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Es ist hart dort draußen für einen Piraten

Chicago Sun-Times (USA) 20. Mai 2007
Danke an Cathrin für's Übersetzen und Abtippen!

Es ist hart dort draußen für einen Piraten
Er war nass und ihm war über Monate hinweg kalt, aber Orlando Bloom sagt, dass es sich wirklich gelohnt hat.

Los Angeles – Orlando Bloom kann nicht akzeptieren, dass das Ende nah ist. Ja, die mega-erfolgreiche 'Fluch der Karibik' Trilogie wird mit dem Erscheinen von 'Am Ende der Welt' am Freitag ein Ende nehmen. Aber das heißt noch lange nicht, dass Bloom nicht wieder begeistern wird.
„Jeder kann jederzeit ein Pirat sein“, sagt der 30jährige Herzensbrecher. „Natürlich sagt ihr nun: 'Woher weiß man, ob man ein Pirat ist?' Das ist einfach: du bist einfach aarrrghhhh.“

Im dritten 'Fluch der Karibik' Film nimmt Bloom seine Rolle als Will Turner wieder auf und er wird begleitet von seiner großen Liebe Elizabeth (Keira Knightley) und Kapitän Barbossa im Versuch Kapitän Jack Sparrows (Johnny Deep) Leben zu retten.

Im letzten 'Pirates' Film wurde Sparrow hinunter zu Davy Jones (Bill Nighy) Truhe gezogen. Währenddessen verbündet sich Lord Cutler Beckett (Tom Hollander) mit Jones, um über die 7 Weltmeere Kontrolle zu gewinnen und alle Piraten dieser Welt loszuwerden. Eingeführt wird ein neuer Piraten-Lord namens Sao Feng (Chow-Yun Fat), der den guten Piraten gegen das Böse hilft. Eventuell habt ihr auch Gerüchte über ein Cameo von Keith Richards als Jack Sparrows Vater gehört.

Bloom möchte nicht ins Detail gehen. Er wird sagen, dass die Stunts unglaublich schwierig zu drehen waren, aber es sich gelohnt hat, wenn man das Endprodukt sieht.

„Glaubt mir, wenn ich sage, dass es das Geld des Publikums wert sein wird“, sagte er. „Ich möchte, dass ein jeder weiß, dass ich morgens um 6 triefend nass war - mit einem brennenden Schwert in meiner Hand.
Es ist jeden Penny wert“, witzelt er. „Es ist anstrengend monatelang nass und fröstelnd zu arbeiten. Ich weiß manche Leute werden sagen: 'Du glücklicher Mistkerl hast diese Filme über Jahre auf den Bahamas gedreht. Aber es ist egal, ob du im tropischen Paradies bist, wenn dir Studioregenmaschinen Wasser ins Gesicht spritzen. Und ich rede hier von großen Tropfen. “

Zum letzten Teil der Trilogie sagt Bloom: „Ich denke, [Regisseur] Gore [Verbinski] hat alles super unter Dach und Fach gebracht. Das macht mich wirklich glücklich, weil wenn du nämlich gerade dabei bist diese gigantische Trilogie zu drehen, weißt du nicht immer was du tun wirst oder wohin es gehen wird. Du kannst das Ende noch nicht sehen.
Du filmst einfach drauf los. Du hast viele technische graue Anzüge wie beim Davy Jones Charakter um dich herum. Bill [Nighy] trägt einen Anzug mit Sensoren damit sie später die ganzen Special Effects einsetzen können. Als Schauspieler kann man nicht wirklich erahnen wie das umgesetzt wird und wie es auf dem Bildschirm aussehen wird.“

„Es ist einfach ein Typ in einem grauen Anzug“, sagt er. „Du hast kein Bild vor Augen. Aber dann siehst du den Film und ich sitze dort und denke: 'Ich bin so froh, dass ich nicht übertrieben habe.' Ich hätte übertreiben und denken können, dass Davy Jones anders aussehen könnte als er jetzt aussieht.“

Bloom war überglücklich die Bahamas zu verlassen, obwohl viele seiner Freunde ihn beneideten so viel Zeit im Paradies verbringen zu können und auch noch dafür bezahlt zu werden.
„Hört zu, es ist das Paradies. Man verbringt gerne seine Ferien dort. Du bist 2 Wochen da und gehst tauchen. Am Ende dieser 2 Wochen ist es wie jeder andere Urlaub auch und du bist bereit wieder nach Hause zu gehen. Nun versucht mal 6 oder 8 Monate am Stück dort zu sein und ihr könnt nicht nach Hause gehen. Dann muss man einfach das Beste daraus machen.“

Er sagte, das Wetter konnte drehen ein bisschen kniffelig machen. „Du filmst für ein paar Stunden und dann kommt die Flut wieder“, erinnert er sich. „Ich musste aus dem Boot raus und im Wasser mit dem Kostüm rumlaufen. Es war – wie sie alle sagen – ein Abenteuer. Sehr cool. Sehr herausfordernd, aber in einer guten Art und Weise.“

Bloom scheut sich nicht davor seine Stunts selbst zu drehen, was ein Wunder ist, da er als junger Mann einen schweren Sturz hatte und fast gelähmt gewesen wäre.

„Ich war bis ich mir den Rücken brach furchtlos“, sagte er. „Ich war sehr nah dran nie wieder auf meinen eigenen Beinen stehen zu können. Die Aussicht nicht aus dem Krankenhaus laufen zu können war furchterregend und als ich mich erholte gab es mir einen neuen Sinn im Leben.“

Bloom sagt seine Stunts selbst zu machen ängstigt ihn nicht, aber er ist vorsichtig.

„Ich muss nicht humpeln oder Schmerzen haben wenn es nicht sein muss“, sagt er. „Jeden Tag bin ich dankbar dafür, dass ich mit einer guten körperlichen Form gesegnet bin und das möchte ich bewahren.“

Bloom lebt in London, verbringt aber auch viel Zeit in L.A. Er sagt, er sei mit seinem vielen Geld nicht durchgedreht.

„Ich bin ein Uhren Fanatiker“, sagt er. „Ich liebe Uhren und habe ein paar wirklich lächerlich teure Uhren gekauft, einfach weil ich sie liebe.“

Apropos Zeit: Bloom hat gemischte Gefühle über das Ende des 'Pirates' Universum.

„Es ist wie bei 'Herr der Ringe'. Ich war wirklich traurig den Filmen 'Lewohl' zu sagen, aber Legolas ist immer noch ein Teil meines Lebens in der ein oder anderen Form. Ich denke noch an ihn und er ist immer noch irgendwie da draußen – genauso wie Will.
Du sagst nie wirklich 'Lebwohl'.“


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