, nein, Bloom musste
auch noch das Elbische meistern, eine Sprache, die eigens
für den Film kreiert worden war.
"Es ist eine sehr schwierige Sprache,
höllisch auszusprechen", sagt Bloom. "Meine
erste Szene an meinem ersten Tag war ein Satz in Elbisch
zusammen mit einer Gruppe von Elben - und das war weiß
Gott nicht der leichteste Anfang den es gibt. Wir waren
in einem Studio in Neu Seeland und es war sehr heiß
- ich erinnere mich nur noch daran wie ich gedacht hab
'Gott, die Elben sehen wirklich seltsam aus'. Dennoch
war es eine schöne Erfahrung."
Gleich nach dem 18-monatigen Dreh des HdR
machte sich Bloom auf zu einer weiteren Mammutproduktion:
Ridley Scotts bald erscheinendes Kriegsepos "Black
Hawk Down" - aber nicht ohne vorher noch eine sehr
wohl verdiente und benötigte Pause einzulegen - und
das ganz weit weg von Mittelerde. "Nachdem wir abgedreht
hatten flog ich zusammen mit zwei der Hobbits, Billy Boyd
und Dominic Monaghan, nach Florida zum Surfen. Die Filmmannschaft
hat immer versucht, während des Drehs etwas cooles
zum Ausspannen zu finden - und Surfen ist da genau das
richtige."