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Widescreen Juni 2005


Vielen Dank an Jasy fürs Abtippen!

 

Stars Privat

 

Um erst gar nicht irgendwelche Gerüchte entstehen zu lassen, ließ Orlando Bloom jetzt offiziell verlauten, dass seine Beziehung mit Kate Bosworth absichtlich auf Eis liege. „Wir brauchen beide die Zeit, um an unseren Erfahrungen zu wachsen. Das nächste Jahr wird sehr anstrengend und danach werden wir sehen.“ Hoffentlich wachsen Orlando und Kate nicht über sich hinaus und verlieren den Blick füreinander.

 

Königreich der Himmel

 

Orlando Bloom als Sünder und zugleich Verteidiger der Heiligen Stadt. Die Schlacht um Jerusalem im 12. Jahrhundert als so aufwendiges wie martialisches (kriegerisch, wild) Historienepos.

 

INFO

Kinostart: 5. Mai

Originaltitel Kingdom of Heaven

Genre Action

Produktion USA 2005

Laufzeit ca. 145 Minuten

Darsteller Orlando Bloom, Eva Green, Jeremy Irons, Liam Neeson, David Thewlis, Brendan Gleeson, Edward Norton

Regie Ridley Scott

FSK N. n. b.

 

An einem verschneiten Wintertag in Frankreich erreicht im Jahre 1186 eine Gruppe Kreuzritter eine kleine Ortschaft, in der der junge Schmied Balian (Orlando Bloom) gerade den Verlust seiner Frau und seines Kindes betrauert. Überraschend gibt sich der Anführer der Fremden, Godfrey von Ibelin (Liam Neeson), ein im Heiligen Land hoch angesehener Beschützer der Handelsrouten, Balian als dessen Vater zu erkennen. Erst zögert Balian, doch dann schließt er sich den routinierten Kämpfern auf ihrem Weg zurück nach Jerusalem an. Denn Balian hat Schuld auf sich geladen: Er hat gemordet und – was noch schlimmer ist in jener Zeit – er hat den Glauben an Gott (fast) verloren. Auf der Reise ins Gelobte Land verliert er auch noch seinen Vater, gewinnt aber umso mehr: Gefährten, die Liebe einer Frau und die Anerkennung des Feindes. Mutig tritt er Godfreys Erbe als Beschützer des Volkes an. Doch dann stirbt der schwer kranke Christen-König von Jerusalem (unter einer Maske versteckt: Edward Norton), der bisher zusammen mit dem mächtigen Muslimenführer Saladin den Frieden gewahrt hat. Das macht sich der kriegerische Orden der Tempelritter unter der Führung des machtgierigen Guy de Lusignan zunutze und beschwört einen Krieg herauf, den die Christen nicht gewinnen können.

Seit Ridley Scott mit Gladiator das Historienfilm-Genre neu belebte, fanden Rüstungen, Schwerter und Sandalen in monumentalen Dramen wie Troja und Alexander zurück auf die Leinwand. Die Klasse von Gladiator konnte jedoch keiner der Filme wieder erreichen. Auch Königreich der Himmel schafft dies nicht. Obwohl Ridley Scott mit seinem neuen, diesmal ins Mittelalter verlegten Historienepos erneut sein ausgezeichnetes Händchen für stimmungsvolle Bilder, prachtvolle Ausstattung und tolle Kameraführung beweist. Und wenn im blutigen Schlachtengetümmel Schwert auf Schwert trifft, brennt der Wüstensand. Doch es ist die Geschichte selbst, die ein wenig kränkelt: Erlebte man bei Gladiator den tiefen Fall des Maximus vom Feldherrn zum Sklaven und den Verlust seiner Liebsten, was seine Rachegelüste so gut nachvollziehbar machte, so tut man sich bei Balians Motiven deutlich schwerer. Ihn treibt nicht Rache, sondern der Drang zur Sühne an. So soll seine Reise ins Heilige Land in einer Zeit des strengen, ja fanatischen Glaubens auch eine Suche nach Seelenfrieden sein. Sich in dieses Denken hineinzuversetzen fällt aus heutiger Sicht allerdings schwer. Für diesen Makel, der den Zuschauer beim Geschehen ein wenig außen vor lässt, entschädigen aber die prächtigen Gewänder und Rüstungen, die traumhaften Landschaftsbilder und nicht zuletzt die hervorragenden Schauspieler: allen voran Jeremy Irons als des Krieges müder Oberbefehlshaber der Truppen von Jerusalem, die exotisch schöne Eva Green und ein taffer Orlando Bloom, der sich als absolut fähig erweist, einen Film allein zu tragen. Besser als Troja und vor allem Alexander ist dieses Historienepos allemal.

Tim Sünderhauf

 

„Famos, aber kein Meisterwerk“ tim Sünderhauf

Als großer Fan von Ridley Scott habe ich gespannt auf sein neues Filmprojekt gewartet. Und schon die ersten Bilder sind wieder famos. Doch irgendwie wartet man den gesamten Film über auf eine Situation, die einen vor lauter Spannung so richtig in den Kinosessel presst. Bei Gladiator waren das die Kämpfe in der Arena. Diesmal soll es die Belagerung von Jerusalem sein. Aber so großartig diese auch inszeniert wurde, sie bringt diesen Effekt nicht. Fazit: Ein opulentes Schlachtenepos, aber nicht das erhoffte Meisterwerk.

Wertung

4 von 5 Sternen

Action

Humor

Spannung

Erotik

Anspruch

3 von 3 Sternen

0 von 3 Sternen

1 von 3 Sternen

0 von 3 Sternen

0 von 3 Sternen

Pro: Bestbesetzung, prächtige Bilder, martialische Kämpfe und eine Ausstattung vom Feinsten!

Contra: Die Motive der Charaktere kommen zu kurz. Der letzte Pep in der Handlung fehlt.

 

 

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