Interview aus der schweizer
Zeitung "20 Minuten"
2. November 2005
Mit The Lord of the Rings,
Pirates of the Caribbean und Troy landete Orlando Bloom
Hit auf Hit. Sein neuster Film Elizabethtown wirkt intimer.
Eine Ode ans Leben, sozusagen. 20 Minuten sprach mit ihm.
Man hört, Sie hätten die Elizabethtown-Hauptrolle
fast nicht gekriegt?
Seit ich mit dem Regisseur und Drehbuchautor Cameron Crowe mal
einen Gap-Werbespot gedreht habe, wollten wir immer wieder
zusammenarbeiten. Doch unsere Terminkalender waren zu verschieden. Und
tatsächlich: Fast hätte ich diese Rolle an Ashton Kutcher verloren.
Haben Sie lange an Ihrem amerikanischen Akzent geübt?
Ziemlich lange. Aber ich hatte einen guten Sprachtrainer. Und wissen
Sie: In Amerika gibt es so viele Akzente, welche nicht mal alle Amis
kennen.
Wie war der Dreh in Kentucky?
Eigenartig. Louisville liegt wirklich im Herzen von Amerika. Einmal
ging ich mit Cameron in eine Tankstelle, wo mich glatt ein Mann für
eine Glaubensgemeinschaft rekrutieren wollte. Als er dann erfuhr, dass
ich Schauspieler bin, meinte er: "Sie sind in Hollywood? Dann
brauchen Sie Gott unbedingt!"
Wie wichtig sind Ihnen Leute außerhalb des Filmgeschäfts?
Überlebenswichtig. Meine Freunde und Familie geben mir viel Rückhalt.
Durften Sie auch Songs für den Soundtrack vorschlagen?
Das war gar nicht nötig. Denn Cameron ist ein Genie in Sachen
Musikauswahl. Als Fan von Jeff Buckley bin ich natürlich froh, dass
er ebenfalls auf dem Soundtrack erscheint.