„Teens“ trifft...Orlando
Bloom
bbc.co.uk, 8.August 2003
Dank an Anja für's Abtippen!
Er ist einer der begehrtesten Männer überhaupt, und “Teens”
hat ihn getroffen! Er sprach mit uns über Ruhm, Schwertkämpfe
und wie es war, „Der Fluch der Karibik“ zu drehen!
Ursprünglicherweise hätten Sie auf Grund
Ihres vollen Terminkalenders „Der Fluch der Karibik“ gar
nicht drehen können, was ist passiert?
Ich hatte schon für einen Film namens „Calcium
Kid“, einen kleinen britischen Film, bei dem ein Freund von mir
Regie führte, unterschrieben. Ich hatte eine Vereinbarung mit ihm,
und wollte ihn auch nicht hängen lassen. Als ich dann das Skript
zu „Der Fluch der Karibik“ bekommen hatte, wollte ich es
erst gar nicht lesen, weil ich nicht in Versuchung geraten wollte, in
einem Film mitzuwirken, den ich zeitlich nicht schaffen würde.
Jedenfalls traf ich dann auf Geoffrey Rush (Käpt´n Barbossa),
und er freute sich schon so darauf „Der Fluch der Karibik“
zu drehen, und er sagte mir: „Du weißt, dass es da eine
tolle Rolle für dich gibt, und du musst es einfach lesen!“
Dann habe ich es gelesen, und ich liebte es! Zum Glück, habe ich
es letzten Endes doch geschafft, beide Filme zu drehen! Ich bin wirklich
sehr glücklich und dankbar, das es geklappt hat, denn der Dreh
zu „Die Piraten“ hätte nicht lustiger sein können!
Die Kampfszenen zwischen Ihnen und den anderen sehen
wirklich aufregend und realistisch aus. War es sehr schwierig und haben
es auch ein paar Schrammen gegeben?
Es gab immer mal ein paar Kratzer bei den Schwertkämpfen,
aber nichts Ernstes! Die Routine der Kämpfe ist am schwersten zu
erlernen, und es war einschüchternd. Als uns der Stuntmen sagte,
was wir tun müssten, ging es immer: Bist du noch ganz dicht? Trotzdem
hat es Spaß gemacht und Johnny war einfach brillant und hat die
ganze Zeit improvisiert und ihm fielen so viele verrückte Dinge
ein! Aber die haben es nie bis auf die Leinwand gebracht!
Müssen Sie sich noch manchmal kneifen, damit Sie realisieren
können, wie berühmt Sie nun sind?
Oh ja! Es war Glück und auch Talent im Spiel. Ich
war auf der Schauspielschule, und ich war in einem Kurs mit unglaublich
talentierten Menschen, die es vielleicht niemals schaffen werden, weil
sie kein Glück haben. Jeder Mensch ist zu etwas fähig, und
es hängt nur davon ab, ob er eine Chance bekommt, es zu beweisen.
Wie war es, mit Johnny Depp zu arbeiten?
Johnny war wie ein Leitbild für mich jungen Schauspieler,
das würde jeder sagen. Er ist ein so mutiger Darsteller, und ich
fühlte mich wirklich privilegiert mit ihm arbeiten zu dürfen,
und zusehen zu dürfen, wie er an das Kreieren eines neuen Charakters
rangeht und wie tapfer er sich dabei selbst einbringt.
Haben Sie früher Actionfilme gesehen? Wer war
Ihr größter Actionstar?
Piratenfilme kamen immer am Sonntagnachmittag als ich
noch ein Kind war. Man hatte gerade im Garten gespielt und konnte dann
einen Piratenfilm schauen! Ich mochte zum Beispiel Errol Flynn.