OBL als Startseite | Lesezeichen setzen Deutschlands größte Orlando Bloom, Legolas und Will Turner Seite - die beste Adresse zum Thema. Bilder, Downloads, Artikel, Community und noch vieles mehr
 

Orlando Blooms Mittelerde Tagebuch

Telegraph Magazine vom 8. Dezember 2001
Alle Photos von Orlando Bloom himself

Mit einer Cast von 77, einer Manschaft von 2.500 und einem Büdget von ganzen 300 Millionen US-Dollar - nicht die vielen weiteren Kosten zu erwähnen - mit all dem war die "Herr der Ringe" Trilogie eines der ambitioniertesten Projekte der Filmgeschichte. Orlando Bloom, 25, der den Elbenprinzen Legolas spielt, hat jeden Tag der 15 Monate des Filmens in Neu Seeland ein Polaroidfoto geschossen. Und mit diesem Tagebuch gibt er einen Insidereinblick über die Entstehung von "Die Gefährten" der Öffentlichkeit preis.

Wenn ich mir jetzt die Fotos anschaue, oder mich selbst im Kostüm sehe, dann ist das total seltsam. Ich habe dunkles Haar und braune Augen, aber um Legolas zu spielen trug ich eine blonde Perücke und spitz zulaufende Elbenohren, und daran musste ich mich ja erst mal gewöhnen. Als ich den Film zum ersten Mal sah war ich total geschockt. Von Orlando in Legolas verwandelt zu werden, das benötigte anderthalb Stunden Make-up und Haarstyling. An manchen Tagen hat man mir die Ohren angeschminkt, nur um mir kurz darauf zu sagen, dass man mich für die nächsten paar Stunden gar nicht bräuchte. Also bin ich dann zurück in mein Haus gegangen um mir ein bisschen Schlaf zu holen. Und dabei trug ich natürlich noch meine Ohren.

Ich liebe dieses Photo, denn es stellt wirklich die Eindruckskraft jeder Szene dar. Als ich den ersten Film sah erkannte ich erst richtig, wie sehr Peter Jackson eine fremde Landschaft erst erschaffen hatte.
Den "Herr der Ringe" zu drehen war schon seit Jahren ein großer Traum Peters. Er hatte eine Vision in seinem Kopf und war total entschlossen diese, soweit möglich, auch umzusetzen, so dass das Endergebnis seiner Vision entsprach. Wann immer es möglich war bestand Peter darauf, dass wir an Originalschauplätzen drehten - das Wetter spielte dabei kaum eine Rolle, wie die Regenschirme im Vordergrund zeigen.

Wenn wir nicht filmten hingen wir alle zusammen herum. Billard wurde ziemlich beliebt - die Elben gegen die Hobbits war eine ganz besondere, langanhaltende Schlacht. Sean Bean, der Boromir spielt, ist ein sehr guter Schachspieler und wir haben oft zwischen den Aufnahmen gespielt. Hier ist er gerade bei einem Spiel gegen einen Schauspieler, der ein Hobbitdouble spielte. Wenn du genau hinschaust, erkennst du die weißen Reste der Gesichtsmaske um seinen Halsausschnitt.

Liv Tyler, die Elronds Tochter spielte - Arwen Abendstern -, wurde zu einer engen Freundin von mir, obwohl ich bei unserem ersten Treffen total von ihr eingeschüchtert war. Bevor wir mit dem Filmen begannen hatten saß ich im Make-up Trailer und bekam meinen Haaransatz für die Perücke angehoben. Während der Haaransatz wegrasiert wurde kam Liv herein und setzte sich neben mich, um sich ihre Perücke aufsetzen zu lassen. Wir hatten uns vorher nur einmal getroffen, am Abend davor, und ich war ganz offensichtlich von ihr entzückt. Ich hab mich also umgedreht und hab sie gefragt, was sie denn nun von meinem neuen Haaransatz hielte. Sie antwortete, dass es "irgendwie süß" aussähe, aber schlug dann vor, dass es doch noch besser aussehen würde wenn auch an den Seiten was abrasiert werden würde. Offensichtlich war ich dabei, alles zu tun was Liv Tyler mir sagte, denn bevor ich mich versah hatte ich einen Mohikaner!

Den "Herr der Ringe" zu drehen war total erschöpfend, aber es war wirklich eine unvergessliche Erfahrung. Die Schauplätze, an denen wir filmten, waren sehr oft atemberaubend schön und weit weg von jeglicher Zivilisation. Eine Menge der Bergschauplätze - wie in diesem Foto, in dem Peter Jackson Ian McKellen [Gandalf] Anweisungen gibt - waren nur über den Helikopter zu erreichen. Mit solch gestandenen Schauspielern wie Ian zu arbeiten war anfangs etwas einschüchternd, aber die meiste Zeit über hatte ich gar nicht die Chance, total verblüfft dazustehen und mich zu wundern, was ich denn überhaupt dort machte; wir waren einfach eine Gruppe von Schauspielern, die alle an einer epischen Produktion mitarbeiteten. Diese Produktion war nur allzu oft wie ein wildgewordenes Pferd, das wir alle versuchten irgendwie unter Kontrolle zu behalten. Auf diese Art hat uns das geeint.

Ich war ziemlich überwältigt und durcheinander als ich zum ersten Mal in Neu Seeland war, aber sobald ich das Haus gesehen hatte, das mich die nächsten 15 Monate über beherbergen sollte, war ich ziemlich aufgeregt. Es war ein Strandhaus mit zwei Schlafzimmern an der Marine Parade in Seatown, Wellington, mit Markisen vor jedem Raum und einer elektrischen Garage für meinen Jeep.
Es war wie mein Hafen, mein Anlaufpunkt, und ich vermisse es immer noch.

Es gibt vier Hobbits bei den Gefährten; sie werden von Elijah Wood, Sean Astin, Billy Boyd und Dominic Monaghan verkörpert. Aber ein Hobbit misst noch nicht mal einen Meter, also brauchten alle Schauspieler Doubles von der Größe eines Liliputaners, die ihre Gesichter nach denen der Schauspieler geschminkt haben mußten. In diesem Bild sind Elijah Woods und Billy Boyds Doubles mit ihren Masken. Viggo Morgensen, der Aragorn spielt und ein richtige heftiger Zigarrenraucher ist, hatte gerade seine Zigarre in den Mund von Elijahs Double geschoben.

Diejenigen von uns, die gerne surfen gingen - und das waren sehr viele von unserer Truppe - verbrachten den größten Teil ihrer Freizeit damit, herumzufahren um gute Strände ausfindig zu machen und auf gute Wellen zu warten. In diesem Bild sind [von links nach rechts] Dominic Monagham, Billy Boyd, ich und Davie Williams, ein Runner [jemand, der am Set arbeiten und Botengänge erledigt]. An einer Nacht sind Billy und ich im Mondlicht surfen gegangen. Irgendetwas hat das Wasser durchschnitten und wir dachten, es wäre ein Hai, aber dann haben wir erkannt, dass es ein Wirklichkeit ja nur ein Seelöwe war. Nach dem Ende des Drehs Abschied zu nehmen war für uns alle sehr schwer, denn wir waren alle gute Freunde geworden. Die neun von uns, die "Die Gefährten" bildeten, haben sich gleiche Tattoos stechen lassen - die Zahl Neun in elbischer Schrift. Meins ist auf der Innenseite meines Unterarms und wird mich für alle Zeiten an diese Zeit erinnern.

Die Filme waren sehr physisch, und sie zu drehen war sehr anstrengend. Es gab einige große Schlachtszenen, die Tage brauchten bis sie endlich im Kasten waren. Wir haben eine Menge Arbeit auch vor dem Blue Screen erledigt, wie hier zum Beispiel (wo der PC hinterher den Hintergrund etc. einspielt) aber Peter bestand darauf, das wir so viel wie möglich "wirklich" spielten. Wir alle hatten unsere persönlichen Trainer, aber ich brauchte wohl mehr Hilfe als die meisten; wegen der physischen Belastung meines Parts und auch weil ich mir vor vier Jahren mal den Rücken gebrochen hatte und es immer noch ziemlich weh tut. Ich hatte ein Stuntdouble, aber alles, was ich selbst tun konnte tat ich auch selbst. Er machte mir vor, was ich zu tun hatte, und ich lernte es indem ich es ihm einfach nachmachte. Das coolste war, dass Bob Anderson, der mir das Fechten beibrachte, auch schon Errol Flynn [sehr berühmten US-Schauspieler] unterrichtete.

Zurück zum Artikelindex





 

 

 nach oben

Wir sind nicht Orlando Bloom, gehören nicht zu seinem Management und stehen auch sonst in keinerlei Kontakt zu ihm. Briefe und Mails an ihn können von uns nicht weitergeleitet werden. || Disclaimer | Impressum
Texte, Layout und Grafiken Copyright © 2002-2010 OBL.
Design & Inhalte by Verena und dem OBL Team

Seite optimiert für: [Firefox] [1024x768] [JavaScript] [Muchos Colores] [Verdana]

Proudly Hosted by All-Inkl.com

Besucher seit dem 6. Februar 2002

 

 

nach oben