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Ian McKellen und Orlando Bloom wurden persönlich....am
5.Februar 2002
Quelle: www.capitalfm.com
Danke an Anja für's Übersetzen!
Wir haben es geschafft, die „Herr der Ringe“- Stars Orlando
Bloom und Ian Kellen bei den Empire Awards in London zu erwischen....
Sir Ian, Sie sind für „Bester Darsteller“ bei den Empire Awards
für Ihre so überwältigende Darstellung des Gandalf nominiert.
Hat es Spaß gemacht ,diese Rolle zu spielen? Ian: Ja, so könnte man das sagen. Es war für mich
ein Jahr Arbeit in Neuseeland, in einem Land, in dem ich vorher noch nie war
und in das ich mich verliebt habe. Ich habe mit unglaublich freundlichen Menschen
zusammengearbeitet, mit Neuseeländern und sowohl als auch mit Gästen
wie ich es einer war, wie zum Beispiel Orlando und mit vielen anderen aus der
ganzen Welt. Und ich habe an dem ehrgeizigsten Filmprojekt, das jemals unternommen
wurde, mitgearbeitet. Eigentlich sogar an 3 Filmen! Der erste Teil, der zu Weihnachten
in die Kinos kam, war so erfolgreich, dass es so aussieht, als wären all
unsere Bemühungen nicht umsonst gewesen. Es war sehr harte Arbeit, sehr
anstrengend, aber „Spaß“ ist wohl eine gute Zusammenfassung.
Orlando, Sie sind für „Bester Newcomer“ für Ihre
Leistung als Legolas nominiert. Interessanterweise treten Sie gegen die Harry
Potter-Kinder an....
Orlando: Wirklich? Cool! Man will nur die Rivalität zwischen
den beiden Filmen erhalten. Aber ich glaube nicht, dass man die beiden wirklich
vergleichen kann. Ich bin gespannt, wie das ausgehen wird. Es interessiert mich
sehr, jetzt, da Sie es erwähnen. (Anmerkung: Orlando hat den BAFTA
als bester Newcomer gewonnen)
Es gibt so viele Preisverleihungen heutzutage, bedeuten die Ihnen noch
was? Orlando: Also was mich angeht..das ist überhaupt meine erste Nominierung
für so einen Preis und ich fühle mich sehr geschmeichelt. Ian: Ich hoffe, du gewinnst, Orlando, denn der erste Preis, den man gewinnt,
ist immer der beste. Sieh dir doch mal diese Harry Potter-Kinder an, die haben
noch viele Jahre, um Preise zu gewinnen und du wirst älter, oder? Orlando: Vielen, vielen Dank. Oh, ich hab ganz vergessen, ich bin ja
gerade 25 geworden! Ian: Es ist eine sehr gute erste Leistung, und er hat Fans auf der ganzen
Welt, und zwar mit Recht, als einer der Gefährten. Ich kenne die Empire
Awards, weil ich schon mal hier war. Es ist ein netter Anlass, schön und
entspannt, teilweise weil es nicht im TV übertragen wird, wie die vielen
anderen Awards. Was auch immer die Gründe der Magazine, TV-Gesellschaften
und sonstigen Organisationen sind, so was zu arrangieren, es ist immer eine
gute Gelegenheit für die Schauspieler die Aufmerksamkeit auf ihre neuesten
Streifen zu lenken.
Im Fall von „Der Herr der Ringe“ bin ich froh, viele Leute dazu
ermutigen zu können sich diesen wundervollen Film anzuschauen, und die
Preise gehören eben dazu. Orlando: Wie geht das mit den Nominierungen? Ian: Ich glaube die Empire Awards sind einzigartig in diesem Land, weil
die Entscheidungen eigentlich nur vom Publikum getroffen werden. Orlando: Cool! Ian: Also wenn man deren Zustimmung erhält, dann kann man wirklich
stolz darauf sein!
Und natürlich haben Sie bereits 2 neue Filme am Start. Andere Schauspieler
würden sich das wünschen... Orlando: Ja, das ist wirklich unglaublich! Ich habe gerade erst vor 3
Jahren die Schauspielschule abgeschlossen und habe gleich diesen Job bekommen.
Und das war wahrscheinlich eine der tiefgreifendsten, aufregendsten und unvergesslichsten
Erfahrungen meines Lebens. Einmal sagte mein Cousin zu mir: „Was auch
immer in den nächsten 3 Jahren passiert, du hast schon einen Film für
nächstes Jahr.“, ich müsste gar nichts tun und muss mich um
nichts sorgen, denn ICH habe alle Ringe! Ian: Ich habe gedacht, dass es doch fast unverschämt von euch ist,
dass „Der Herr der Ringe“ nach einem Monat von Platz 1 der Kinocharts
gerutscht ist. Und es wurde unauffällig von einem neuen abgelöst.
Mein nächster Film wird „X-Men“ sein. Wir werden diesen Sommer
mit den Dreharbeiten beginnen. Orlando: Ich kann´s kaum erwarten, ihn zu sehen! Ian: Es ist toll, dass wir diese 3 Filme gedreht haben. Aber ich habe
mit Peter Jackson geredet, und wir werden noch einmal hinfahren müssen,
weil wir noch ein paar Aufnahmen zu haben machen, ein paar extra Aufnahmen.
Wir haben in Neuseeland auch in Studios gearbeitet, die nicht ordentlich schalldicht
waren. Also musste im 1. Film alles noch einmal synchronisiert werden. Sie werden
mir das nicht abnehmen, aber genau das werden wir mit den anderen beiden Filmen
auch noch machen müssen! Wir sind also noch nicht ganz fertig. Aber der
Hauptdreh ist bereits abgeschlossen. Orlando: Ich freue mich schon auf die Zusatzaufnahmen! Wirklich harte
Arbeit—surfen, snowboarden, Fallschirm springen, und nebenbei „Der
Herr der Ringe“ drehen!
Um noch mal auf „X-Men“ zurückzukommen... Ian: Das ist echt lustig! In New York haben wir in einem Stück gespielt,
und die Leute wussten nicht, ob sie mich nun Gandalf oder Magnito nennen sollten!
Es ist nett, dass sie mich nicht Ian nennen! Ich habe einen Vorgeschmack darauf
bekommen, was es heißt, wirklich berühmt zu sein und ich hoffe, dass
ich es nie sein werde. Es muss so absolut schrecklich sein, nirgendwo hingehen
zu können. Ich bin mal in New York in einen Club gegangen und mir wurde
sofort ein Bodyguard gegeben. Ich wollte nach einer Weile auf´s Klo gehen,
und er hat den Weg für mich frei gemacht. Da war eine Schlange und ich
wurde ans vordere Ende der Schlange gestellt. Einer wurde geradezu vom Pissoir
weggerissen als ich dran war, und mein Bodyguard stand an der Tür und hat
aufgepasst! Orlando: Entschuldige mal, wenigstens hast du keinen Ärger bekommen.
Die Sicherheit...
Sie sagen, Sie wären noch nicht dem Ruhm verfallen, aber es könnte
durchaus sein, dass Sie nächste Woche für einen Oskar nominiert sind... Orlando: Er sollte einen Oskar bekommen. Ian: Das werden wir ja noch sehen. Orlando: Ich habe eine Kopie eines Magazins aus LA behalten, wo vorne
drauf ein großes Bild von dir als Gandalf ist. Und da steht: Ian McKellen
als Gandalf“. Ian: Die Oskars sind ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die Werbung fängt
gleich an, wenn die letzten Oskars vorbei sind und es noch 12 Monate bis zur
nächsten Show sind. Hollywood, wo ich auch gerade gewesen bin, ist immer
Feuer und Flamme dafür. Mit gutem Grund, denn es geht um eine ganze Branche
in der Menschen arbeiten und denen das viel bedeutet. Aber, wie zum Beispiel
bei den Empire Awards, geht es im Prinzip darum, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit
auf die aktuellen Filmprojekte zu lenken. Da muss man mitmachen! Doch niemand
dreht einen Film wegen eines Oskars. Man dreht Filme, weil es einem gefällt,
Filme zu drehen. Weil man eine Existenz haben will und man möchte mit bestimmten
Leuten an Drehbüchern arbeiten—darum mache ich das. Und wenn es die
Menschen am Ende so gut finden, dass sie dir auch noch einen Preis dafür
geben wollen, ist das doch ein schöner Nebeneffekt.
Sie sind auch für einen BAFTA-Award nominiert.... Ian: Ja, das ist auch sehr schön. Das kann passieren, wenn dein
Film unglaublich erfolgreich gewesen war, und zwar auf der ganzen Welt. Ich
will mich nicht beschweren!!! Ich habe sogar eine Website, Orlando auch. Orlando: Nicht meine eigene. Ian: Im Januar haben sich 12 Millionen Menschen eingeklickt!! Das ist
unfassbar. Orlando: Das sind eine Menge Leute! Du solltest ins Guinnesbuch der Rekorde... Ian: Ich war noch nie in einem Film, der dermaßen erfolgreich war,
ich habe normalerweise Theaterstücke am Nationaltheater gespielt, wo jeden
Abend 500 Menschen waren, und das 9 Monate lang. Das war´s. Das ist hier
alles ganz anders, aber extrem interessant.
Was können Sie uns über „X-Men“ verraten? Ian: Ich kann Ihnen verraten, dass es in Vancouver gedreht werden wird.
Patrick Stewart wird wieder dabei sein. Brian Singer wird wieder Regie führen.
Er sieht sich gerade die Drehbücher an. Ich habe sie noch nicht getroffen,
ich kann Ihnen also nicht mehr sagen.
Und was steht für Sie an, Orlando? Orlando: Na ja, ich hatte diesen unglaublichen Karrierestart, und ich
bin im Moment ein wenig wählerisch. Ich habe ein paar nette Angebote aus
England und auch Amerika, und ich bin am Umherreisen um herauszufinden, was
am besten funktionieren würde (Anmerkung von Verena: Eineinhalb Jahre
später hat er nun 3 Blockbuster abgedreht, die insgesamt mehr als 2Milliarden
US$ eingespielt haben, "Troy" steht noch in den Startlöchern.
Also von wegen "ein paar nette Angebote"). Es sieht sehr gut
aus. Ich kneife mich ständig, weil ich das alles gar nicht begreife... Ian: Und ich werde ihn zum Theater spielen überreden, bevor er von
Filmen eingenommen ist, und die Freuden des anwesenden Publikums nicht kennt. Orlando: Ich habe auf jeden Fall vor, Theater zu spielen. Ich will es.
Lass uns doch zusammen spielen! (Anmerkung: Darauf müssen wir wohl
noch warten *g*)