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Interview aus der "Kino & Co." 
November 2005

 

Du schaffst es, in jeder Rolle völlig anders auszusehen. Wie gefällst du dir am besten?

Darüber denke ich nicht nach. Ich sehe immer so aus, wie es der Charakter verlangt. Die blonde Perücke war gut für Legolas in Herr der Ringe, das braune Haar ist gut für Drew Baylor in Elizabethtown. Aber wenn du wissen willst, ob ich mein Haar lieber lang oder kurz habe, dann muss ich schon zugeben, dass ich sehnsüchtig auf das Ende der Fluch der Karibik-Dreharbeiten warte, um es wieder schneiden zu lassen.

Wieviel fehlt von den Fluch der Karibik-Sequels noch?

Naja, wir machen Teil zwei und drei am Stück, das wird schon noch einige Dreharbeiten dauern. 

Wirst du dir nach zwei Trilogien nochmals eine antun?

Das kann man nie wissen - aber aktiv suche ich sicher so schnell nach keiner mehr (lacht). 

Du warst jetzt in kürzester Zeit in sehr vielen Hitfilmen. Wie würdest du reagieren, wenn der Erfolg ausbleibt?

Puh, das wäre wohl nicht leicht. Ich würde dann wohl auch wie Drew Baylor in Elizabethtown zu erkennen versuchen, dass das Leben wichtigere Dinge zu bieten hat (lacht). Wir haben alle Angst in unserem Leben. Angst vor Niederlagen, auch Angst vor Erfolg. Angst kann dein Leben ziemlich dominieren, wenn man das zulässt. Aber andererseits ist Angst auch wichtig, um echt zu bleiben.

Umgibst du dich mit einem Netzwerk aus Freunden, um echt zu bleiben?

Ja, ich habe viele gute Freunde, die meisten davon sind in London.

Aber da bist du ja nie...

Ich weiß, aber sie kommen mich oft besuchen. Es ist schwer, Beziehungen zu erhalten, wenn man ständig auf der ganzen Welt unterwegs ist. Aber ich habe sehr viele Freunde von vor meiner Schauspielzeit. Die kennen und mögen mich so, wie ich bin.

Es gab das Gerücht, dass du als James Bond im Gespräch bist...

Das stimmt garantiert nicht. Ich habe das Gerücht auch gehört. Jeder hat davon gesprochen - nur keiner, den ich kenne (lacht).

Was hat dich am Script zu Elizabethtown fasziniert?

Drew, meine Filmfigur, machte einen Prozess durch, bei dem er echte Liebe entdeckt und erfährt, dass seine Familie und Freunde das sind, was wirklich zählt. Nicht kurzfristiger Erfolg. Wir alle sind süchtig nach dem schnellen Glück - das neue Auto, die neue Uhr - und Drew lebt vollständig in einer Welt aus kurzfristigen Kicks. Im Laufe des Filmes erkennt er, dass das Leben, die Liebe und die Familie das einzig Wichtige sind.

Hast du wie Drew auch ein Faible für Schuhe?

Ich stehe ziemlich auf Schuhe, ja. Und ich habe sicher mehr Schuhe, als ich brauchen würde. Schuhe ziehen mich magisch an. Aber so schlimm wie bei manchen Frauen ist es nicht. 

Wie war es, mit Kirsten Dunst zu arbeiten?

Sie ist extrem talentiert und hat sehr viel Instinkt. Wir sind wirklich gute Freunde geworden. Ich kenne ihren Freund Jake Gyllenhall schon lange, deshalb habe ich sie schon vorher ein bisschen gekannt.

Willst du deinen Namen in Zukunft einsetzen, um kleinere Filme finanziert zu bekommen?

Mir geht's immer nur um das Drehbuch. Aber klar, ich setze mich gerne für kleinere Filme ein, wenn ich vom Skript überzeugt bin.     


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