Daily Mail
14. Dezember 2001
BAZ BAMIGBOYE
Angelic Orlando keeps spirits up
(Der engelsgleiche Orlando sorgt für gute Laune)
Orlando Bloom spielt in “Der Herr der Ringe”
den katzenhaften Elb Legolas.
„Ich habe das Gefühl, Legolas hat eine kriegerische
Seite an sich.“, erzählt mir der junge Schauspieler.
„Ich musste lernen, mit Pfeil und Bogen umzugehen,
zwei Schwerter auf einmal zu handhaben und ich musste reiten
lernen.“
„Elben haben diese übernatürlichen Fähigkeiten
und sind so elegant. Tolkien erschuf sie als engelhafte
Wesen, aber für mich war Legolas auch ein bisschen
wie der `7. Samurai.“, sagt er.
Geboren und aufgewachsen in Canterbury, Grafschaft Kent,
hat Orlando so etwas an sich, das man auch bei seinen Filmen
bemerkt. Wahrscheinlich hat er das von seinem Vater Harry
Bloom geerbt, der ein wichtiger, fast legendärer Mann,
in der Anti- Apartheid- Bewegung in Südafrika gewesen
ist. H. Bloom schrieb ein berühmtes Buch namens „Episode
In The Transvaal“, wurde wegen seinen Ansichten ins
Gefängnis gesperrt und arbeitete zusammen mit Nelson
Mandela.
„Harry war ein großartiger Mann, der starb,
als ich vier Jahre alt war. Er hatte etwas für die
Welt getan, bevor er diese verließ.“, sagt sein
Sohn. Orlando und seine Schwester Samantha(Schauspielerin)
wurden dann von ihrer Mutter und einem anderen Vormund erzogen.
Die Zähigkeit, die in der Familie liegt, machte sich
bewährt, als Orlando vor ein paar Jahren aus einem
Fenster fiel und sich seinen Rücken und drei Rippen
brach.
„Es war erstaunlich, dass ich nicht gestorben bin.
Ich war einfach jung und doof und musste nur 12 Tage auf
Krücken laufen.“
Orlando war der „Action Man“ am Set, „Ich
machte Bungee- Jumping. Surfen wurde für die Hobbits
und mich der beste Zeitvertreib. Ich brach mir wieder ein
paar Knochen, aber ich lebe ja noch und mir geht es gut.“
Orlando ist demnächst in Ridley Scotts „Black
Hawk Down“ zu sehen.