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DVD Vision August 2003


Vielen Dank an Jasy fürs Abtippen!

 

Der Herr der Ringe – Die zwei Türme

 

Über zehn Millionen Kinobesucher in die Lichtspielhäuser zu locken, schaffen hierzulande nur die wenigsten Filme. In diesem Jahr gelang das bis jetzt nur einem einzigen: „Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“. Ab dem 26. August 2003 setzt sich der Kampf um Mittelerde auch im heimischen Wohnzimmer fort …

 

Info

Fantasy

Originaltitel

USA 2001

Studio

New Line Cinema

Verleih

Warner Bros.

Laufzeit

Ca. 172 Min.

Regie

Peter Jackson

Darsteller

Viggo Mortensen, Elijah Wood, Sean Astin, Liv Tyler, Cate Blanchett, John Rhys-Davis, Dominic Monaghan, Hugo Weaving

Bildformat

2.35:1 (16:9)

Audiokanäle

Deutsch 5.1  DD EX
Englisch 5.1 DD EX

Untertitel

D, E

FSK

ab 12 Jahren

ET

26:08:2003

Preis

Ca. € 25,-

Alternative

Willow - SE
Der Nelwyn Willow (Warwick Davis) findet im Fluss bei seinem Bauernhof ein Menschenbaby. Schnell wird klar, dass es sich bei der Kleinen um das „Kind der Propehzeiung“ handelt, welches die böse Königin Bavmorda stürzen wird.

 

Als Roman feierte John Ronald Reuel Tolkiens fantastisches Epos „Der Herr der Ringe“ seit seinem Erscheinen 1655 weltweit Riesenerfolge. Gleichzeitig läutete es den Beginn eines neuen Literatur-Genres ein, das sich seitdem einer stetig wachsenden Beliebtheit erfreut: Fantasy. Vor allem die Hippie-Bewegung in den Vereinigten Staaten verhalf der Trilogie um den Einen Ring mit ihrem Kampf des Guten gegen das Böse zu Kultstatus.

 

Zusammen mit der Vorgeschichte, die in „Der kleine Hobbit“ erzählt wird, waren es jedoch die beiden einzigen Erzählungen Tolkiens, die noch zu seinen Lebzeiten veröffentlicht wurden. „Nachrichten aus Mittelerde“, „Das Silmarillion“, die vielen Kurzgeschichten („Briefe an den Weihnachtsmann“) und Heldensagen wurden allesamt nach Tolkiens Tod von seinem Sohn Christopher zusammengetragen, die teils fragmentierten Notizen in leserliche Form gebracht und 1977 erstmals veröffentlicht.

Die größten Erfolge feiert der Roman allerdings erst seit der Premiere des Kinofilms „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ im Dezember 2001. Allein in Deutschland lockte Teil 1 mehr als 10 Millionen Zuschauer in die Lichtspielhäuser.

Der DVD-Release im Sommer 2002 ist laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) der erfolgreichste des Jahres, selbst die später erschienene und teurere Special Extended Edition findet sich immerhin noch auf Platz sieben der GfK-Jahrescharts 2002. Und auch Tolkiens Bücher platzieren sich seit Beginn des „Herr der Ringes“-Hype in den Bestseller-Listen Deutschlands.

 

Die Geschichte der zwei Türme setzt an, wo „Die Gefährten“ endet: Die Gemeinschaft des Rings ist auseinander gebrochen. Frodo (Elijah Wood) und Sam (Sean Astin) suchen auf eigene Faust einen Weg in Saurons Reich. Aragorn (Viggo Mortensen), Legolas (Orlando Bloom) sowie Gimli (John Rhys-Davis) verfolgen die Orks, die Merry (Dominic Monaghan) und Pippin (Billy Boyd) in ihren Klauen haben.

Mittlerweile schlägt sich der finstere Magier Saruman (Christopher Lee) endgültig auf Saurons Seite. Er will Rohan und seine Reiter vernichten: Das Land der Pferdeherren und eines der letzten Bollwerke gegen die finsteren Horden von Mordor.

Es kommt zur entscheidenden Schlacht vor den Mauern von Helms Klamm, wo sich Tausende Menschen und Orks in einem blutigen Gemetzel gegenüberstehen.

 

Auch in diesem Jahr heißt es für die Redaktionen in Deutschland ausharren, denn vor dem offiziellen Starttermin für die DVD „Der Herr der Ringe – Die zwei Türme“ am 26. August 2003 gibt Warner Home Video aus Angst vor Raubkopierern kein Testmuster heraus.

DVD VISION konnte dennoch schon vorab nicht nur einige Infos und Fakten über die anstehende DVD recherchieren, sondern auch über die am 18. November erscheinende SEE (siehe Kasten Special Extended Edition), die wir Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten wollen.

Insgesamt enthält das 2 Disc-Set fast zwei Stunden mit Bonusmaterial, in denen es einen kleinen Einblick in die Hintergründe des Filmepos geben wird. Den Einstieg macht mit „Am Set von Der Herr der Ringe – Die zwei Türme – Start Encore Special“ ein Making of mit ca. 43 Minuten Laufzeit, in dem Schauspieler und Crew die Dreharbeiten noch einmal Revue passieren lassen.

„Rückkehr nach Mittelerde“ beschreibt im Grunde noch einmal dasselbe in einem Beitrag, der ursprünglich im US-Fernsehen gezeigt wurde.

 

Mit „The Long and Short of it“ findet sich das erste und themenfremde Special auf der DVD: Ein Kurzfilm von „Herr der Ringe“-Darsteller Sean Astin (siehe Kasten). Die Dreharbeiten werden im dazu gehörigen Making of beschrieben.

Mehr oder weniger ausführliche Infos zu den Bewohnern und den Schauplätzen Mittelerdes bieten dann acht separate Specials, die allesamt bereits auf der offiziellen Homepage zum Film zu sehen sind.

Christopher Lee (Saruman), Peter Jackson, Richard Taylor (Geschäftsführer der Effektfirma Weta Workshop) und andere bringen dem Zuschauer in „Die Mächte der Dunkelheit“ die finstere Mittelerdes näher.

Wie die Geräusche im Film entstanden, das Klirren der Schwerter oder die Schlachtrufe der Orks von Helms Klamm, erklärt der Co-Sounddesigner Ethan van der Rhyn ausführlich in der Featurette „Das Sounddesign von Mittelerde“.

Für die Hauptstadt Rohans, die in „Die zwei Türme“ noch keine große Rolle spielte, gab sich Jackson nicht mit einer einfachen Miniatur ab. Im Special „Edoras: Die Hauptstadt Rohans“ schildern neben Dan Hennah (Supervising Art Director) auch Viggo Mortensen, Miranda Otto, Brad Dourif und andere den Aufbau einer Stadt, die nur drei Wochen lang existierte.

Eric Samdon (Creature Supervisor) und Matt Aitken (Digital Model Supervisor) veranschaulichen gemeinsam mit Randy Cook (Director of Animation) in „Die Bewohner von Mittelerde“, wie die fiesen Warge, die mächtigen Olifanten und die Reittiere der Nazgul am Computer zum Leben erweckt wurden.

Eine der wichtigsten Figuren in Mittelerde ist zu Beginn von „Die zwei Türme“ Gandalf. Wie seine Wandlung von Gandalf dem Grauen in Gandalf den Weißen vonstatten geht, und wie er den „Rollenwechsel“ sieht, erzählt Ian McKellen in dem kurzen Special „Gandalf der Weiße“.

900 Rüstungen, 2000 „Gummiwaffen“, 100 einzigartige Waffen, 20.000 Alltagsgegenstände und 1600 maßgeschneiderte Prothesen (Elbenohren, Nasen, Orkmasken usw.) fertigten die Künstler und Handwerker bei Weta Workshops, einer kleinen neuseeländischen Special Effects Firma, die sich so zu einer der international angesehensten Trick-Firmen mauserte. Geschäftsführer Richard Taylor geht im Special „Waffen und Rüstungen“ auf die Leistung seiner Mitarbeiter ein und auf die Schwierigkeiten, die es bei einer Massenproduktion, die individuelle Teile forderte, zu meistern galt.

 

Wie das grandiose Finale entstand, beschreiben u. a. Viggo Mortensen, Karl Urban (Eomer), Sala Baker (Stuntman) und Rick Porras (Co-Produzent) in „Die Schlacht um Helms Klamm“. Den Abschluss der acht Specials bildet „Wie Gollum zum Leben erweckt wird“. Zwar wurde der britische Mime Andy Serkis in der endgültigen Fassung des Films wieder herausgeschnitten, wie viel von ihm aber dann in die Figur des Gollum einfloss, kann man in diesem Special eindrucksvoll vergleichen.

Den werbelastigen Ausklang der zweiten Disc bilden dann das zehnminütige Behind-the Scenes-Special „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“, das Musikvideo „Gollum´s Song“ von Emiliana Torrini, Kinotrailer und Fernsehspots, sowie Vorschauen auf die „Special Extended Edition“ und das Videospiel von Electronic Arts. Den ausführlichen Test mit der abschließenden Wertung gibt es in der nächsten Ausgabe.

MS

 

 

„The Long and Short of it“

Für die Produktion des Kurzfilms „The Long and Short of it“ tauschten Filmcrew und Darsteller von „Herr der Ringe“ einmal die Rollen. Regisseur, Autor und Produzent war Sean Astin (Sam), als Regieassistent fungierte Elijah Wood (Frodo). Andy Serkis (Gollum) gab den Assistenten des Aufnahmeleiters. Peter Jackson agierte als leitender Produzent und übernahm eine kleine Rolle im Film.

Vor der Kamera standen Andrew Lesnie (Kamera) in der Rolle des Plakat-Klebers, die Körperdoubles Paul Randall (Paul der Große) und Praphaphorn Chansantor spielten die hilfreichen Passanten. Der Kurzfilm kommt völlig ohne Dialoge aus, zu hören ist nur eine Arie aus Puccinis „La Bohéme“. Ebenfalls auf der DVD ist das Making of des Kurzfilms.

 

Wissenswertes und Skurriles zum „Herr der Ringe“

ØDie Schlachtrufe der Orks in Helms Klamm stammen aus den Kehlen von 25.000 Cricket-Fans im Stadion von Wellington. Peter Jackson persönlich orchestrierte die Menschenmasse, für die die Stadionanzeige zum Teleprompter umfunktioniert wurde.

ØDrei Monate lang malträtierte eine Regenmaschine Schauspieler und Crew am Set von Helms Klamm. Aus dem daraus resultierenden Film-Material von 20 Stunden entstand dann schließlich die 30 Minuten lange Schlacht.

ØJeder Komparse und Schauspieler am Set von Helms Klamm erhielt ein T-Shirt mit der Aufschrift „I survived Helm´s Deep“ („Ich überlebte Helms Klamm“).

ØUm die funkelnden Lichter in Galadriels Augen zu erschaffen, hängten die Kameramänner weiße Lichterketten hinter die Kamera.

Ø„Die zwei Türme“ ist das erste Sequel, das erneut als bester Film für den „Oscar“ nominiert wurde, obwohl schon der Vorgänger scheiterte.

ØWitzige Regie-Anweisung? Merry und Pippin entdecken einen Vorrat an Äpfeln, Brathähnchen und anderen Nahrungsmitteln. Dominic Monaghan (Merry) beschrieb die Szene folgendermaßen: „Merry und Pippin schauen, als würden sie allein vom Anblick der Lebensmittel einen Orgasmus bekommen.“

Ø„He maungärongo ki te whenua. He whakaaro pai ki ngä tängata katoa.” Die beiden Sätz im Abspann sind ein Segen der Maori, der Ureinwohner Neuseelands, mit dem sie sich alles Bester für ihr Land und ihre Leute wünschen.

 

Die Special Extended Edition und die Collector´s Box:

Am 18.11.2003 erscheint die Special Extended Edition. Die um 43 Minuten längere Fassung des Hauptfilms wird wieder die ersten beiden Scheiben in Anspruch nehmen.

Wie schon bei der ersten SEE sollen gleich vier Audiokommentare alle Aspekte des Films beleuchten. Die dritte und vierte Disc beinhalten dann die Anhänge mit der Fortsetzung des Specials „Vom Buch zum Drehbuch“, die „Planung des Films“ und das Special „Auf Locationsuche in Neuseeland“. Weitere Features beschreiben die Choreographie der Kämpfe, die Nachproduktion des Films, „Principal Photography“ mit Anekdoten vom Set und eine interaktive Karte von Neuseeland.

Das besondere Gimmick der Collector´s Box soll eine kleine Gollumstatue werden, die sicherlich einen genau so guten Staubfänger abgeben wird, wie die Buchstützen der SEE von „Die Gefährten“.

 

Special Extended Edition: Die zusätzlichen Szenen

Um etwa 43 Min. werden die zusätzlichen Szenen die Kinofassung verlängern. Einige davon konnten wir vorab in Erfahrung bringen. Achtung – Spoilergefahr!!! Wer über den Inhalt noch nichts erfahren möchte, sollte den Text unten nicht Weiterlesen …

 

Faramir (David Wenham) findet das Boot mit dem Leichnam seines Bruders Boromir (Sean Bean). In einem Flashback erinnert er sich an vergangene Erlebnisse mit seinem Bruder. Die beiden sitzen bei einem Bier zusammen. Boromir hebt seinen Krug und stellt fest: „Heute ist das Leben gut!“. Eine andere Erinnerung zeigt eine Szene mit Faramirs Vater, den Truchsess von Gondor (John Noble). Die Ereignisse sollen erklären, wieso Faramir, entgegen der Beschreibung im Buch, Frodo (Elijah Wood) gegenüber anfangs so feindselig eingestellt ist. Eowyn, nicht gerade eine Meisterköchin, serviert Aragorn eine Schüssel mit hausgemachtem Eintopf. Ungeachtet des Aussehens schluckt er den Inhalt höflich und tapfer herunter. Merry und Pippin trinken von Baumbarts magischem Elixier, und werden ein klein wenig größer.

 

Dschey Ar Tollkühn und „Der Herr der Augenringe“

Inzwischen gibt es sogar eine Parodie auf den Herrn der Ringe in Buchform: Frito Windbeutel muss die Suppe auslöffeln, die ihm sein Onkel Dildo einbrockte, als er einen magischen Ring klaute. Der ehemalige Besitzer, der Bösewicht Sauertopf, will ihn nämlich wiederhaben. Unterstützt wird Frito von dem Magier Gutgolf und den Freunden Mopsi und Pepsi.

 

Der Herr der Ringe als Geldanlage

ØDie englische Erstausgabe des kleinen Hobbits, 1937 im Allen & Unwin Verlag erschienen, hat inzwischen einen Wert von ca. 20.000 Euro. Mit Autogramm von Tolkien würden Sammler sogar bis zu 70.000 Euro bezahlen.

ØDie englischen Erstausgabe des Herrn der Ringe, 1954/ 55 ebenfalls im Allen & Unwin Verlag erschienen, kostet immerhin noch stolze 10.000 Euro.

ØDie deutsche Erstausgabe des Herrn der Ringe von 1969 (Klett-Cotta) bringt es auf ganze 500 Euro.

ØDie „rote Ausgabe“, einbändig mit allen Anhängen von 1991 (ebenfalls Klett-Cotta) bringt es in Sammlerkreisen immerhin noch auf 300 Euro.

 

 

Adressen

www.tolkiengesellschaft.de

Umfangreiche Seite rund um J. R. R. Tolkien und seine Bücher

www.derherrderringe-film.de

Die offizielle Seite zum Film hält viele Schmankerl und Informationen zum Film bereit

www.herr-der-ringe-film.de

Deutsche Homepage mit News, Downloads und vielen Infos zum Film

www.derherrderringe.de

Schön gestaltete Fanseite mit Informationen zu Tolkiens Büchern und dem „Herr der Ringe“-Kosmos

 

 

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