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Ein Bloom unter einem Baum, der seinen Nabel studiert

Details (USA), Mai 2007
Danke an Miss Liz für's Übersetzen und Abtippen!

 

Bloom über seinen Glauben an den Buddhismus, "In der Philosophie die ich angenommen habe geht es nicht darum, unter einem Baum zu sitzen und meinen Bauchnabel zu studieren; es geht darum zu untersuchen, was in meinem täglichen Leben passiert und dass als Antrieb zu nutzen, loszugehen und ein größeres Leben zu leben. Wenn deine Freundin dir den Laufpass gibt, wenn die Polizei zur Türe reinkommt, und deine Mom dich anruft und erzählt, dass sie mit Dingen in ihrem Leben nicht klarkommt – das ist die Hölle, aber das ist nur eine Welt. Wenn dir bewusst ist, was vor sich geht, dann kannst du diesen Hunger, diese Angst steigern und nutzen."

Darüber, zwei Trilogien hintereinander zu filmen: "Ich stand ständig unter Strom. Zwischen dem ersten Herr der Ringe Film und diesem hier (Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt), war ich nonstop unterwegs. Ich habe einen Film fertig gedreht, und sofort mit dem nächsten angefangen. Ich hab nicht mal richtig darüber nachgedacht, ich hab diese Maschinerie mich irgendwie führen lassen. Jetz also, auf privater Ebene, will ich einfach ein bisschen Abstand von allem, dem ganzen Umfeld und dem Telefon und dem ganzen Informationsfluss."

Darüber, im Januar 30 geworden zu sein und zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt nichts zu tun zu haben: "Versteht ihr, es hat sich alles so wichtig angefühlt, zu wichtig, aber jetzt bin ich in einer Position, um- versteht ihr, ich versuche, mich selbst nicht so ernst zu nehmen, und in dem ich mich nicht so ernst nehme, denke ich, werde ich ernster sein."

Darüber, mit 13 zu erfahren, dass sein Papa nicht sein biologischer Vater ist: "Stellt euch das mal vor. Stellt euch vor, ihr findet mit 13 raus, dass euer Vater nicht euer Vater ist. Das ist wie, okay, Ohren steif halten und weiter machen. Keine andere Möglichkeit, oder?"

Darüber, mit 21 von Ärzten gesagt zu bekommen, vielleicht nie mehr laufen zu können: "Vier Tage lang dachte ich, das wars, dass ich mein Leben in einem Rollstuhl leben würde, und dann dachte ich, nein, und ich wusste, dass ich wieder laufen würde. Ich wusste es einfach."

Darüber, berühmt zu sein: "Da ist all dieser Trubel der vor sich geht. Ich war 22 als ich zu Der Herr der Ringe kam. Niemand sagt dir, wie es ist berühmt zu sein - es gibt dafür keinen Ratgeber, wisst ihr, was ich meine?"

Über das Kreuzfahrerepos Kingdom of Heaven: "Wenn du (fast) 27 Jahre alt bist, und Fox einem Film mit einem Budget von 150 Millionen $ mit dir als Hauptdarsteller grünes Licht gibt, das ist eine Anerkennung. Und dann all die Presse danach, hätte ich etwas nicht geschafft. Irgendwie als ob ich die Erwartungen nicht erfüllt hätte. Aber was habe ich nicht geschafft?"

Über seine Karriere: "Ich habe die Geduld, meiner eigenen Reise zu vertrauen. Das Leben wird sich so entwickeln, wie es soll, denn das tut es immer. Wenn ich mir selbst gegenüber ehrlich bin, dann ist der ganze Rest wie, scheiß egal, man."

Darüber, drei Wochen auf einem norwegischen Eisbrecher Richtung Antarktis zu verbringen: "Ich fühlte mich so isoliert und verletzlich und ich habe einfach all diese Zeit zum Nachdenken gehabt. Ich hatte einfach Zeit zum Lesen und Nachdenken und ich habe rausgefunden, dass es dieser Moment, jetzt ist, wo ich alles was ich getan habe zu meinem Vorteil nutzen kann, um ein großes Projekt auszusuchen, etwas Tolles zu tun und das Risiko einzugehen. Ich schau mich um und denke mir, ich kann es verdammt noch mal nicht glauben, wie viel Glück ich gehabt habe – Pirates hat mir den Luxus der freien Wahl ermöglicht, und diese Möglichkeit beinhaltet Verantwortung aber auch Freiheit. Ich kann genau rausfinden, was ich tun möchte."

Über die Kehrseite, in Pirates of the Caribbean mitzuspielen: "Es gibt tatsächlich keine Kehrseite, muss ich sagen. Es hat mich in deine Position gebracht, in der ich abwarten und sehen kann was passiert und jetzt herausfinden kann, was ich wirklich tun möchte."

 

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