Ready to Bloom
(The Sun-Herald, Australia, March 9, 2003
by Christine Sams)
Es gibt mehr als einen Star im aufstrebenden Streifen Ned Kelly…Herein
Orlando Bloom!
Das Äußere eines ungebärdigen, unrasierten Irländers,
der durch die Straßen des ländlichen Virginias schlendert,
lässt einen kaum eine Augenbraue heben. Letzen Endes waren sie
aber stolz auf den Kelly Gang Mythos.
Aber wenn Orlando Bloom während des Drehs zu Ned Kelly frei hatte,
machte es ihm viel Freude im tiefsten irischen Akzent redend durch die
Geschäfte und Kneipen zu schlendern.
Er gibt zu, dass er während des ganzen Drehs in Australien nicht
in dem Akzent schwankte, trotz seiner gewöhnlichen englisch klingenden
Aussprache.
„Ich liebte diesen irischen Akzent“, sagt er telephonisch
aus Amerika. „ Ja, manchmal benutze ich ihn sogar hier in LA wenn
ich mit Freunden ausgehe. Er ist immer für einen Lacher gut.“
Orlando Bloom ähnelt in vielerlei Hinsicht einem grundtypischen
Irländer. Mit kurzem schwarz gelockten Haar, blasser Haut und einem
Aufblitzen von Unfug in seinen dunklen Augen könnte er einfach
keltische Famlilienbande beanspruchen.
Aber er wurde in England geboren, der Sohn des politischen Südafrika-Aktivisten
Harry Bloom, und wohnt nun in Los Angeles, wo er als einer der Schauspieler
gelobt wird, die in den nächsten 5 Jahren Hollywood erobern werden.
Trotz all des Rubels um Heath Ledger und seine Hauptrolle in Ned Kelly
fällt es schwer die Wirkung von Blooms Beteiligung auf den Film
von Gregor Jordan zu übersehen.
Seine Rolle als Kellys bester Freund, Joe Byrne, wird sicher bei einer
Reihe von internationalen Fans, die seine Karriere verfolgen, einige
Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Viele dieser Fans haben nie von Ned
Kelly gehört, aber Orlando Bloom ist ein Name, den sie nicht ignorieren
können.
Es ist vier Jahre her, als Orlando Bloom begann den Herr der Ringe
zu drehen: Die Gefährten und seine Besetzung als Legolas- der geschmeidige,
blondhaarige Elb- brachte ihm Millionen Fans auf der ganzen Welt.
Während der Produktion von Ned Kelly kehrte Bloom zu seiner Naturhaarfarbe
(dunkelbraun) zurück und warf seinen Rasierer weg. „Es war
großartig mit meinem eigenen Haar zu arbeiten“, sagt er
mit einem Kichern.
„Und ich liebte es einfach in Australien zu arbeiten, ich genoss
die Geschwindigkeit des Lebens dort. Es kann einem so viel bieten, und
es hat es wirklich.“
Es ist kein Wunder, dass Bloom ein Fan der südlichen Erdhalbkugel
ist. Er erklomm für seine Rolle im Herr der Ringe Gipfel in Neuseeland
und seine Karriere nimmt einen ähnlichen Verlauf. Nach seinem Auftritt
in Ridley Scotts Black Hawk Down wurde er von Jordan für die Rolle
des Byrne verpflichtet.
„Ich traf mich mit Gregor in LA und er erzählte mir etwas
von Schießen mit Kanonen und Reiten in Australien. Es klang fantastisch“,
sagt er. „Aber ich muss zugeben, dass ich nicht viel über
den realen Ned Kelly oder die Mitglieder seiner Bande wusste.“
„Letztendlich war es so lohnend eine Person zu spielen, die im
wirklichen Leben ein Held für so viele Australier war. Es war befriedigend
historische Details zu entdecken, den Einfluss der Kelly Gang zu erforschen
und den Effekt, den diese Männer auf die ganze Nation hatten, zu
erkennen. Es hat mich wirklich bewegt.“
Sogar noch während er mit dem „Herr der Ringe D-Zug“
fertig werden musste, sprach Bloom schon aufgeregt von seinem „Projekt
in Australien“. Als ich ihn Ende 2001 in Wellington, Neuseeland,
interviewte, war Bloom unwiderstehlich und einnehmend, wenn er die Journalisten
mit Geschichten vom Set des Herrn der Ringe erfreute. Aber seine Gedanken
waren schon bei der Kelly Gang, denn er hörte nicht auf, sich auf
ein streng geheimes Projekt in Down Under zu beziehen und sprach von
seiner Entschlossenheit Zeit in Australien zu verbringen um dort zu
arbeiten.
Jetzt, da das Geheimnis gelüftet ist (die Ned Kelly Vermarktungskampagne
ist in vollem Gange), gibt Orlando zu, dass die Rolle des Byrne ihn
augenblicklich gereizt hat.
„Er war ein ganz anderer Mann als Kelly. Er war ruhig, nachdenklicher
und Ned fragte ihn oft um Rat. Er war auf alle Fälle seine rechte
Hand. Sicher, er rauchte Opium, aber im Großen und Ganzen war
er zurückhaltender als die anderen Mitglieder der Bande. Das erste
Mal wurde er für den Besitz von Fleisch verhaftet. Können
Sie sich das vorstellen?“
Abgesehen von dieser intensiven Faszination für die historischen
Aspekte der Handlung, wurde Bloom während der Produktion des Films
ein enger Freund von Ledger.
Und wenn er auch nicht so viel Zeit mit Naomi Watts am Set verbrachte,
war er glücklich die reale Romanze zwischen den beiden zu erleben.
„ Das war etwas, dass sich entwickelte während der Film abgedreht
wurde, es war eine schöne Sache, die daraus entstand“, sagt
Bloom. „Sie sind beide wirklich liebe Menschen und sie geben ein
großartiges Paar ab.“
Eine Menge australischer Fans wartet ungeduldig darauf einen kurzen
Blick auf die Bildschirm-Chemie zwischen Ledger und Watts zu erhaschen.
Aber die Anwesenheit von Bloom, neben weiteren Castmitgliedern wie Geoffrey
Rush, Rachel Griffiths und Joel Edgerton, tut dem Sexappeal des Films
keinen Abbruch.
Obwohl erste Vorführungen von Ned Kelly in Australien nicht vor
nächster Woche stattfinden, weisen Insider darauf hin, dass Blooms
Rolle glamouröser erscheint als Ledgers Kelly. Das allerdings nur,
weil die Geschichte Byrne als den modischsten all der „Bushranger“
darstellt.
Die „Iron Outlaw“ Internetseite (die sich auf die historische
Analyse der Kelly Gang spezialisiert hat) berichtet, dass Byrnes Sinn
für Mode weit über handgefertigte Rüstungen hinausging.
„Joes Absatzstiefel, die den Larrikin Absätzen des Viktorianischen
Zeitalter des späten 19. Jahrhunderts nachgeahmt waren, waren sein
Markenzeichen“, berichtet die Seite. „Byrne galt als einer
der glamourösesten Bandenmitglieder mit seinem angenehmen jungenhaften
Charme und seinem starken Widerstand gegen polizeiliches Rrecht und
Ordnung.“
Bloom zieht sich etwas zurück wenn das Thema des Sexsymbols angesprochen
wird. Er
gesteht, dass man schlimmere Sachen über ihn sagen könnte,
aber er vermeidet lieber die Idee des „Hollywoodtraummanns“.
„Ich begrüße das Kompliment“, sagt er „aber
es ist zweitrangig für mich. Das vorrangige Ziel ist, Rollen auszuwählen
die mich bewegen, die mich persönlich herausfordern. Deshalb bedeutet
mir die Rolle des Joe Byrne so viel – sie drehte sich darum die
Integrität eines Menschen zu erkunden.“
Trotz seines tollen Aussehens, kann man nicht leugnen, dass der 26
jährige Bloom vermeidet, dass sich die typischen Klischees eines
Hollywood „Jünglings“ fortsetzen. Zum Glück ist
seine Karriere nicht gezeichnet von derben Roadmovies oder schmierigen
Liebesfilmen.
Aber er hat keine Angst ein bisschen Spaß zu haben, jetzt wo er
seinen Ruf gefestigt hat.
Im Moment filmt er Piraten der Karibik in Los Angeles, neben Jonny
Depp und Rush, und er ist nicht abgeneigt auch mal eine Knickerbocker
anzuziehen für den wilden, ausgelassenen Spaß.
„Es ist einfach herrlich, mitreißender Stoff, der gut zum
Lachen ist. Ich liebe es“, sagte Bloom zwischen 2 Klappen am Set
des Films. „Aber ich hoffe wirklich eine Lücke in meinem
Drehplan zu finden um es rechtzeitig zur Premiere von Ned Kelly zu schaffen.
Ich wäre wirklich zu gerne dabei.“
Bloom sollte in mehrerer Hinsicht als Actionstar gesehen werden: Seine
Figur Legolas im Herrn der Ringe lief ständig, er sprang rittlings
auf Pferde in Ned Kelly und gegenwärtig genießt er Schwertkämpfe
mit Depp. „Ich bin froh mit dem Schwung Schrittzuhalten“,
sagt er nach einer zufriedenen Pause. „Ich amüsiere mich
prächtig.“
DANKE an Gwil für die Übersetzung!