It´s on DVD
August 2002
Inside the Fellowship- Orlando Bloom
Für Orlando Bloom war 2001 ein Jahr,
das er nicht so schnell vergessen wird. Der junge Schauspieler
bekam nicht nur seine erste große Filmrolle in „Herr
der Ringe“, sondern ergatterte sich auch noch eine
kleine Rolle in Ridley Scotts Film „Black Hawk Down“.
Der 25- Jährige in Canterbury geborene Brite zog
mit 16 nach London, hatte einen Job beim National Youth
Theater und bekam dann ein Stipendium für die British
American Drama Academy. Seine erste Filmrolle hatte er
in „Wilde“, doch erst als Legolas Greenleaf
in „Herr der Ringe“ wurde er in der langen
Liste Hollywoods verzeichnet.
Frage: Ist es schmeichelhaft
für dich, wenn du als DER Newcomer 2002 bezeichnet
wirst?
Orlando: Ja, sehr.
Frage: Wie ist es für dich, so bekannt
zu sein?
Orlando: Es ist alles sehr surreal. Ich
hatte zwei wirklich fantastische Erfahrungen mit „Herr
der Ringe“ und „Black Hawk Down“ und
bin sehr glücklich, bei beiden Filmen mitgewirkt
zu haben. Alles ist aufregend und so neu für mich...aber...ja,
ich fühle mich sehr geschmeichelt von soviel Aufmerksamkeit.
Es macht Spaß, herumzugehen und mit den Leuten über
etwas zu reden, was einem soviel bedeutet hat. Wenn die
Personen dann interessiert sind, dann bin ich doppelt
so aufgeregt.
Frage: Also hast du deine Erfahrungen
genossen!
Orlando: Ja! Ich bin unglaublich froh,
in den zwei Filmen mitgespielt zu haben. Ich habe mit
tollen Leuten, großartigen Regisseuren und Schauspielern
zusammengearbeitet. Ich habe viel dazugelernt und an Erfahrung
gewonnen, deshalb bin ich sehr glücklich.
Frage: Kannst du und ein bisschen über
Legolas erzählen?
Orlando: Legolas ist ein Elb, der die
Elben in dem Gefährtenbund repräsentiert. Ich
war in ziemlich guter Gesellschaft: Cate Blanchett als
Galadriel, Liv Tyler als Arwen, Hugo Weaving als Elrond
und Marton Csokas als Celeborn. Ich bin nur da, um Frodo
mit meinen Bogen zu begleiten. Außerdem bin ich
Auge und Ohr der Gefährten. Legolas bemerkt immer
zuerst die drohende Gefahr und benutzt seine Fähigkeiten
als Kämpfer. Tolkien beschreibt die Elben als Wesen
mit übermenschlichen Kräften, guten Reflexen
und einem empfindlichen Wahrnehmungsvermögen. Legolas`
Sinne sind geschärft, das macht ihn so unentbehrlich
für die Gefährten. Er ist eine sehr elegante
Person.
Frage: Bist du der Meinung, die Rolle
in „Black Hawk Down“ nur bekommen zu haben,
weil du in „Herr der Ringe“ mitgespielt hast?
Orlando: In meiner Rolle dort breche
ich mir den Rücken und das ist mir in Wirklichkeit
auch schon einmal passiert. Aber wer weiß schon,
warum ein Schauspieler den Job bekommt und ein anderer
nicht? Ich denke, bei mir war es einfach nur gutes Timing.
Weißt du, es war einfach Glück!
Frage: Du hast dir mal den Rücken
gebrochen?!
Orlando: Ja. Ich kletterte aus einem
Fenster auf eine Regenrinne, weil ich versuchte, auf die
Dachterrasse von Freunden zu gelangen. Ich fiel von der
Regenrinne- sie hatte nachgegeben- drei Stockwerke tief.
Mir wurde gesagt, dass ich nie wieder würde laufen
können, doch sie operierten mich und zwölf Tage
später verließ ich das Krankenhaus auf meinen
eigenen Beinen. Es war ein kleines Wunder in sich.
Frage: Behindert dich diese Verletzung
so, dass du zum Beispiel in Filmen wie „Matrix“
nicht mitspielen könntest?
Orlando: Nein, sie behindert mich wirklich
überhaupt nicht. Ich hatte wahrscheinlich eine der
körperlich anstrengendsten Rollen in „Herr
der Ringe“, Aragorn mit eingeschlossen. Ich musste
Hügel rauf und runter rennen und saß auch auf
einem Pferderücken. Wir mussten wirklich ständig
rennen und kämpfen, aber die damalige Verletzung
hat mich nicht daran gehindert. Bei „Black Hawk
Down“ hatte ich ebenfalls keine Probleme. Ich hoffe,
dass mich dieses alte Missgeschick nicht daran hindern
wird, einmal einen Film wie „Matrix“ oder
so zu drehen, doch bist jetzt war das noch nicht der Fall.
Britain In Bloom
Geboren in Canterbury, verbringt Orlando
Bloom seine Zeit in L.A. oder London. Trotz seines englischen
Akzentes hatte er keine Schwierigkeiten, Arbeit in den
Staaten zu finden. Dank eines Sprachtrainings gelang es
ihm, sich während der Dreharbeiten von „Black
Hawk Down“ von seiner eher näselnden englischen
Aussprache zu trennen und einen echten amerikanischen
Slang an den Tag zu legen. Trotzdem beharrt er permanent
darauf, dass ihn die großen Lichter von Tinseltown
(wörtlich übersetzt: Lamettastadt, gemeint ist
Hollywood) nicht weglocken können: „ „London
ist meine Heimat und wird immer meine Heimat bleiben.
Egal, wie lange ich weg bin, ich werde immer dorthin zurückkehren.“