GQ‘s Actor Of The Year –
Orlando Bloom
GQ Oktober 2003
Artikel von Alex Bilmes, Übersetzung von Nevréd
Dünn ist nicht das richtige Wort. Oder gebräunt.
Oder zerzaust. Und hübsch würde es nicht richtig beschreiben.
Orlando Bloom ist fast zierlich schlank, aber groß, und das gleicht
es wieder aus. Er ist braun wie Teakholz. Und seine herabfallenden Locken
umrahmen ein Gesicht, das weibliche Herzen zum Stillstand bringt. Mit
26 ist GQ’s Schauspieler des Jahres als hipper Hetero-Herzensbrecher
ebenso glaubwürdig wie ihm die kleine Schwester deiner Freundin hinterherhechelt.
Tut mir leid, ich mag das genauso wenig wie du, aber es ist nun mal so.
Er ist nicht nur der heißeste Neuling in Hollywood, sondern Orlando
Bloom ist auch jung, reich, erfolgreich und – Mist – charmant,
entspannt und erschreckend gut gebaut. Und ja, Ladies, er sieht wirklich
so gut aus.
Als ich in meinem Taxi vorfahre, sitzt er gebeugt auf einem Bordstein
in der Sonne und plaudert fröhlich in sein Handy. Vielleicht ist
da Jerry Bruckheimer am anderen Ende, oder Brad Pitt. Vielleicht ist es
seine Freundin, das kalifornische Starlet Kate Bosworth, die sich mit
dem Surf-Film Blue Crush einen Namen gemacht hat und bald Sandra Dee in
der Bobby Darren-Biographie Beyond the Sea mit Kevin Spacey verkörpert.
Höchstwahrscheinlich ist es aber einer seine Londoner Freunde, die
einen Shoppingtrip für heute Nachmittag planen. Es gibt keine Zeit,
das herauszufinden, denn fast augenblicklich legt Bloom ein Lächeln
auf, reicht mir seine Hand und schlägt vor, spazieren zu gehen. Schließlich
ist es so ein schöner Tag.
Er trägt ein enges weißes T-Shirt, eine dunkle Hose mit einen
Streifen und Nike Aqua Socks in Blau und Rot mit reflektierenden Streifen
und eine Sammlung von kleinen Schmuckstücken, die an seinem schlanken
Hals baumeln. Seine Hände sind voller Ringe und an der Innenseite
seines linken Handgelenkes ist ein kleines Tattoo, JRR Tolkiens Elbisches
Symbol für die Nummer 9, das ihn für immer als eines der Mitglieder
der einzigartigen Herr der Ringe-Trilogie kennzeichnen wird, welche ihn
vor zwei Jahren aus dem Nichts berühmt machte. Das Ergebnis ist ein
internationaler Rummel zwischen London und LA.
Sein Look orientiert sich fast an Keith Richards, mehr aber noch an Johnny
Depp, Blooms Freund und Co-Star in Fluch der Karibik, dem gutgelaunten
Sommer-Säbelrassel-Film, der immer noch in den Kinos läuft.
Man ahnt, daß ein wenig von Depp auf unseren Orlando übergegangen
sein könnte, zumindest, was den Stil angeht, sowie ein wenig von
Keith auf Johnny als rauhbeiniger Pirat mit kohlegeschwärzten Augen
in Fluch der Karibik abgefärbt ist.
Der Grund für Blooms Anwesenheit in London – eine seltene Sache
in diesen Tagen, obwohl er sich hier kürzlich eine Wohnung gekauft
hat – ist, daß er eine Drehpause von Troja hat, welches von
Homer geschrieben, vom New Yorker Autor David Benioff zum Drehbuch gemacht
wurde und das von Wolfgang Petersen mit Brad Pitt, Eric Bana und Peter
O’Toole auf Malta verfilmt wird. Bloom spielt Paris, den schönen
Prinzen, der die Trojanischen Kriege entfesselt, indem er die schöne
Helena von Sparta raubt. Während die Produktion in Mexico stattfindet,
wo er kürzlich war, hat Bloom zumindest kurz Gelegenheit, auf seine
schwindelerregende Karriere zurückzublicken.
Er stammt aus Canterbury, Kent, und bekam die Rolle des funky blonden
Elb Legolas Grünblatt zwei Tage, bevor er Londons Guildhall School
Of Music & Drama verließ, an der auch Ewan McGregor, Joseph
Fiennes und David Thewlis studiert haben. Die nächsten 18 Monate
verbrachte er in Neuseeland, wo er in Peter Jacksons vielfach Oscar-prämierten
Fantasyadaption mitwirkte und wo er scheinbar nicht nur die Herzen von
Mittelerdes gruseligen Horden mit genug Pfeilen durchbohrt hat, sondern
auch die von ein paar Casting-Agenten Hollywoods. Und die von kleinen
Mädchen (und größeren) auf der ganzen Welt.
Seitdem hat er gearbeitet und seine Karriere und seinen Ruf mit jedem
Film vergrößert. Erst kam Black Hawk Down, Ridley Scotts erschreckende
Fassung der 1993 fehlgeschlagenen US-Militär-Expedition in Mogadischu,
in der, als wäre es eine seltsame Wiedergabe seines Lebens, Bloom
einen Soldaten spielt, der seinen Rücken bricht. Dann der zweite
Teil von Herr der Ringe - Die zwei Türme, dann Fluch der Karibik...
alles erfolgreiche Filme, sowohl bei den Kritikern als auch bei den Einnahmen.
Diesen Monat erscheint er in Ned Kelly, einem netten australischen Western
vom Regisseur von Buffalo Soldiers, in dem Heath Ledger einen verbannten
Outlaw und Bloom seinen sensiblen Gefährten Joe Byrne spielt. Darauf
folgt im Dezember Die Rückkehr des Königs, dem abschließenden
Herr der Ringe-Film. Dann, als ob er beweisen wolle, daß er genug
große Filme gedreht hätte, kommt The Calcium Kid , ein kleiner
britischer Film, der ihm seine erste gutmütige Hauptrolle gibt als
ein Milchmann, der danach strebt, einen Titel im Boxen zu erringen. Und
nächstes Jahr kommt das Epos Troja, der seine Position unter den
aufregendsten Neulingen Hollywoods festigen sollte – ein britischer
Leonardo DiCaprio mit seinem Ziel vor Augen.
Danach wird er vielleicht oder vielleicht auch nicht einen gutgemeinten
Seitenhieb auf eines seiner großen Idole, Daniel Day-Lewis, vornehmen,
und zwar in Eric Idles Spaceballs-ähnlichem Stück Remains of
the Piano mit Geoffrey Rush und Angelica Huston, mit Billy Connolly als
Inspector MacGuffin und Patrick Steward als Obie Ben Kingsley. Hmm. Könnte
so oder so gehen. Und Bloom muß sich noch entscheiden, ob er mitmacht.
Aber vor all dem steht die kleine Tatsache, daß er den GQ Award
gewonnen hat, und Bloom scheint dafür ehrlich dankbar zu sein. „Es
ist verrückt, nicht wahr?“ sagt er, als wir unseren Rundgang
durch London beginnen. „Ich kann es nicht glauben. Ich bin sehr
dankbar. Das ist wirklich schön.“ Bloom beschreibt sein Leben
zur Zeit als sowohl spannend als auch entmutigend. „Ich bin gerade
dabei, mich an all die Veränderung, die vor sich gehen, zu gewöhnen,“
sagt er. „Für eine Weile erschien es so, als ginge alles ein
wenig schnell, aber jetzt verändert sich der Gang. Wenn ein Film
wie Fluch der Karibik herauskommt, verändert sich die Gangart, weil
es eine große Jerry Bruckheimer-Disney-Produktion ist und eine Menge
Geld dahinter steckt. Es fühlt sich wirklich wie meine erste Erfahrung
mit Hollywood an. Da ist viel Verantwortung dabei.“
Wenn er spricht, ist Bloom eine mitreißende Mischung aus dem rührenden
Jungen von der Straße und sehr britischer und unverstellter ich-kann-das-alles-eigentlich-gar-nicht-ernst-nehmen-Haltung.
Während er also fröhlich darüber redet, daß er es
alles „real halten will“, seinen „shit machen will“,
seinen „flow beibehalten möchte“, einige Bereiche auf
einen „niedrigen Level“ halten will, bewußter leben
und das „Gefühl zu sich selbst“ (sollte das nicht eher
„Gefühl zum Elb“ heißen?) beibehalten will, hält
er sich ab und zu auch zurück. Und es ist ihm sehr wichtig, daß
es nicht so erscheint, als hätte er die Bodenhaftung verloren. „Irgend
jemand schrieb in einem Artikel, ich hätte einen Assistenten,“
sagt er. „Das hört sich so an, als sei ich so ein Snob, vielen
Dank: 'Ooh, jetzt hat er einen Assistenten.‘ Ich hab einfach nur
einen Kumpel, der mir hilft. Fertig.“
„Ich denke immer, daß es sich so scheiße anhört,
wenn ein Schauspieler darüber redet, was er macht,“ sagt er
und meint damit eine zugegebenermaßen bescheuerte Frage über
seine Motivation, Legolas, seinen Charakter in Herr der Ringe, zu spielen.
„Ist das nicht dumm?“ Natürlich, er hat Recht. Aber sofort
kommt er mit einem sehr überzeugenden, total zwingendem Argument.
„Da steckt nicht viel dahinter,“ sagt er. „Ein Elb!
Elben haben Superman-Qualitäten, sie sind engelhafte Gemüter,
sie sind unsterblich, sie sind alterslos, sie sind einfach wie diese verdammten
unbesiegbaren alten Samurai-Typen! Wer verdammt nochmal wollte da nicht
in diese Rolle schlüpfen?"
Bloom flucht viel, „vielleicht, weil ich wieder in London bin.“
Er fragt, ob ich ein paar Dinge rausstreichen könnte, „weil
ich mich anhöre wie ein...“. Aber er kann nichts sagen, ohne
wieder zu fluchen, also beschließen wir, es so zu lassen. „Oh,
das macht mir eigentlich gar nichts“, gibt er zu. Es ist nicht leicht,
weißt du, dieses sich-für-Interviews-richtig-ausdrücken.
„Ich versuche, ehrlich zu sein“, sagt er. „Was du siehst,
ist, was du bekommst. Meine Karten liegen auf dem Tisch und wenn du willst,
kannst du in ihnen herumschnüffeln. Ich schäme mich für
nichts. Ich hatte Glück.“
Glück ist ein ständiges Thema in Blooms Leben und etwas, auf
das er sich immer wieder beruft. Aber sein Leben, obwohl es in letzter
Zeit wie aus Gold ist, war nicht ohne Komplikationen. Er kommt aus einer
künstlerischen Familie, daher der wunderbar literarische Name, der
dem Virginia Woolf Charakter gehört, aber auch an James Joyce erinnert.
Durch seine Lese- und Schreibschwäche empfand er die Schule als „hartes
Brot“, aber er wußte schon sehr früh, „vielleicht
in der Grundschule“, daß er schauspielern wollte, eine Entscheidung,
die von seiner Mutter Sonia unterstützt wurde. Mit 13 erfuhr er,
daß der Mann, von dem er dachte, er sei sein Vater – der jüdisch-südafrikanische
Anti-Apartheidskämpfer Harry Bloom, der starb, als Orlando vier war
– es gar nicht war. In Wirklichkeit war der Mann, den er immer als
seinen Stiefvater gesehen hatte, sein wirklicher Vater. Er will nicht
allzusehr auf sein Privatleben eingehen – „einige Dinge muß
ich für mich bewahren,“ sagt er, „an einem bestimmten
Punkt mußt du eine Linie ziehen“ – aber es muß
ein Schock gewesen sein.
Und dann ist da noch sein Rücken, der, wie Bloom sagt, „ihm
immer noch Schwierigkeiten macht.“ Im College brach er ihn sich
schlimm, als er drei Stockwerke tief fiel, nachdem er vom Dach des Hauses
eines Freundes geklettert war und das Regenrohr sich gelöst hatte.
„Das hat mich vielleicht geformt,“ sagte er. „Ein Weckruf
für das Leben und die Vernunft und den Respekt mir selbst gegenüber.
Ich dachte nur 'Du blöder Idiot. Wie konntest du nur daran denken,
sowas zu tun? Wie hast du nur nicht darüber nachdenken können?‘
Für eine Weile sah es so aus, als würde ich nie wieder laufen
können. Ich würde nicht meinen Weg vollenden können. Ich
wäre vielleicht nie in der Lage gewesen, zu schauspielern.“
Auf wunderbare Weise jedoch, 12 Tage, nachdem ihm erklärt wurde,
er müßte vielleicht den Rest seines Lebens in einem Rollstuhl
verbringen, verließ der 21-jährige Bloom das Krankenhaus auf
Krücken. „Die Tatsache, daß ich überlebt habe und
das tue, was ich tue, die Rollen zu spielen, die ich spiele, ist wie ein
neuer Lebensabschnitt.“
Das erklärt vielleicht seine außergewöhnliche Zielstrebigkeit
angesichts der Menge an Aufmerksamkeit, die ihm geschenkt wird. Während
unseres Spazierganges halten wir bei einem Zeitungsladen, um eine Flasche
Wasser zu kaufen, und dort ist Orlando im Regal und blickt vom Cover der
Teen-Mode-Bibel, The Face. Er hat nicht genügend Geld dabei, also
kaufe ich ihm eine Ausgabe und wir blättern sie durch. Er scheint
ein wenig amüsiert über die Fotos, aber sie scheinen ihm auch
zu gefallen. „Ich mochte The Face, als ich aufwuchs,“ sagt
er. Als wir wieder in den Sonnenschein treten, ist auf der gegenüberliegenden
Straßenseite an einer Bushaltestelle ein Plakat von Fluch der Karibik,
von dem er brütend herabschaut...
„Ich bin nicht dumm, weißt du?“ sagt er, als ich ihn
darauf aufmerksam mache. „Wenn dir klar wird, daß Druck auf
dir lastet, mußt du damit umgehen, ob du willst oder nicht. Da gibt
es Verantwortung. Da gibt es Professionalität. Da gibt es eine Moral,
die deine Arbeit betrifft und dich selbst. Manchmal will ich ein Kind
sein und 'Fuck it all‘ schreien, wegrennen und meinen Kopf in den
Sand stecken. Und dann denke ich ,Sieh mal, sei realistisch. Du hast diesen
Weg gewählt. Also geh verdammt noch mal damit um. Sei ein Mann.‘
Aber ich fühle mich immer so, als müßte ich auf die Bremse
treten.“
Er ist sich auch des oft flüchtigen Ruhmes bewußt. „Sieh
mal, Mann, du siehst doch, was passiert,“ sagt er. „Die eine
Minute hast du es, in der anderen ist es weg. Die eine Minute bist du
GQ’s Schauspieler des Jahres, und in der nächsten... Ich denke
einfach, nichts in diesem Business hat Bestand.“ Er sagt, er hätte
Rat gesucht bei Depp, Pitt und Viggo Mortensen, seinem Co-Star in Herr
der Ringe, der „einen Rieseneinfluß auf mein Leben hatte.“
Er bewundert es, daß alle drei einen Weg gefunden haben, mit der
Aufmerksamkeit der Fans und der Medien umzugehen, ohne sich der Öffentlichkeit
zu entziehen. Er erzählt eine Geschichte; daß er mit Brad Pitt
neulich auf Malta abends unterwegs war und der Star auf der Straße
von Fans und US-Matrosen belästigt wurde. „Er hatte einen Bodyguard
dabei,“ sagt Bloom. „Ich meine, das ist schon heftig, daß
man einen Bodyguard braucht. Das haut mich aus den Schuhen, um ehrlich
zu sein. Aber ich habe es so bewundert, welche Eleganz und Gelassenheit
Brad in diesem Moment hatte. Er hatte einen etwas wilden Blick in seinen
Augen, weil es offensichtlich verrückt war, Mann. Aber er hat das
alles sehr gut geregelt.“
Sowie Brad und Johnny mußte sich Bloom mit dem seltsamen Phänomen
kämpfen, ein Pin-Up zu werden. Als ich ihm dazu gratuliere, etwas
Druck von Justin Timberlakes Schultern zu nehmen, lacht er. „Ich
wollte einfach nur Schauspieler sein,“ sagt er. „Der Ruhm
kommt eben dazu.“ Aber er hat darüber nachgedacht. „Je
hektischer alles wird, desto mehr wende ich mich den einfachen Dingen
des Lebens zu,“ sagt er. „Ich genieße es wirklich, so
wie jetzt durch die Straßen zu laufen. Ich genieße es wirklich,
meine Mutter und meine Großmutter zum Essen auszuführen, oder
mir einen Film anzusehen oder mit ein paar Freunden essen zu gehen. Ich
glaube, das traurige ist, daß es immer schwerer wird, das zu tun,
je mehr ich schauspiele.“ Für einen Moment sieht er etwas unglücklich
und verloren aus. Aber gleich hat er sich wieder gefangen.
„Ich habe Filme gemacht, die ich liebe und ich hatte großartige
Möglichkeiten. Es war einfach so, daß ich gerade in der Nähe
war, als man nach Leuten suchte, die noch recht unbekannt waren und die
man für drei Filme engagieren konnte. Und was Black Hawk Down angeht,
das war das erste Meeting, zu dem ich nach Herr der Ringe gegangen bin.
Und ich habe die Rolle bekommen, was einfach unglaublich ist. Und ich
höre mich selbst, wie ich darüber rede und denke 'Fuck! Ridley
Scott, willst du mich verarschen?‘ und ich bin mir im Klaren darüber,
daß da draußen Tausende brillanter Schauspieler sind, die
einfach diese Gelegenheit brauchen. Wenn man die Möglichkeit bekommt,
wenn man daraus Nutzen ziehen kann, kommt man voran. Und für die
Tatsache, daß ich diese Gelegenheit bekommen habe, danke ich andauernd
meinem Glücksstern.“
Vorsichtig und geradezu bewußt hat er die Sache mit den Partys ausgelassen.
„Da habe viel davon erlebt, als ich jünger war,“ sagt
er und beruft sich damit auf seine Tage in der Londoner Clubszene in den
frühen Neunzigern. Jetzt würde er einen Samstagabend lieber
mit Freunden und einer Flasche Wein verbringen.
Und während er nicht verleugnet, daß er das Globetrotting und
das Umherreisen genießt, das mit dem Ruhm kommt, freut er sich darauf,
sich eine Auszeit zu nehmen, wenn Troja fertig ist. „Eine Sache
habe ich gelernt,“ sagt er, „und zwar, daß ich nicht
nur vom Filme machen und Schauspielen glücklich werde.“
„Es ist komisch,“ sagt er. „Ich bin daran interessiert,
zu sehen, wie ich mich wieder in der Normalität einlebe. Ich habe
nicht aufgehört, darüber nachzudenken, wie es ist, ohne Arbeit
einfach durchs Leben zu streifen.“ Was wird er tun? „Ein wenig
aufs Land fahren, vielleicht. Ich habe mir noch nicht einmal ein Auto
gekauft. Ich will ein paar Bücher lesen, Musik hören, meine
Wohnung aufräumen. Meine Freunde sehen, meine Familie. Es versuchen
und genießen.“
Und mit diesen Worten ist er wieder in seinem Hotel, wo sein Kumpel wartet.
Sie gehen zu Harrod's, um zu sehen, ob sie nicht ein paar Möbel für
Blooms neue Wohnung finden. Wer weiß – wenn Sie das hier lesen,
hat er vielleicht schon die Zeit gefunden, dort eine Nacht zu verbringen.