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Movie Idols Nr. 3


Vielen Dank an Jasy fürs Abtippen!

 

Orlando Bloom – Unter Piraten

 

Man muss sich schon wundern, was in den Köpfen der Studiobosse vorgeht, wenn man Filme wie Fluch der Karibik sieht. Da geht jemand hin und schlägt ihnen vor, den Seetang von einem Uralt-Genre zu kratzen, das seit der von Marlon Brando angeführten Meuterei auf der Bounty anno 1962 niemanden mehr ins Kino gelockt hat (es sei denn, man rechnet Die Goonies mit!), und als Grundlage für den Plot eine Attraktion aus Disneyland zu verwenden.

Irgendjemandem muss diese Idee so gut gefallen haben, dass die Produzenten prompt 125 Mio. $ locker machten – allerdings auch mit grandiosem Erfolg. Unter der Regie von Gore Verbinski wurde aus der Idee der Erfolgsfilm von 2003 schlechthin, und zusammen mit den DVD-Verkäufen war das Grund genug, gleich für zwei Fortsetzungen grünes Licht zu geben, bei denen Orlando Bloom (damals erst noch aufsteigender Star) wieder mit Johnny Depp und Keira Knightley vor der Kamera steht.

 

Bevor er den Part als Will Turner bekam, der den Wechsel vom Schmied zum Held durchmacht, war Bloom als schneidiger Elbe Legolas bereits in den beiden ersten Teilen der Herr der Ringe-Trilogie zu sehen gewesen – Die Gefährten (2001) und Die zwei Türme (2002) -, außerdem 2001 in einer kleineren Rolle als Pfc. Todd Blackburn im Kriegsdrama Black Hawk Down. Es war aber Blooms Part in Fluch der Karibik, mit dem er sich als großer Star etablieren und zeigen konnte, dass er mühelos eine Hauptrolle in einem Kinohit tragen kann. Seitdem zeigt seine Darbietung keine Anzeichen für ein Schwächeln, weder im Sandalen-Epos Troja noch im letzten Teil des Herrn der Ringe, Die Rückkehr des Königs. Zur Freude seiner vielen Fans ist Blooms Arbeit in Sachen Piraten noch längst nicht abgeschlossen.

Der zweite Teil Pirates of the Caribben – Fluch der Karibik 2 kommt am 27. Juli in die Kinos und dürfte sich für die Macher ebenfalls als Schatztruhe ohne Boden entpuppen, allerdings hat der Film bei seinem Start im Sommer einen Konkurrenten auf den Fersen, der ihm einige Kinogänger abluchsen könnte, immerhin warten genug Fans auf Superman Returns. Doch mit einem Budget, das sich bei 140 Mio. $ bewegt, wird es sicher nicht an den Stunts und Spezialeffekten fehlen, die schon 2003 ganze Heerscharen in die Kinos lockten. Erst vor kurzem wurde Bloom auf der Website Digital Spy mit Äußerungen über ein gigantisches Wasserwesen zitiert, das man üblicherweise der griechischen Mythologie zurechnet. „Es gibt eine Sequenz mit einem Kraken, schließlich mussten sie sich für den zweiten und dritten Film etwas noch Spektakuläreres ausdenken“, verrät der Star, der nebenbei froh ist, dass sich sein Charakter zwar weiterentwickelt, aber nie so schrill wirkt wie die Rolle seines Co-Stars. „(Will) ist der seriöse Typ, der so wie im ersten Teil die Story vorantreibt“, sagte der 28-Jährige, als er für das historische Epos Königreich der Himmel warb. „Er tendiert zwar mehr in Richtung Pirat, aber die Piraterie liegt ihm nicht so im Blut, wie es bei Jack Sparrow (Johnny Depp) der Fall ist. Ich liebe diese Figur.“

Unterstützung erhält Bloom auf hoher See von den britischen Stars Jack Davenport (Coupling, This Life) und Mackenzie Crook (The Office), die wieder in ihren Nebenrollen zu sehen sind. Diesmal wird aber Bill Nighy (Per Anhalter durch die Galaxis, Shaun of the Dead) als Will Turners ärgster Widersacher auftreten und den Part des Davey Jones spielen, legendärer Pirat und Captain des Fliegenden Holländers – und geisterhafter Schurke, der statt Haar Tentakel besitzt und an einem Arm statt einer Hand eine riesige Krebsschere hat. Sparrows frühere, zwielichtige Deals mit Jones lassen den Mann genau zeitig aufkreuzen, um Turners Hochzeit mit der hübschen Elizabeth Swann (Knightley) zu stören und die Truppe zu einem neuen gefährlichen Abenteuer zu verleiten, das einen verzweifelten Kampf um Jack Sparrows Seele nach sich zieht. Das wird für Will aber nicht das einzige Problem sein, kündigt sich am Horizont doch Stellan Skarsgard (Dogville) als Pirat `Bootstrap´ Bill Turner an – Wills Vater!

„Es kommt immer besser und besser. Die Entwicklung der Charaktere ist besonders wichtig, damit wir nicht wieder das Gleiche zu sehen bekommen wie beim ersten Film“, so Bloom auf einer Pressekonferenz beim Start seines aktuellen Films Elizabethtown. „Man kann aber auch nicht zu sehr abschweifen. Man kann nicht einfach sagen: `So, jetzt machen wir mal was ganz anderes.´ Die Leute wissen, was sie sehen wollen. Es geht darum, die Figuren zu entwickeln, aber den Kern dessen zu bewahren, was den Film ausmacht. [Verbinski] ist ein so talentierter Regisseur. Das Projekt ist monströs, aber er hat alles im Griff.“

 

Nicht nur Gore Verbinski ist für die Fortsetzung wieder an Bord gekommen, sondern auch die Autoren des ersten Films, Ted Elliot und Terry Rossio, sowie Komponist Hans Zimmer, die alle auch bei Teil 3 mit von der Partie sind, der Gerüchten zufolge den Titel Uncharted Waters tragen soll und der unmittelbar nach der ersten Fortsetzung entstehen und 2007 anlaufen wird.

Damit wird Orlandos nächster Film wieder so rasant sein wie Fluch der Karibik. Fragt sich nur, ob er mehr sein wird als ein sehr teures Bindeglied zwischen Teil 1 und Teil 3. Aber der treue Dackelblick seines Stars wird für viele Fans Entschädigung genug sein, falls die Story es nicht bringt.

 

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