One - Interview mit Mrs.
Bloom
Interview mit Sonia Copeland-Bloom aus der französischen
"One" vom 19.Mai 2004, aus dem Französischen übersetzt
von Melamin. Vielen, vielen Dank!
Welche Art von Kind war Orlando?
Orlando war ein ganz normales Kind, voller Energie
und immer sehr fröhlich. Er war wie eine vollgeladene Batterie.
Er mochte es, viel Unsinn zu veranstalten und mich damit verrückt
zu machen. Trotzdem, er war ein sehr liebes Kind. Und er ist es
noch immer! (lacht)
Wie hat er reagiert, als Sie ihm gesagt haben,
dass Harry Bloom nicht sein richtiger Vater war?
Er hat es sehr gut aufgefasst. Als er 12 war beschloss
ich, dass es an der Zeit war ihm zu sagen, dass Harry nicht sein
richtiger Vater ist. Ehrlich gesagt, Orlando hatte sehr wenige
Erinnerungen an ihn, da er ja gestorben ist als Orlando 4 Jahre
alt war. Orlando kannte eh fast nur Collin, den Mann, mit dem
ich mein Leben nach Harrys Tod geteilt habe. In Wirklichkeit war
mein Sohn sogar erfreut zu erfahren, dass Colin sein biologischer
Vater sei. Er hatte ihn immer als seinen Vater angesehen, weil
Colin ihn miterzogen hatte. Diese Offenbarung hat ihn überhaupt
nicht traumatisiert.
Was halten Sie von dem plötzlichen Ruhm
Ihres Sohnes?
Ich bin einfach sehr glücklich für ihn.
Er hat sehr hart gearbeitet um dahin zu kommen und er hat immer
an sich geglaubt. Ich bin stolz zu sehen, dass so viele Leute
sein Talent anerkennen.
Haben Sie keine Angst, dass ihm dieser Erfolg
zu Kopf steigt?
Ich denke nicht, dass das jemals geschehen wird.
Mein Sohn hat einen sehr hellen Kopf und ist bescheiden. Er lässt
es nicht zu, dass alles, was ihm derzeit geschieht zu Kopf steigt.
Er nimmt Distanz gegenüber dem Wahnsinn rund um ihn herum.
Wenn ich ihm von den Hunderten von Internetseiten erzähle,
die ihm gewidmet sind, lässt ihn das kalt. Einmal habe ich
ihm vorgeschlagen, ihm all diese Seiten zu zeigen, aber er wollte
nicht. Es ist nicht nur, dass er Computer nicht mag - er will
auch nicht, dass ihm all diese Anbetungen zu Kopf steigen.
Haben Sie schon ein paar seiner Fans getroffen?
Ja. Manche junge Mädchen haben irgendwie meine
Adresse herausgefunden und haben mir Briefe übergeben. Diese
Leute sind meistens sehr lieb und überhaupt nicht aggressiv.
Viele seiner Fans vergöttern ihn und betrachten ihn als ein
Vorbild zum Nachahmen. Aber es scheint ihn nicht sehr zu rühren.
Wie ich es schon erwähnt habe, er zieht es vor, es nicht
ganz ernst zu nehmen, um die Füße auf dem Boden zu
behalten.
Inwiefern hat Ihr Leben sich geändert seit
Ihr Sohn international bekannt ist?
Nun, ich bin sehr viel bekannter in Canterbury -
der Stadt, in der ich lebe. Viele Leute halten mich auf der Straße
an um mir von Orlando zu erzählen oder um zu fragen, wie
es ihm geht. Meine Lebensweise hat sich ebenfalls geändert.
Nun muss ich mir schöne Kleider kaufen, um auf Premieren
zu gehen. (lacht) Ich bin im Dezember nach Neu Seeland gereist
um an der Premiere von „Die Rückkehr des Königs“
teilzunehmen, zusammen mit der ganzen Filmcrew. Es war das erste
Mal, dass ich in der ersten Klasse geflogen bin. (lacht) Es war
übrigens einer der besten Momente meines Lebens. Zehntausende
Personen waren nur gekommen, um die Schauspieler zu sehen.
Hatten sie die Gelegenheit andere „Herr
der Ringe“ Schauspieler zu treffen?
Ja, ich habe so ungefähr alle kennen gelernt.
Vor der Aufführung des Films war in den Straßen von
Wellington eine gigantische Parade veranstaltet worden. Sean Astin
und John
Rhys-Davies hatten mich in ihrem Wagen eingeladen und ich bin
an ihrer Seite mitgefahren. Es war ein unvergesslicher Moment!
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